Autor: xin

  • Kambodscha – Angkor Thom Tempeltour

    Wir haben in Siem Reap einen wirklich netten Taxifahrer kennengelernt: Mr. Sa. Ein buddhistischer Ruhepol auf zwei Rädern, der Englisch spricht, als würde er es gerade im Vorbeifahren üben. Er erzählte uns stolz von seiner Heimat und seiner Familie. Drei Söhne hat er – 6, 15 und 18 Jahre alt. Der Älteste arbeitet schon, weil für ein Studium das Geld fehlt. Neben dem Taxi fährt Mr. Sa auch Tuk Tuk und bot uns einen Tagesausflug mit Sonnenaufgang in Bereich Angkor Thom an. Acht Stunden für 25 Dollar! Und das ist dort sogar schon der „gehobene“ Preis. Da fühlt man sich als Deutscher mit 13 € Mindestlohn wirklich wie im Schlaraffenland.

    Um 5 Uhr morgens stand Mr. Sa schon vor unserem Hotel. Wir dachten: „Um die Uhrzeit ist bestimmt niemand unterwegs.“ Tja – falsch gedacht! Da herrschte Hochbetrieb, als hätte die Rushhour eine Nachtschicht eingelegt. Leider hatten die Wolken an dem Tag keine Lust, sich zu verziehen. Statt eines spektakulären Sonnenaufgangs sahen wir nur, wie Angkor Wat langsam und sehr schüchtern im sanften Licht erwachte – umgeben von vielen, vielen Menschen, die vermutlich alle das gleiche dachten wie wir. Wenn jetzt ein Alien gelandet wäre, hätte es garantiert seine Tentakel über dem Kopf zusammengeschlagen und sich gefragt, warum die Erdbewohner freiwillig mitten in der Nacht aus ihren Betten kriechen, um gemeinsam auf eine Sonne zu warten, die dann doch nicht auftaucht.

    Danach chauffierte uns Mr. Sa noch zu sieben weiteren Tempeln: Preah Khan, Neak Pean, East Baray, Eastern Mebon, Pre Rup, Ta Prohm (a.k.a. der Tomb-Raider-Tempel) und Banteay Kdei. Alles im Ticket inklusive – quasi die „All-You-Can-Tempel“-Flatrate.

    Besonders verliebt haben wir uns in die Brücke zum Neak-Pean-Tempel. Dort waren erstaunlich wenige Leute unterwegs, fast so, als hätte jemand ein „Bitte Ruhe – Tempel meditiert“-Schild aufgestellt. Eine lange Holzbrücke, nur knapp über dem Wasser, eingerahmt von unzähligen Lotusblüten. Ein Anblick so schön und beruhigend, dass man spontan überlegen könnte, ob man nicht doch Mönch werden möchte. In der Mitte dann eine kleine Insel mit einem halb im Wasser versunkenen Tempel – mystisch wie eine Szene aus einem Fantasyfilm.

    Ebenfalls ein Highlight: der berühmte Tomb-Raider-Tempel Ta Prohm. Riesige, jahrhundertealte Bäume haben dort beschlossen, Architektur und Botanik einfach zu kombinieren und sich direkt in die Tempelwände einzuwachsen. Zwischen diesen Naturgiganten fühlt man sich als Mensch plötzlich sehr klein – ungefähr auf Ameisengröße. Nur ohne die Fähigkeit, 50-mal das eigene Körpergewicht zu tragen.

  • Thailand – Bangkok in 48 Stunden – Von Palastprunk bis Schaumbad-Show

    Tag 1: Auf dem Weg zum gorßen Königspalast
    Kaum losgelaufen, wurden wir schon aufgehalten – diesmal nicht vom Verkehr, sondern von einer Gruppe junger Leute, die traditionellen Thai-Tanz in einem Saal aufführten. Total süß! Wir gehen hinein und setzen uns hin, nickten im Rhythmus mit und taten so, als würden wir die Tanzschritte verstehen.

    Im Anschluss ging es zum Tempel Wat Phra Kaeo wo uns 178 Wandmalereien, wie ein riesiges Bilderbuch der thailändischen Mythologie, erwarteten. So detailliert, dass man minutenlang auf dieselbe Wand starrt und immer noch neue Figuren entdeckt: https://www.royalgrandpalace.th/en/discover/architecture/1/the-cloisters

    Im Tempel selbst hieß es wieder: vor der Treppe Schuhe aus!
    Drinnen erwartete uns allerdings nicht nur heilige Stille – sondern auch ein Duft, der uns fast die Erleuchtung nahm. Hunderte Menschen auf engstem Raum, und der Geruch erinnerte stark an… nun ja… eine Armada von Käsefüßen. Offenbar waren die Socken einiger Bescuher schon länger auf spiritueller Reise gehabt als sie selbst. 😄🧦🧀

    Und überhaupt: Der ganze Tempelkomplex wirkt wie eine Mischung aus Schatzkammer, Märchenwelt und „bitte nicht blinzeln, sonst verpasst du was“.

    Weiter ging’s zum berühmten Wat Pho, wo der 46 Meter lange liegende Buddha so groß ist, dass man beim Fotografieren überlegen muss, ob man ein Panorama machen oder sich einfach in die Luft katapultieren lassen sollte. Man beginnt am Kopf, geht 20 Schritte, und plötzlich denkt man: „Ah! Da ist ja immer noch Buddha!“

    Abends stürzten wir uns in Chinatown. Kurz gesagt: Neonlichter, Düfte von 200 Garküchen gleichzeitig, und Autos, die anscheinend beschlossen haben, bedingungslos aufzugeben und einfach in Schrittgeschwindigkeit dahinzurollen. Ein Fest für alle Sinne – und die Lunge, die plötzlich in einer Wolke aus gebratenem Knoblauch wohnt.

    Tag 2: Lumphini Park – Die Bangkok-Drachen

    Heute entschieden wir uns für den Lumphini Park. Warum? Wegen der Drachen. Und nein, das ist kein Witz: Die riesigen Warane (bis zu 2 Meter lang) dort laufen herum, als gehörte ihnen der ganze Park und wir seien nur geduldete Besucher. Sie wirken harmlos, sind aber definitiv nicht das, was man freiwillig streicheln möchte. Man sitzt gemütlich auf der Wiese – und plötzlich trottet eine 1,5-Meter-Echse vorbei, als würde er sagen:„Sawadee ka, ich kontrolliere hier die Ausweise.“

    Abends über den Dächern der Stadt – und später mitten in Nana: One Night in Bangkok

    Bei der Suche nach einer halbwegs „seriösen“ Abendlokation (man will ja zumindest anfangs so tun, als hätte man Stil) stolperten wir über eine Rooftop-Bar in 142 Metter Höhe auf dem Dach eines Luxushotels. Dort oben präsentierte sich uns Bangkoks moderne Seite – glänzend, schillernd und so hoch, dass selbst Google Maps kurz Schnappatmung bekam. Der Ausblick auf das nächtliche Bangkok war einfach traumhaft… so traumhaft, dass wir fast vergessen hätten, unser Getränk für mindestens 30 € zu trinken, bevor es warm wurde.

    Der Abend führte uns weiter zum legendären Nana Plaza. Schon am Eingang mehr Sicherheitskontrolle als bei einem innereuropäischen Flug – es fehlte eigentlich nur noch, dass jemand unsere Schuhe auszieht. Drinnen dann: Musik, Lichter, Bars und eine Menge sehr hübscher Frauen, die entweder im Bikini tanzten oder oben ohne in einem kleinen Pool eine Schaumparty feierten, als wäre das ungefähr so alltäglich wie Brötchen holen. Zusätzliche „Services“ wurden ebenfalls angeboten, aber wir waren selbstverständlich nur wegen der kulturellen Feldforschung und des Bieres da. Selbstverständlich. Ganz bestimmt.

    Verkehrschaos „extra spicy“

    Zum Tagesabschluss wagten wir uns wieder hinein in Bangkoks berühmtes Verkehrsbiest. Ampeln scheinen hier mehr symbolischen Charakter zu haben – eher freundliche Vorschläge als verbindliche Regeln. Motorräder benutzen den Gehweg wie einen persönlichen VIP-Shortcut, schlängeln sich durch Busse hindurch oder fahren einfach mal kurz entgegen der Fahrtrichtung. Kurz gesagt: Wer den Verkehr in Bangkok übersteht, kann sich problemlos für die Formel 1 bewerben – oder zumindest für „Ninja Warrior“.

    Bangkok kann vieles: überraschen, verwirren und manchmal auch ein kleines bisschen traumatisieren. Aber eines wird es garantiert nie: langweilig.

  • Thailand – Bangkok

    Gestern sind wir ganz entspannt in nur einer Stunde von Chiang Mai nach Bangkok (Flughafen Don Mueang) geflogen. Voll motiviert wollten wir uns danach selbst ein bisschen „Travel-Hardcore“ gönnen und versuchen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu kommen. Google Maps oder ChatGPT? Erst mal komplett unbrauchbar. Also dachten wir uns: Folgen wir einfach den Schildern, was soll schon passieren? Nach etwa zehn Minuten Fußmarsch hatten wir tatsächlich einen Zug Richtung Stadt (Red-Line-Station Don Mueang) gefunden. Beim Ticketkauf standen wir dann allerdings länger da als bei manchem Immigration-Schalter. Warum? Weil es scheinbar zwei verschiedene Namen für die Central Station gibt – „Krung Thep Aphiwat“ und „Bang Sue Grand Station“. Auf Infoschildern, Ticketautomaten und selbst im Zug – jeder Steckenplan hatte einen anderen Lieblingsnamen. Da kann man schon mal dezent verwirrt sein.

    Wir haben dann beschlossen: „Ach, wir probieren es einfach!“ Also 40 Baht in Münzen eingeworfen – und der Automat hat uns zwei kleine schwarze Chips ausgespuckt, als würden wir gleich ins Casino statt in die Stadt fahren. Rein kommt man, indem man den Chip brav auf den Ticketschrank-Magnet-Sensor hält. Raus kommt man, indem man ihn wieder einwirft. Sehr retro, sehr charmant – und wir sind immerhin angekommen!

    Der Weg von der Central Station zu unserem Hotel hätte eigentlich ganz entspannt sein sollen … dachten wir zumindest. In Wirklichkeit erwartete uns jedoch eine kleine „Bangkok-ÖPNV-Olympiade“. Wir hätten zweimal umsteigen müssen, und jedes Mal brauchte man ein neues Ticket. Die perfekte Route laut Plan: Metro → Skytrain (BTS) → Bus → und am Ende noch ein kleiner Spaziergang. Für gerade mal 7 Kilometer! Die geschätzte Reisezeit: über eine Stunde.

    Also haben wir beschlossen, uns nicht weiter sportlich zu verausgaben und stattdessen ein Grab-Taxi zu nehmen. Preislich kaum ein Unterschied – nur eben eindeutig weniger „Verkehrs-Akrobatik“.

    Doch Bangkok wäre nicht Bangkok, wenn es nicht noch eine Überraschung parat hätte: Stau. Viel Stau. So richtig viel Stau. Für die 7 Kilometer haben wir am Ende trotzdem eine gute halbe Stunde gebraucht. Immerhin mussten wir dafür nicht mit drei verschiedenen Tickets jonglieren.

    Zur Auffrischung unseres Abenteuergeists sind wir anschließend Richtung der berühmten und berüchtigten Khao San Road marschiert. Und dort hat uns eine Atmosphäre empfangen, die man eigentlich nur als „kontrolliertes Chaos mit Entertainment-Garantie“ beschreiben kann. Zwischen Spießen mit schwarzen Skorpionen, knusprig frittierten Würmern und gegrilltem Krokodil wirbelten die Düfte des Streetfoods durcheinander. Aus den Pubs an der Straße dröhnte die Musik der DJs, während ein paar Ladyboys wild tanzend auf Tischen ihre eigene kleine Show hinlegten. Zwischendrin kamen Angebote für Lachgasballons und – natürlich – die unvermeidliche Ping-Pong-Show, die einem an jeder Ecke geflüstert wird. Kurz gesagt: Die Khao San Road ist ein Ort, an dem man in wenigen Minuten mehr Kuriositäten sieht als anderswo in einer ganzen Woche.

  • Thailand – Khao Lak

    Ursprünglich wollen wir mit dem Bus von Phuket nach Khao Lak fahren, was sich aber als etwas kompliziert ohne thailändische Sprachkentnisse und ziemlich zeitaufwändig herausstellte. So haben wir uns dann für ein Taxi entschieden. Für die Fahrt von Kamala Beach nach Khao Lak (ca. 100 km) benötigt man ungefähr 2 Stunden. Die Fahrt hat 1.700 Baht gekostet (ca. 45 €).

    Auf dem Weg kann man so einige kuriose „Kunstwerke“ bestaunen – oder besser gesagt: elektrische Abenteuer. 😅
    So sehen hier nämlich die Stromleitungen und Verteilungen aus – ein echtes Meisterwerk, bei dem deutsche Elektromeister wahrscheinlich Schnappatmung kriegen würden. ⚡️😂
    Manchmal sieht man nachts sogar kleine Lichtbögen – fast wie ein gratis Feuerwerk, nur mit dem gewissen Nervenkitzel inklusive! 💥😉

    Ich (Xin) hab’s gleich richtig krachen lassen und mich direkt für drei Tauchtagestouren angemeldet: Richelieu Rock, Koh Bon und „The Dome“ bei Koh Tachai. Richelieu Rock gilt ja als einer der besten Tauchspots der Welt – also, wenn schon, denn schon!
    Die Fahrt dorthin mit dem Schnellboot dauert etwa 1 Stunde und 20 Minuten – klingt harmlos, ist aber bei Wellengang eher wie ein kostenloser Ritt auf einem elektrischen Bullen. 🐂🌊
    Und das Beste: Das Schaukeln hört nicht auf, wenn man wieder anlegt! Mein Magen hat jedenfalls beschlossen, seine eigene kleine Performance hinzulegen. Ich musste mich zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Tauchboot übergeben – aber hey, ich war nicht allein! Team „Reling-Fütterung“ war an dem Tag gut besetzt. Die Fische unten haben sich bestimmt über den extra Snack gefreut. 😅🐠
    Aber kaum war ich mit der Ausrüstung im Wasser, war alles vergessen. Plötzlich nur noch Ruhe, Farben, Fische überall – wie in einem gigantischen Aquarium, nur ohne Eintrittskarte. Diese Unterwasserwelt ist einfach unbeschreiblich schön … und mein Magen war zum Glück auch endlich wieder still. 😌🤿

    Kleiner Hinweis am Rande: Für den Nationalpark Mu Ko Similian, einer Ansammlung von kleinen unbewohnten Inseln in Andamanensee, wo man sehr schöne Tauschspots hat, muss man zusätzlich 500 Baht Gebühren pro Tag bzw. Tauschausflug zahlen. Ganz schön happig – aber die fast unberührte Unterwasserwelt ist es jedoch wert. Der Nationalpark ist nämlich das halbe Jahr (von Mai bis Oktober) gesperrt. Insgesamt kosten zwei Tauchgänge pro Tag 6.700 Baht, also ungefähr 180 €. Kein Schnäppchen, aber für Weltklasse-Tauchspots, bunte Unterwasserpartys und rundum gut „gefütterte“ Fische absolut akzeptabel. Die Tauchspots sind für Schnorchler nur bedingt empfehlenswert. Des Weiteren muss als Schnorchler im Nationalpark eine Schwimmweste benutzen. Stört und man kann nicht mal kurz zu den Fischen abtauchen.

  • Thailand – Phuket Elephant Sanctuary

    Wenn man in Thailand Elefanten hautnah erleben möchte, dann bitte, bitte nicht in den Zoo gehen oder auf Elefanten reiten – und auch nicht mit ihnen baden. Das ist für die Elefanten sehr stressig, und sie werden gezwungen, solche Aktivitäten mit Menschen zu machen. Das dient nicht dem Wohl der Tiere, sondern allein der Unterhaltung der Menschen.

    Deshalb haben wir uns für eine Einrichtung entschieden, in der man diese intelligenten Tiere aus der Ferne beobachten kann – ganz ohne sie zu stören.

    Alle geretteten Elefanten haben eine schwere Vergangenheit hinter sich. Manche tragen sogar sichtbare Verletzungen. Eine Elefantendame ist fast blind. Jeder von ihnen hat einen eigenen Namen und eine eigene Geschichte.Sie schließen Freundschaften untereinander, und jeder hat eine ganz besondere Persönlichkeit – genau wie wir Menschen.

    Unser Guide KT kennt die Geschichten jedes einzelnen Elefanten und kann unglaublich viel über sie erzählen und alle Fragen beantworten.

    Am Ende durften wir sogar zwei Elefanten füttern – natürlich erst, nachdem wir uns gründlich die Hände gewaschen hatten.

  • Thailand – Phuket

    Nach dem Tsunami 2004 wurde vieles auf der Insel zwar wieder aufgebaut, aber überall stehen noch Notunterkünfte und halbfertige Hotel-Ruinen herum – wie eine Dauerbaustelle mit Meerblick.
    Die Leute hier sind trotzdem unglaublich freundlich. Im Gegensatz zu den eher grantigen Deutschen, die sich gern mit einem knappen „Hallo“, „Servus“ oder „Moin Moin“ begnügen, begrüßen dich die Thailänder mit gefalteten Händen vor der Brust, einem warmen Lächeln und einem melodischen „Sawasdee ka!“.
    Und an Freizeitmöglichkeiten mangelt es hier nicht – hier kann man wirklich alles machen, außer sich langweilen. Von Ausflügen in Elefanten Parks, mit dem Longtail-Boot oder Speed Katamaran zu den umliegenden Inseln fahren, oder einfach nur Baden oder Schnorcheln im Indischen Ozean.

    Wir haben eine Bootstour zu den Phi-Phi-Inseln gemacht. Ganz ehrlich: ziemlich touristisch – überall Boote, Menschen und Musik. Aber die Landschaft macht das wieder wett. Das türkisfarbene Wasser, die hohen Kalksteinfelsen und die kleinen Buchten sehen wirklich traumhaft aus.

    Auf Phi Phi Leh, der kleineren Insel, liegen die Viking Cave und der berühmte Maya Beach, der zum Nationalpark gehört. Man darf hier nicht direkt mit dem Boot reinfahren oder schwimmen. Der Zugang zur Bucht wird sogar immer für einige Monate im Jahr gesperrt. Glück gehabt :)) Auf Phi Phi Don, der größeren Insel, gibt es die Monkey Bay – dort turnen auf Strand wilde Affen herum. Süß anzuschauen, aber nur mit etwas Abstand, auch füttern ist verboten.

    Tipps: Man kann Apps(z.B. Grab) installieren um ein Taxi zu bestellen oder sich Essen liefern lassen. Das Uber von Südostasien sozusagen. Visa oder Alipay wurde in vielen Restaurants und Supermärkten akzeptiert. Man sollte auf Hygiene des Restaurants achten, wenn es schon nicht sauber erscheint lieber weitergehen. Zudem sollte man unbedingt eine klassische Thai-Massage genießen, mit oder ohne Happy-End :))) Kosten für die regluläre Thai-Massage ca. 350-400 Baht für 60 min.

  • China – Chengdu – Stadt der Pandas, des Tees und der tiefen Entspannung

    Wenn du nach Chengdu reist, mach dich bereit für eine Stadt, die moderne Großstadtvibes mit gemütlicher Teehaus-Ruhe verbindet – und natürlich mit viel, viel gutem Essen!

    💡 Tipp: Such dir ein Hotel in der Nähe einer U-Bahn-Station. Das Metro-Netz ist super praktisch – schnell, sauber und bringt dich fast überall hin. Die Stadt ist außerdem ein Paradies für Feinschmecker. Überall duftet es nach heißem Sichuan-Pfeffer, Nudelsuppe und gegrillten Spießen. 😋 Und das Beste: Senioren über 60 Jahre kommen bei vielen Sehenswürdigkeiten kostenlos rein – kein Scherz!

    Chengdu ist außerdem unglaublich grün. Unter fast jeder Hochstraße ranken Pflanzen – manchmal fühlt man sich wie in einem postapokalyptischen Dschungel-Film, nur eben mit Bubble Tea statt Zombies. 🌿

    🏮 Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest

    🏘️ 1. Kuanzhai Xiangzi – Die „breiten und schmalen Gassen“

    Ein Mix aus Tradition und Trend: kleine Läden mit handgemachtem Schmuck, charmante Teehäuser und duftende Restaurants.Perfekt zum Bummeln, Snacken und Fotos machen. Touristischer Hotspot, aber auf die gute Art. 📸

    🫖 2. Volkspark (Renmin Gongyuan)

    Hier siehst du, wie man in Sichuan das Leben genießt: Menschen spielen Mah-Jongg, trinken Tee am Wasser, plaudern oder dösen in der Sonne.Setz dich dazu, bestell einen Jasmintee – und vergiss die Zeit.

    ☁️ „Wer in Chengdu eilt, macht etwas falsch.“

    🎭 3. Jinli-Fußgängerstraße

    Ein Muss für Kultur- und Fotofans! Hier kannst du in ein Teehaus gehen, Sichuan-Oper mit Gesichtswechsel („Bian Lian“) anschauen und lokale Snacks probieren. Abends ist die Straße wunderschön beleuchtet – ein echter Hotspot für Nachtspaziergänge. ✨

    🌃 4. Twin Towers, SKP & „Tower of Vitality“

    Chengdus moderne Seite: zwei leuchtende Türme, schicke Architektur, Musik- und Wassershows. Am besten abends hingehen – dann ist alles in buntem Licht und wirkt fast futuristisch.

    💎 Wenn Shanghai cool ist, dann ist Chengdu charmant – und etwas entspannter dabei.

    🛍️ 5. Taikoo Li & Chunxi Road

    Das Paradies für Shoppingfans und Foodies. Von internationalen Marken bis zu trendigen Cafés – hier kannst du einen halben Tag verlieren (und vielleicht dein Kreditlimit gleich mit 😅).

    🐼 6.Große Panda-Aufzuchtstation

    Das Herz von Chengdu. Natürlich die Attraktion schlechthin! Tickets (55 RMB) solltest du vorher online kaufen. Wenn du nicht alles laufen möchtest, nimm den Shuttlebus im Park (30 RMB, leider keine Seniorenrabatte).⏰ Beste Zeit: Frühmorgens! Dann sind die Pandas aktiv. Sobald es wärmer wird, tun sie das, was sie am besten können: schlafen. 😴💡 Insider-Tipp: Das lange Warten auf den berühmten Panda „Huahua“ (ca. 1 Stunde!) lohnt sich kaum – oft sieht man ihn nur dösen. Viel schöner ist der Besuch der Sonnen-, Mond- oder Sternen-Geburtsstationen – dort sind viele junge, verspielte Pandas und auch kleine rote Pandas! 🐾

    ❤️ Achtung, akute Niedlichkeitsüberdosis möglich!

    🏺 7. Sanxingdui-Museum – Bronze, Mythen und Staunen

    Ein absolutes Muss für Geschichtsfans. Tickets (75 RMB) müssen vorab reserviert werden. Die Exponate – uralte Masken und geheimnisvolle Statuen – sind einfach beeindruckend. Man verlässt das Museum mit einem „Wow“ und einem „Wie haben die das damals bloß gemacht?!“ 🤯

    💧8. Dujiangyan-Staudamm – Nur, wenn du wirklich willst.

    Viele sagen, man müsse hin. Ich sage: Kann man, muss man aber nicht. Ziemlich touristisch, überlaufen und nicht gerade günstig (Eintritt 80 RMB + Shuttlebus 15 RMB). Die Landschaft ist nett, aber kein „Wow“-Moment. Wenn du trotzdem hingehst, nimm dir Zeit, geh langsam und besuche den „Er wang“-Tempel oben – der Blick lohnt sich! 🌄

    ☕ Fazit: Chengdu in einem Satz

    Chengdu ist keine Stadt für Hektiker – sie ist für Genießer. Für Teetrinker, Panda-Liebhaber, Geschichtsfans und Menschen, die einfach mal nichts tun wollen.

    🧘‍♀️ In Chengdu gilt:„Langsam ist das neue Schnell.“

  • Schweden – Stockholm Tag 3 – Skansen

    Heute haben wir uns einen ganzen Tag im Skansen Stockholm gegönnt – eine Art „All-inclusive-Museum“: Freilichtmuseum, Zoo, Aquarium, Zeitreise, Geschichtsunterricht und ein bisschen „Bullerbü zum Anfassen“. Kurz gesagt: Alles außer einer Achterbahn.

    Auf dem Gelände stehen rund 150 Gebäude, die quer durch Schweden eingesammelt und hier wieder aufgebaut wurden – vom schlichten Holzschuppen (praktisch, wenn man mal spontan Feuerholz lagern möchte) über kleine Bauernhäuser bis hin zu stattlichen Gutshäusern mit eigenen Gästeflügeln. Selbst Kirchen und Schulen sind dabei – wer also unbedingt mal im Urlaub noch einen kleinen Mathe-Test nachholen möchte, hat hier die Chance.

    Das Beste: In vielen der Häuser sitzen oder stehen Menschen in originalgetreuer Kleidung aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert. Sie backen Brot, flicken Netze oder schauen geduldig in ihre Smartphones (okay, letzteres eher nicht). Und wenn man Fragen stellt, bekommt man freundliche Antworten – auf Schwedisch oder Englisch. Wahrscheinlich hätten sie uns auch auf Klingonisch geantwortet, wenn wir höflich gefragt hätten.

    Natürlich gibt es auch jede Menge Tiere. Die Elche haben uns mit dem typischen „Ich bin größer als dein Auto“-Blick bedacht, während die Luchse und Vielfraße aussahen, als hätten sie gerade beschlossen, noch fünf Minuten länger auszuschlafen. Besonders putzig waren die Polarfüchse, die offenbar den Dresscode „fluffig“ besonders ernst nehmen. Und natürlich dürfen die Klassiker wie Bären, Robben und diverse Bauernhoftiere nicht fehlen – von der Ziege bis zum Schwein, das wahrscheinlich insgeheim die wahre Attraktion für Kinder ist.

    Besonders spannend waren übrigens die Robben: Die tauchen nämlich gerne mal völlig unverhofft direkt vor den Besuchern aus dem Wasser auf – und spucken oder niesen dabei durch die Gegend. Ein bisschen wie ein Unterwasser-Lama mit eingebauter Spritzpistole. Uns hat es zum Glück nicht erwischt, aber wir standen live daneben, als andere eine „Gratis-Erfrischung“ abbekommen haben. Für manche vielleicht nervig – für die Robben eindeutig das Highlight des Tages.

    Und falls einem das alles noch nicht genug ist: Im Sommer gibt’s auf der Freilichtbühne mitten im Park Konzerte. Von klassischer Musik über Volksmusik bis zu Schlagern ist alles dabei – quasi die Spotify-Playlist in Live-Version.

    Fazit: Skansen ist ein bisschen wie Schweden im Miniaturformat – nur dass man keine 2.000 Kilometer durch Wälder, Seen und Fjorde fahren muss, um alles zu sehen. Praktisch, oder?

    Am Ende des Tages haben wir uns noch einmal von den Hügeln im Skansen den Panoramablick über Stockholm gegönnt – die perfekte Mischung aus Postkartenmotiv und „Wo war noch mal unser Hotel?“-Orientierungshilfe.

    Zum krönenden Abschluss des Abends gab’s dann endlich das, was man in Schweden einfach probieren muss: Köttbullar. Und ja, sie schmecken tatsächlich besser als die IKEA-Kantinen-Variante – auch wenn man bei jedem Bissen das Gefühl hat, gleich müsste irgendwo ein Billy-Regal mit inbegriffen sein.

    Theoretisch hätte man den Abend danach noch in einer Bar ausklingen lassen können – schwedisch, international oder (kein Scherz) sogar deutsch, direkt ums Eck vom Hotel. Aber die Preise für Alkohol in Schweden (und erst recht in Dänemark oder Norwegen) sind so ambitioniert, dass man fast einen Kleinkredit beantragen müsste, nur um ein Bier zu bestellen. Also haben wir beschlossen, den Barbesuch einfach zurück nach München zu verlagern – da kennt man wenigstens schon die Schmerzgrenze an der Kasse.

  • Norwegen – Skarsvåg

    Unsere Unterkunft in Repvåg ist eine Holzhütte im skandinavischen Stil – und wenn ich „direkt am Wasser“ sage, meine ich direkt. Wer zu weit auf der Veranda nach hinten tritt, braucht vielleicht schon Schwimmflügel. Der Blick über den Porsangerfjord ist jedenfalls jeden Morgen wie ein Postkartenmotiv, nur dass hier kein Photoshop im Spiel ist.

    Heute ging’s auf eine dreistündige Wanderung zum Kirkeporten bei Skarsvåg – einer Klippenformation, die aussieht, als hätte die Natur beschlossen, spontan eine Kathedrale zu bauen, aber dann nach dem Portal aufgehört. Die Fahrt dorthin dauerte etwa eine Stunde. Strahlender Sonnenschein, endlose Landschaft und natürlich: Rentiere. Die stehen hier am Straßenrand wie Kühe in Bayern – nur irgendwie fotogener.

    Der Weg führte über einen kleinen Berg bei Skarsvåg, und es dauerte keine zehn Minuten, bis wir mitten im „Rentier-Highway“ standen. Manche kamen so nah (etwa zehn Meter), dass man fast erwartet hätte, sie würden gleich fragen, ob wir einen Snack dabeihaben. Wir blieben brav stehen, um sie nicht zu stören – auch wenn sie uns vermutlich eh für unspektakulär hielten. Das Highlight: Wir entdeckten einige seltene weiße Rentiere, die bei den Samen als Glücksbringer gelten. Ob das Glück auch beim Lotto hilft, wird sich noch zeigen.

    An den Klippen angekommen, stand er da: der Kirkeporten. Aus der richtigen Perspektive sieht man durch das steinerne „Kirchenportal“ direkt auf das Nordkaphorn – das tatsächlich wie das Horn eines Nashorns wirkt, das aus dem Felsen wächst. Wir kletterten bis an den Fuß der Klippen und einmal durch das Portal hindurch. Wer hier nicht mindestens 37 Fotos macht, hat wohl vergessen, den Auslöser zu finden.

    Zurück ging’s mit Sonnenstrahlen im Gesicht, Rentierbildern auf der Kamera und der beruhigenden Gewissheit, dass Glück heute nicht nur eine Frage von weißen Rentieren war – sondern auch von atemberaubender Landschaft.

  • Norwegen – Nordkap

    Von Alta bis zum Nordkap – nur drei Stunden mit dem Auto… dachten wir. In Wahrheit haben wir gefühlt doppelt so lange gebraucht, weil wir alle paar Kilometer anhalten mussten. Die Landschaft war einfach zu schön, um einfach vorbeizufahren – und die Kamera bekam mehr Arbeit als der Motor.

    Zwischendurch sorgten Rentierfamilien für Verkehrschaos: Sie überquerten die Straße in aller Seelenruhe, als hätten sie einen VIP-Pass.

    Am „nördlichsten Punkt Europas“ angekommen, erwartete uns ein voller Parkplatz und jede Menge Selfie-Touristen. Die erste Reaktion: leichte Enttäuschung. Doch Geduld zahlt sich aus – später war es fast leer, die Aussicht war gigantisch, und wir bekamen unser perfektes Foto: ohne Menschentraube, nur wir, das Meer und das Ende der Welt