Schlagwort: Fazit

  • Australien – Fazit aus unserer Sicht

    Land und Leute:

    Australien ist wirklich faszinierend. Sowohl die Landschaften und Pflanzen, als auch die einzigartigen Tiere. Je nach Bundesstaat (oder besser gesagt: Nord, Ost, Süd, West oder Mitte) gibt es hier unterschiedliche Klimazonen. Wir haben fast alles erlebt: Gemäßigtes Klima im Süden (ähnlich Deutschland), trophisch und subtrophisch im Norden und Osten (mit Regenwald und feuchtwarmer Luft), und Wüste in der Mitte (mit sehr trockener, heißer Luft).

    Besonders begeistert waren wir von den vielen Tieren, die man entweder mit etwas Glück in der freien Natur oder in Wildgehegen/Zoo’s entdecken kann. Kängurus, Wallabies (die kleinen Vertreter der Kängurus), Wombats, Dingos und Schlangen, um nur ein paar zu nennen. Im Osten gibt es auch Bananenplantagen und riesige Zuckerrohrfelder, welche wahrscheinlich in der Zeit der Kolonialisierung eingeführt wurden. Es gibt riesige Rinderfarmen in der Mitte (welche sich über mehrere Dutzend Hektar erstecken) und Weingebiete im Süden. Weiße Strände und blaues Meer gibt es massig entlang der Küste. Wobei es je nach Jahreszeit im Süden etwas kalt zum Baden sein kann. Das Great Barrier Reef sollte man kennen und ggf. auch mit einem Tauch- oder Schnorchelausflug besuchen.

    Öffentliche Einrichtungen wie Museen und Ausstellungen sind oft kostenlos. Es gibt fast überall kostenlose öffentliche Toiletten, meistens sehr sauber. Da kann sich Deutschland mal eine Scheibe abschneiden. An den Steuereinnahmen liegt es scheinbar nicht, den Australien verwendet die Steuereinnahme eher für die eigene Bevölkerung, statt es in alle Welt und an jeden zu „verschenken“

    Die Australier sind meistens sehr freundlich, locker („no worries“) und hilfsbereit. Aufgrund der Landessprache ist die Verständigung auf Englisch ein Kinderspiel 😉Die Aboriginals, wenn man mal welche sieht, sind manchmal etwas unhöflich und grantig (wie man in Bayern sagt). Aber auch hier gibt es wie überall Ausnahmen. Sie werden auch 200 Jahre nach der Kolonialisierung noch oft ausgegrenzt, was sich auch in ihrer Haltung gegenüber den „Eingewanderten“ und Touristen zeigt. Auch haben viele Australier (nicht nur die Aboriginals) ein Alkoholproblem. Am Straßenrand immer Schilder, die vor Alkoholkonsum warnen und Alkoholkontrollen am Straßenrand. So viele habe ich trotz mehr Verkehr in Deutschland in so kurzer Zeit und am helllichten Tag noch nie gesehen. Dazu aber später noch etwas mehr. In Australien gibt es ca. 27 Mio. Einwohner welche sich hauptsächlich in großen Städten wie Sydney, Melbourne oder Adelaide entlang der Küstenlinie angesiedelt haben. Ansonsten viele kleinere Ortschaften, teilweise nur mit einem Dutzend Einwohner. Ein besonderer Fakt ist die Hauptstadt: Canberra, weder die größte noch schönste Stadt in Australien, wurde im Landesinneren aus dem Boden gestampft um keine Stadt wie Sydney oder Melbourne zu bevorzugen bzw. einen Wettbewerb/Streit zu verhindern.

    Verkehr:

    Hier herrscht Linksverkehr, was gerade in Städten, an Kreuzungen und Kreisverkehren zu anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten führen kann. Auch ist logischerweise bei Mietwagen oder Campern das Lenkrad auf der „falschen“ Seite 😉 Wegen der anderen Sitzposition neigt man dazu anfangs zu weit links am Straßenrand zu fahren. Aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte ist der Verkehr überschaubar. In den großen Städten etwas mehr, aber kein Vergleich zum München oder Berlin. Brisbane ist hier etwas anders. Hier ist es sehr eng aufgrund der Hügel in und um die Stadt. Große Kreuzungen sind oft unübersichtlich. Man muss sich früh einordnen, wenn man oder auch GoogleMaps weiß wohin man will. Oft gibt es Straßen, die sich über- oder untereinander kreuzen, was die Orientierung etwas schwer macht. Ein paar Mal sind wir falsch abgebogen, was uns in Sydney oder Melbourne nie passiert ist. Auf dem Land ist man fast allein unterwegs … im Outback kann es schon mal sein, dass man 1 Stunde fährt ohne andere Autofahrer zu treffen. An den Straßenrändern immer Schilder mit Ausschriften wie „Don’t drink and drive“, „Drink Drive. Selfish Prick.„, „Take a break – Fatigue kills“ oder „Stock crossing“. Natürlich wird auch immer vor Kängurus, Wombats oder in einigen Regionen vor Kasuaren und Emu‘s auf der Straße gewarnt.

    Zugverbindungen gibt es an der Küste vereinzelt, diese haben wir aber nicht genutzt. Von Süd nach Nord (quer durchs Outback) gibt es den GHAN, eine luxuriöse Zugverbindung, die man mindestens 6 Monate, wenn nicht sogar 1 Jahr, vorher buchen sollte (wenn man genügend Kleingeld hat 😉). In den großen Städten gibt es einen guten ÖPNV. Wir sind in Sydney, Brisbane und Adelaide oft mit örtlichem Bus und Zug gefahren, was auch relativ günstig ist. Man kann hier einfach per „Tap n Go“ kontaktlos (NFC) mit Kreditkarte oder Handy im Bahnhof/Zug, im Bus oder auch die Fähre bezahlen, was sehr bequem ist. Keine Automaten, kein Tarif-Wirrwarr. In Melbourne empfiehlt sich eine „MyKi“-Card, mit der man günstig und auch per Tap den Bus oder Zug bezahlen kann.

    Um da Land richtig zu erkunden, empfiehlt es sich ein Wohnmobil (es gibt Massen von Touristen die mit Campern in Australien unterwegs sind) oder zumindest einen Mietwagen zu buchen. Mietwagen kann man eher kurzfristig (1 Woche im voraus) buchen. Bei Wohnmobilen sieht es etwas anders aus. Diese sollte man wegen der Verfügbarkeit und der Preise mindestens 3 Monate vor Start reservieren. Wir hatten 1,5 Monate im Voraus nicht mehr die volle Auswahl und mussten deshalb upgraden und mehr bezahlen. Generell empfiehlt sich auf die Versicherung zu achten. Es gibt nur eine Basisversicherung mit hoher Selbstbeteiligung. Das All-inklusive-Paket kostet deutlich mehr. Wir haben sowohl Mietwagen als auch unseren Camper über Vergleichsportale (Mietwagen z.B. Ch…24 oder AutoEuro… / Camper z.B. Ch…24 bzw. CampStar) gebucht. Das war etwas günstiger als über die direkte Vermietung und man konnte günstiger eine Zusatzversicherung (mit Rückerstattung der Selbstbeteiligung) für eventuelle Schäden abschließen.

    Geld und Kosten:

    Der Wechselkurs war in Australien war ungefähr 1 Euro : 1,5 Australische Dollar. Hier empfiehlt sich generell die Kartenzahlung. Was zwar manchmal mit 1,5% Gebühren „belohnt“ wird, aber noch günstiger ist als Geld zu Tauschen oder am Bankautomaten zu ziehen. Wir hatten 100 AUD, welcher wir am Ende noch irgendwie ausgeben mussten.

    Hotels in Sydney waren gerade zum Jahreswechsel extrem teuer, so etwas auf Oktoberfest-Niveau. Aber das war irgendwie eingeplant. Wann hat man schon mal die Chance Silvester am anderen Ende der Welt und am Sydney Harbour mit Oper im Hintergrund zu Feiern. Mal abgesehen von Sydney im großen Apartment für 200 €/Nacht und Yulara (mitten im Outback für 160€/Nacht), waren die Preise ohne Frühstück bei ca. 60 € – 80 € im 4* Hotel relativ erschwinglich. Auch hier hilft wieder der Preis-Check mit verschiedenen Vergleichsportalen.

    Einkaufen und Essen war etwas günstiger Deutschland, wobei Alkohol, aber auch Wasser in Flaschen deutlich teurer ist als in Deutschland. Flasche Bier etwas 3 AUD (2 €) für 0,33 Liter … wobei man das nicht im Supermarkt, sondern nur bei lizensierten Händlern bekommt. Liegt wohl daran, das Australien ein Alkoholproblem hat und die Alkoholsteuer sehr hoch ist. In Bars und Restaurants kann das „kleine“ Bier schon mal 15 AUD kosten. Das günstigste Flaschenwasser kostet etwa 0,5 € pro Liter. Etwas günstiger sind hier 5 oder 10 Liter Kanister mit integriertem Zapfhahn. Aber immer noch mindesten 50% teurer als in Deutschland.

    Taxis sind etwas günstiger als in Deutschland, wobei man hier auch Uber nutzen kann. Wir haben einmal 14 € für 4 Kilometer mit dem Taxi bezahlt. Mit Uber kostete der Flughafentransfer etwas 14 AUD für 6 Kilometer. Also etwas günstiger als ein normales Taxi. In den großen Städten waren wir mit Bus und Bahn unterwegs. In Sydney waren es ca. 2 € pro Fahrt (max. 50 AUD/33 € pro Woche). In Melbourne und Adelaide waren die Preise ähnlich. In Brisbane gab spezielle Tarife für 0,5 AUD pro Fahrt, was über die Woche verteilt sehr günstig war. Teilweise sind wir den halben Tag Fähre gefahren 😉

  • Vietnam – Fazit aus unserer Sicht

    Land und Leute:

    Vietnam ist landschaftlich sehr schön. Es gibt Berge, Strände, Regenwald und einige Inseln. Wir waren hauptsächlich entlang der Küste unterwegs. Große Städte, egal ob von Süden oder Norden gestartet, sind Hanoi als Hauptstadt, sowie Da Nang und Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon). Es gibt überall Einflüsse der französischen Kolonialzeit, in Form von alten Häusern, Kirchen und Straßen-/Ortsnamen. Auch der Vietnamkrieg ist durch Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten allgegenwärtig. Die Einwohner in den großen Städten sind eher aufgesetzt freundlich gegenüber Touristen. Bei weitem nicht so herzlich wie in den Ländern zuvor. Auf dem Land ist es komplett anders. Hier sind die einfachen Menschen sehr freundlich und zuvorkommend.

    Verkehr:

    Der Verkehr in den großen Städten ist die absolute Katastrophe. 80% sind mit dem Motorroller unterwegs und halten sich an gar keine Regeln. Das hat mehrere Gründe: man benötigt nicht zwingend einen Führerschein (keine Fahrausbildung mit Lernen der Regeln), Roller sind günstiger (man kann sie notfalls überall leihen) und es gibt in den Städten ohnehin keine Parkplätze, weshalb die Roller auch oft auf den Gehwegen abgestellt werden. Zum Leid der Fußgänger, die dann auf die Straße ausweichen müssen. Des Weiteren wird mit dem Roller bei Stau auch gerne über den Fußweg gefahren, ungeachtet der Fußgänger. Wir haben mehre Unfälle mit Rollern gesehen und laut Statistik gibt es hier 6 mal mehr Verkehrstote pro 1000 Einwohner als in Deutschland. Man muss wirklich überall aufpassen. Unsere Empfehlung um über Straßen und Kreuzungen zu kommen: eine Lücke abwarten und einfach Gehen, die Roller bzw. Autos halten an oder weichen aus. Niemand will hier einen Touristen anfahren. Das gibt ordentlich Ärger. Mietwagen gibt es hier deshalb hauptsächlich mit Chauffeur, was ordentlich Geld kostet. Vom selbst Fahren zumindest in großen Städten würden wir abraten. Man kann zwar überall Roller mieten, möchte aber auch heil wieder nach Hause kommen. Wir waren in der Stadt oder Umgebung immer zu Fuß oder mit GRAB-Taxis unterwegs. Es gibt Busse, aber die stecken auch meist im Verkehr fest. Für große Strecken über Land gibt es Busse oder an der Küste entlang auch Zugverbindungen. Busse und Züge sind etwas günstiger als Inlandsflüge. Man muss aber viel Zeit mitbringen. Die Zugfahrt von Hanoi nach Ho-Chi-Minh (ca. 1600 km) dauert ungefähr 1,5 Tage. Kosten 60-80 €. Beim Bus ist es zeitlich ähnlich, nur ungefähr zum halben Preis.

    Geld und Kosten:

    Der Wechselkurs war in unserer Zeit in Vietnam ungefähr 1 Euro : 30.500 Vietnamesische Dong. Die Scheine fangen erst bei 10.000 VND an. Einmal Geld in Vietnamesischen Dong abgehoben und wir waren Millionäre 😉

    Übernachten kann man günstig in Vietnam. Auch hier lohnt sich ein Vergleich. Wir haben manchmal mit Frühstück gebucht und in einer günstigen Unterkunft (nicht billig) rund 40 € (2 Personen inkl. Frühstück) pro Nacht bezahlt. Wenn man etwas Komfort haben möchte sollte man in den beiden größten Städten mind. 40 Euro für ein Doppelzimmer ohne Frühstück ausgeben. Ganz wichtig ist: Preise vergleichen … wir haben hier immer auf verschiedenen Seiten nach Hotels geschaut und viele Bewertungen gelesen.

    Einkaufen und Essen geht hier relativ günstig. Wir haben für 2 Personen inkl. Getränke nie mehr als 30 Euro bezahlt, wobei die Spanne von 5 Euro für Street Food auf die Hand bis zu 30 Euro in Restaurants gereicht hat.

    In Supermärkten oder kleinen Kiosken kann man günstig einkaufen, wobei das Wasser in Flaschen eher auf dem Niveau von Deutschland (1,5 Liter Flasche zwischen 30 – 50 Cent).

    TukTuk’s haben wir in Vietnam nicht gesehen. Hier kann man Transport mit dem Taxi oder dem Roller organisieren. Roller Rücksitz ist allerdings als Paar schwierig, was den Rollerfahrer wahrscheinlich nicht stören würde. Der würde auch mit 3 Passagieren fahren 😉Wir haben unsere Fahrten, falls erforderlich (wie gesagt, sind wir meistens gelaufen) mit Taxis über GRAB gebucht. Für ein paar Dollar konnte man ein paar Kilometer fahren. Das Taxi vom und zum Flughafen kostete mit GRAB von 3 € in Da Nang bis 10 € in Hanoi (hier ist der Flughafen etwa 30 km außerhalb der Stadt.

    Was wir gelernt haben:

    1. Benutze lieber Grab und nimm kein Angebot von irgenwelchen aufdringlichen Fahrern an. Am Flughafen in Hanoi hat uns ein Taxifahrer angesprochen und angeboten, uns für den gleichen Preis wie Grab (272.000 VND) zum Hotel zu fahren. Während der Fahrt hat er jedoch erst nach der genauen Adresse gefragt und sie dann in sein Handy eingegeben. Beim Verlassen des Flughafens musste er eine Maut-Gebühr bezahlt und wollte plötzlich 130.000 VND zusätzlich von uns haben – obwohl die tatsächliche Maut für die Schnellstraße nur 13.000 VND beträgt und bei GRAB bereits im Preis enthalten ist. Als wir uns weigerten und ihn nach einem Beleg fragten, konnte er keinen vorlegen und wurde sofort unfreundlich. Wir haben ihm schließlich 300.000 VND gegeben und gesagt, dass wir sonst die Polizei rufen würden. Dann sind wir ausgestiegen.
    2. Nicht direkt auf Hotel Webseite Zimmer buchen, Wir haben zwei Übernachtungen direkt über die Hotel-Webseite (Amorita in Hanoi) gebucht, was sich im Nachhinein als Fehler herausgestellt hat. Kurz nach unserer Buchung erhielten wir über WhatsApp Nachrichten (mit unserem Namen und dem Buchungsdatum), dass wir sofort bezahlen müssten, sonst würde die Reservierung storniert. Als wir die Dame an der Rezeption darauf ansprachen, meinte sie, das sei Betrug, spielte es jedoch herunter. Offenbar hat ihr System einen Virus, wodurch unsere Daten für Dritte zugänglich waren. Scam scheint es in Vietnam häufig zu geben, denn auch andere Touristen berichteten darüber.
    3. Zebrastreifen überqueren mit gleichmäßiger langsamer Geschwindigkeit, nicht plötzlich stehenbleiben. Auto und Mofas werden wie Wasser um dich herumfahren. Am besten mehrere Leute zusammen gehen.
    4. Vermeide wenn möglich VietJet Airline. Umbuchungen (nicht zum positiven) werden von der Airline ohne Begründung / Einverständnis und Entschädigung durchgeführt und die Airline ist oft sehr unpünktlich.
    5. Öffentliche Toiletten ist selten vorhanden, und wenn dann schmutzig und oft kostenpflichtig. Lieber in ein Hotel oder ein Restaurant gehen.
    6. Wenn man das vietnamesische Essen probieren möchte, können wir folgende Gerichte empfehlen: Banh Mi (warmes Baguette mit verschiedenen Füllungen), Cao Lao (festere Nudel mit Schweinefleisch und Gemüse), Bun Cha Ta (gegrilltes Schweinefleisch mit Reisnudeln, Kräutern, Salatblätter und würziger Sauce), Bunh Xeo (vietnamesische Pfannkuchen mit diversen Füllungen, die dann mit Zutaten wie Kräutern, Salatblättern und Reisnudeln in Reispapier gerollt werden, die dann in verschiedene Saucen getunkt wird), Chao Ca (vietnamesisches Fisch Gericht mit Reis und Kräutern) und Banh Roti (Dessert, weiches Brötchen mit verschiedenen Füllungen).
  • Kambodscha – Fazit aus unserer Sicht

    Land und Leute:

    Kambodscha hat sehr schöne Ecken inklusive der Hauptstadt Phnom Penh. Unser Ausflug nach Kambodscha war nicht von langer Hand geplant. Wir haben uns erst einige Tage vorher dazu entschieden. Unser Schwerpunkt lag auf den alten hinduistischen und buddhistischen Tempelanlagen, quasi auf der alten Kultur. Die berühmten Beispiele (auch im Bericht dazu) waren Angkor Wat und der Bayon Temple. Und so haben wir uns hauptsächlich in der Nähe von Siem Reap am Tonlé Sap in der Nähe der großen Tempelanlagen aufgehalten. Von Bangkok auch nur ein „Katzensprung“. Hier waren die Einwohner sehr freundlich und zuvorkommend. Auch oft mit einem Lächeln auf den Lippen. Einmal ist mir am Ende einer TukTuk-Fahrt beim Wühlen im Rucksack mein Portmonee mit Geld und Ausweisen rausgerutscht. Ich habe es 2-3 min später bemerkt. Sofort hat mich jemand zum TukTuk-Stand zurückgeführt und den TukTuk-Fahrer informiert. So habe ich mein Portmonee schnell zurückbekommen. Wirklich sehr hilfsbereit und nicht selbstverständlich. Mit Englisch kommt man hier gut weiter, da seit ca. 20 Jahren Englisch Bestandteil der Schulbildung ist. Wir hatten hier keine Kommunikationsprobleme.

    Verkehr:

    Der Verkehr in der Gegend wo wir unterwegs waren, war auch etwas chaotisch wie in Thailand. Klare Regeln eher Fehlanzeige. Die Einheimischen kommen damit gut klar. Wir haben keine Unfälle gesehen. Es gibt dort Busse, die durchs Land fahren und alle größeren Ortschaften verbinden. Oft sehr kostengünstig. Vor Ort in Siem Reap gibt es Touristen-Shuttles zu den Sehenswürdigkeiten. Aber die Busse sind relativ teuer im Vergleich zu TukTuk’s. Taxis vom Flughafen sind auch teuer, genauso wie Shuttlebusse. Auch die Transfers, die man vorher über die Unterkunft buchen kann. Wir haben uns deshalb am Flughafen wieder direkt einen Fahrer über GRAB geschnappt. Ungefähr 50% vom Taxi- oder Shuttle-Preis. Wir haben gleich WhatApp mit ihm getauscht, so konnten wir ihn die nächsten Tage immer wieder für Ausflüge in der Gegend buchen. So waren wir relativ preisgünstig unterwegs. Auch Fahren zum Restaurant, wenn es mal weiter weg ist, oder zu Sehenswürdigkeiten kann man für ein paar Dollar über GRAB buchen. Wartezeit war meistens nur ein paar Minuten.

    Geld und Kosten:

    Der Wechselkurs war in unserer Zeit in Kambodscha ungefähr 1 Euro : 4.600 Kambodschanische Riel. Hier waren die Schein natürlich etwas größer (Nullen-mäßig) als in Thailand. Hier lohnt es sich Geld zu Tauschen (auf den Wechselkurs achten) oder Kambodschanische Riel am Automaten zu holen (Wechselkurs und zusätzliche Gebühren beachten). Wir hatten einige hundert Dollar mit, den diese werden fast überall akzeptiert.

    Übernachten kann man sehr günstig in Kambodscha. Hier lohnt sich ein Vergleich. Wir haben mit Frühstück gebucht und in einer guten Mittelklasse-Unterkunft rund 35 € (2 Personen inkl. Frühstück) pro Nacht bezahlt. Wenn man etwas Komfort haben möchte sollte man mind. 25-30 Euro für ein Doppelzimmer ohne Frühstück ausgeben. Ganz wichtig ist: Preise vergleichen … wir haben hier immer auf verschiedenen Seiten nach Hotels geschaut. Was Bewertungen bei Vergleichsplattformen angeht, haben wir festgestellt, dass die schlechten Bewertungen meist übertrieben sind und die Besten oft etwas zu gut. Am besten die mittleren Bewertungen prüfen und schauen ob man mit kleinen Mängeln leben kann.

    Einkaufen und Essen geht hier relativ günstig. Wir haben für 2 Personen inkl. Getränke meist nie mehr als 20 Euro bezahlt, wobei die Spanne von 15 Euro in einem Food-Court bis zu 30 Euro in Restaurants gereicht hat.

    In Supermärkten oder kleinen Kiosken kann man günstig einkaufen, wobei das Wasser in Flaschen eher auf dem Niveau von Deutschland (1,5 Liter Flasche zwischen 30 – 50 Cent).

    TukTuk‘s kosten ungefähr 1 Dollar auf 2 Kilometer, auf Langstrecken auch etwas günstiger. Wir haben die TukTuk’s meist über die GRAB-App gebucht oder am Straßenrand mit den GRAB-Preisen im Hinterkopf verhandelt. Taxi’s haben wir nur vom und zum Flughafen über GRAB genutzt. Wie es in der Hauptstadt oder anderen großen Städten ist, können wir nicht sagen.

  • Thailand – Fazit aus unserer Sicht

    Land und Leute:

    Thailand hat wirklich schöne Ecken, von denen wir einige gesehen haben. Unten im Süden die Strände und Inseln, sowohl im Südosten als auch Südwesten. Im Norden dann die Berge und in der Mitte Bangkok als „Party-Zentrum“.

    Die Menschen hier sind wirklich freundlich und zuvorkommend. Fast immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Viele sprechen Englisch bzw. ist immer jemand in der Nähe, der von Englisch in Thai übersetzen kann. Unseren elektronischen Übersetzer haben wir gar nicht gebraucht.

    Verkehr:

    Der öffentliche Verkehr in Thailand ist mal abgesehen von Bangkok etwas unübersichtlich. Es fahren zwar Busse oder Sammel-Vans vom Flughafen in alle Richtungen, aber Fahrpläne haben wir nicht entdeckt und die Haltestellen waren auch nicht besonders gekennzeichnet. Deshalb haben wir meist über GRAB, eine App analog zu UBER, ein Taxi oder für kurze Strecken ein Tuk Tuk gebucht. In Bangkok gibt es vom Flughafen in die Stadt einen Zug (Red LIne), und von dort mit dem U-bahn oder dem Taxi zum Hotel, oder wo man sonst hin möchte. Im Innenstadtbereicht von Bangkok gibt es ein U-Bahn-Netz das umgerechnet je nach Strecke zwischen 50 Cent und 1,5 Euro gekostet hat. Nicht so gut ausgebaut wie in deutschen Großstädten wie Berlin oder München, aber man kommt so an viele Orte innhalb der Stadt. Deshalb sollte man bevorzugt ein Hotel in der Nähe von einer U-Bahn Station wählen .

    Der Straßenverkehr in Thailand ist sehr chaotisch. Rote Ampeln dienen zum Teil nur als Hinweis und werden oft ignoriert. Es wird kreuz und quer abgebogen und trotzdem haben wir keinen einzigen Unfall gesehen. Selbst zu fahren, auch wegen des Linksverkehr, haben wir uns nicht getraut. Viele Touristen mieten hier einen Roller, und nicht selten kommt es zu Unfällen oder Stützen, hat uns eine Deutscher, der schon lange in Thailand lebt, erzählt. Liegt zum einen am Linksverkehr, die Touristen schauen beim Abbiegen automatisch in die falsche Richtung, und daran das man hier scheinbar keinen geeigneten Führerschein braucht. Daheim noch nie auf einem Roller gesessen, aber in Thailand durch die Gegend brausen. Trotz der gesetzlichen Helmpflicht, trägt hier kaum jemand einen Helm. Auch Licht wird hier überbewertet und die Fahrtrichtung der Roller oder Tuk Tuk kann auch mal auf der Gegenfahrbahn sein. Also nicht wundern, wenn einem im Dunkeln mal ein unbeleuchteter Roller auf der eigenen Fahrbahn entgegen kommt.

    Geld und Kosten:

    Der Wechselkurs hat in unserer Zeit in Thailand zwischen 1 Euro : 37,3 Th. Baht und 1 : 38,3 geschwankt. Man brauchte im Vergleich zu anderen Südostasiatischen Ländern nicht allzu große Scheine.

    Übernachtungen sind relativ günstig in Thailand. Hier lohnt sich ein Vergleich. Wir haben immer mit Frühstück gebucht und vom Boutique-Hotel für 30 Euro bis zum 5* Luxus-Hotel am Strand für 90 Euro (immer 2 Personen inkl. Frühstück) pro Nacht bezahlt. Wenn man etwas Komfort haben möchte sollte man mind. 30 Euro für ein Doppelzimmer ohne Frühstück ausgeben. Ganz wichtig ist: Preise vergleichen … wir haben hier immer auf verschiedenen Seiten nach Hotels geschaut. Was Bewertungen bei Vergleichsplattformen angeht, haben wir festgestellt, dass die schlechten Bewertungen meist übertrieben sind und die Besten oft etwas zu gut. Am besten die mittleren Bewertungen prüfen und schauen ob man mit kleinen Mängeln leben kann.

    Einkaufen und Essen geht hier relativ günstig. Wir haben für 2 Personen (meist 3 Gerichte zu teilen) inkl. Getränke nie mehr als 20 Euro bezahlt, wobei die Spanne von 5 Euro in der Suppenküche an der Straße bis zu 20 Euro in Restaurants in Hotels gereicht hat.

    In Supermärkten oder kleinen Kiosken kann man günstig einkaufen, wobei das Wasser in Flaschen eher auf dem Niveau von Deutschland (1,5 Liter Flasche zwischen 30 – 50 Cent).

    Taxis kosten ungefähr 1 Euro je Kilometer, auf Langstrecken auch etwas günstiger. Tuk Tuk’s haben wir auf unseren Stationen nur in Bangkok gesehen, und diese waren dort teurer als die Taxi’s über die GRAB-App. In Bangkok ist das günstigste die U-Bahn, mit der man für bis zu 1,5 Euro zu anderen Ende der Stadt / der Linie fahren kann.