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  • Thailand – Chiang Mai Buddhistische Tempel

    Gestern haben wir uns gleich drei der unzähligen Tempel in Chiang Mai vorgenommen – quasi das „Tempel-Tasting“ des Nordens. Auf dem Programm standen der Wat Phra Singh (der goldene Tempel – klingt schon nach Luxus), der Wat Chedi Luang und der Wat Chiang Man (der vermutlich älteste Tempel Chiang Mai’s aus dem 13. Jahrhundert). Alle drei liegen mitten in der Old Town, wo gefühlt an jeder Straßenecke ein weiterer Tempel wartet – über 300 Stück soll es in der Region geben! Das ist ungefähr so, als hätte jede Katze in Thailand ihren eigenen Tempel.

    Drinnen funkelt und glänzt es überall. Buddha-Figuren in allen Größen, Wandgemälde so bunt wie eine Netflix-Serie auf LSD, und naturgetreue Wachsfiguren bedeutender Mönche, die so echt aussehen, dass man unwillkürlich darauf wartet, dass einer gleich sagt: „Na, barfuß unterwegs?“ Ich schwöre, einer hat mir fast zugezwinkert!

    Bevor man aber überhaupt reinkommt, gibt’s ein paar Regeln: keine Shorts, keine ärmellosen Shirts, Schuhe aus – und zwar vor der Treppe, nicht etwa daneben, sonst droht karmatisches Chaos. Und bloß nicht auf die Schwelle treten – das bringt Unglück! (Wobei, bei 35 Grad im Schatten und barfuß auf heißen Steinplatten kann man gar nicht genug Glück gebrauchen.)

    In manchen Tempeln darf man nicht fotografieren, in anderen dürfen Frauen gar nicht hinein – was, gelinde gesagt, ein bisschen 2025-untauglich und diskriminierend ist. Xin hat sich sehr aufgeregt. Aber gut, man nimmt’s mit Humor und hofft, dass Buddha wenigstens darüber schmunzelt. 🙏😉

    Heute ging’s auf große Tour nach Chiang Rai – ja, Chiang Rai, nicht Chiang Mai! (Man verwechselt die beiden schnell, aber 240 Kilometer und ein paar tausend Kurven trennen sie – was auf thailändischen Straßen etwa einer Zeitreise von vier bis fünf Stunden entspricht.)

    Erster Stopp: Heiße Quellen. Klingt nach Wellness, ist aber eher was für Leute mit Hufeisen statt Füßen. Xin war so begeistert, dass sie fast ihre Zehen als Suppeneinlage geopfert hätte. Zum Glück blieb’s bei einer kleinen Rötung und einem Lacher. Und weil man ja nichts verkommen lassen will, haben wir dort auch gleich ein paar Eier gekocht – direkt im heißen Quellwasser! Frisch, bio, und mit einem Hauch vulkanischem Aroma. 😋

    Nächster Halt: das „Long Neck Karen Village“ – ein Ort, wo Frauen sich goldene Ringe um den Hals legen, um diesen optisch zu verlängern. Der Rest unserer Gruppe wollte das unbedingt sehen, wir fanden aber: genug gestreckte Hälse für heute, danke. Stattdessen sind wir zu einer riesigen goldenen Mönchsfigur spaziert, die majestätisch auf dem Dach eines tempelähnlichen Gebäudes thront – etwa 12 bis 15 Meter hoch und ziemlich beeindruckend. Der Mönch wirkte so erhaben, dass man fast erwartet hat, er hebt gleich ab Richtung Nirwana.

    In Chiang Rai selbst warteten dann die Stars des Tages:

    • Der Weiße Tempel (Wat Rong Khun) – ein modernes Kunstwerk aus den 1990ern, das aussieht, als hätte sich ein Architekt nach einer Überdosis Glitzer und Spiritualität ausgetobt. Wunderschön, aber definitiv mehr Fantasy-Buddhismus als Tradition.
    • Und ein paar Kilometer weiter der Blaue Tempel, tiefblau, elegant und – man glaubt es kaum – farblich perfekt auf Instagram abgestimmt.

    Zum Abschluss ging’s dann noch ins Schwarze Haus – das düstere Gegenstück zum weißen Tempel. Ein Museum voller Kunstwerke aus Holz, Krokodilhaut und Wasserbüffel-Schädeln. Schon ziemlich schräg. Und dann überall diese geschnitzten, na ja… Phallussymbole. Riesige Penisse, wohin das Auge blickt. Offenbar hat der Künstler das Thema Männlichkeit sehr wörtlich genommen. Oder, wie ich es vermute: Thailands Männer kompensieren hier mit Holz, was Mutter Natur vielleicht sparsam bemessen hat. 😉

    Alles in allem: ein Tag zwischen Spiritualität, Kunst, Eiern und Eitelkeiten – und der Erkenntnis, dass selbst der Weg zur Erleuchtung manchmal über heiße Quellen und Holzpenisse führt. 🙏😂

  • Thailand – Chang Mai

    Nach einem ausgiebigen Frühstück (das Buffet hat sich tapfer geschlagen) und einem angenehm kurzen Flug sind wir gestern Abend in Chiang Mai gelandet. Die Stadt – eine altehrwürdige Dame im hohen Norden Thailands – blickt auf eine lange Tradition zurück. Ihr Herz, der historische Stadtkern, ist von einer dicken Mauer und einem etwa zehn Meter breiten Wassergraben umgeben – quasi ein mittelalterlicher Burggraben, nur ohne Ritter, dafür mit Tuk-Tuks. Natürlich ist Chiang Mai längst über diese Grenzen hinausgewachsen – schließlich hält sich niemand ewig an alte Stadtmauern, schon gar nicht, wenn es dahinter so viele Cafés und Streetfood-Stände gibt.

    Nachdem wir unser Reisegepäck im Hotel abgeladen hatten (endlich die Rucksäcke los!), sind wir noch ein wenig durch die Stadt gebummelt. In der Nähe der alten Stadtmauer, am berühmten Tha Phae Gate – dem großen östlichen Stadttor – haben wir ein Restaurant mit 360°-Rooftop entdeckt. Dort haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen und uns durch ein paar köstliche thailändische Gerichte geschlemmt.

    Wir versuchen während unserer Zeit in Thailand so authentisch wie möglich zu essen – was allerdings schon einmal fast wortwörtlich „in die Hose gegangen“ ist. Eine Straßen-Suppenküche hatte uns nämlich eine Lektion in Sachen „echte thailändische Erfahrung“ erteilt, und ich (Michael) habe den darauffolgenden Tag im sehr privaten Wellnessbereich unseres Badezimmers verbracht. 😅
    Abgesehen von diesem kleinen Abenteuer sind wir mit der thailändischen Küche bisher aber bestens befreundet!

    Aber zurück zum Rooftop-Restaurant: Von hier oben hatte man einen fantastischen Blick über die Dächer der Stadt – direkt auf das Tha Phae Gate und die Straßen dahinter, die im warmen Abendlicht funkelten wie die Münchner Innenstadt zur Weihnachtszeit – nur mit weniger Glühwein, dafür mehr Chili in der Luft. 🌶️✨

    Nach dem Essen schlenderten wir noch ein Stück weiter durch die Stadt – schließlich wollten wir den legendären Nachtmarkt von Chiang Mai nicht verpassen. Schon einige hundert Meter vor dem eigentlichen Markt säumten unzählige kleine Stände die Straßenränder: Streetfood in allen Varianten, kunstvolle Deko aus Holz und Stein, bunte Textilien – und natürlich „ganz bestimmt originale Rolex-Uhren“. 😏
    An fast jeder Ecke glitzerten außerdem die „guten“ Chanel-, Louis Vuitton- und The Tote Bag-Taschen – so authentisch, dass vermutlich sogar das echte Paris kurz schlucken würde.

    Auf dem Rückweg kamen wir noch an ein paar Muay-Thai-Boxstadien vorbei. Leider starten die Kämpfe erst spät in der Nacht – da war unser Jetlag schon längst K.o. gegangen. Vielleicht schaffen wir’s in den nächsten Tagen ja noch zu einer dieser legendären Box-Nächte – hoffentlich als Zuschauer und nicht im Ring. 🥊

  • Thailand – Khao Lak

    Ursprünglich wollen wir mit dem Bus von Phuket nach Khao Lak fahren, was sich aber als etwas kompliziert ohne thailändische Sprachkentnisse und ziemlich zeitaufwändig herausstellte. So haben wir uns dann für ein Taxi entschieden. Für die Fahrt von Kamala Beach nach Khao Lak (ca. 100 km) benötigt man ungefähr 2 Stunden. Die Fahrt hat 1.700 Baht gekostet (ca. 45 €).

    Auf dem Weg kann man so einige kuriose „Kunstwerke“ bestaunen – oder besser gesagt: elektrische Abenteuer. 😅
    So sehen hier nämlich die Stromleitungen und Verteilungen aus – ein echtes Meisterwerk, bei dem deutsche Elektromeister wahrscheinlich Schnappatmung kriegen würden. ⚡️😂
    Manchmal sieht man nachts sogar kleine Lichtbögen – fast wie ein gratis Feuerwerk, nur mit dem gewissen Nervenkitzel inklusive! 💥😉

    Ich (Xin) hab’s gleich richtig krachen lassen und mich direkt für drei Tauchtagestouren angemeldet: Richelieu Rock, Koh Bon und „The Dome“ bei Koh Tachai. Richelieu Rock gilt ja als einer der besten Tauchspots der Welt – also, wenn schon, denn schon!
    Die Fahrt dorthin mit dem Schnellboot dauert etwa 1 Stunde und 20 Minuten – klingt harmlos, ist aber bei Wellengang eher wie ein kostenloser Ritt auf einem elektrischen Bullen. 🐂🌊
    Und das Beste: Das Schaukeln hört nicht auf, wenn man wieder anlegt! Mein Magen hat jedenfalls beschlossen, seine eigene kleine Performance hinzulegen. Ich musste mich zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Tauchboot übergeben – aber hey, ich war nicht allein! Team „Reling-Fütterung“ war an dem Tag gut besetzt. Die Fische unten haben sich bestimmt über den extra Snack gefreut. 😅🐠
    Aber kaum war ich mit der Ausrüstung im Wasser, war alles vergessen. Plötzlich nur noch Ruhe, Farben, Fische überall – wie in einem gigantischen Aquarium, nur ohne Eintrittskarte. Diese Unterwasserwelt ist einfach unbeschreiblich schön … und mein Magen war zum Glück auch endlich wieder still. 😌🤿

    Kleiner Hinweis am Rande: Für den Nationalpark Mu Ko Similian, einer Ansammlung von kleinen unbewohnten Inseln in Andamanensee, wo man sehr schöne Tauschspots hat, muss man zusätzlich 500 Baht Gebühren pro Tag bzw. Tauschausflug zahlen. Ganz schön happig – aber die fast unberührte Unterwasserwelt ist es jedoch wert. Der Nationalpark ist nämlich das halbe Jahr (von Mai bis Oktober) gesperrt. Insgesamt kosten zwei Tauchgänge pro Tag 6.700 Baht, also ungefähr 180 €. Kein Schnäppchen, aber für Weltklasse-Tauchspots, bunte Unterwasserpartys und rundum gut „gefütterte“ Fische absolut akzeptabel. Die Tauchspots sind für Schnorchler nur bedingt empfehlenswert. Des Weiteren muss als Schnorchler im Nationalpark eine Schwimmweste benutzen. Stört und man kann nicht mal kurz zu den Fischen abtauchen.

  • Thailand – Phuket Elephant Sanctuary

    Wenn man in Thailand Elefanten hautnah erleben möchte, dann bitte, bitte nicht in den Zoo gehen oder auf Elefanten reiten – und auch nicht mit ihnen baden. Das ist für die Elefanten sehr stressig, und sie werden gezwungen, solche Aktivitäten mit Menschen zu machen. Das dient nicht dem Wohl der Tiere, sondern allein der Unterhaltung der Menschen.

    Deshalb haben wir uns für eine Einrichtung entschieden, in der man diese intelligenten Tiere aus der Ferne beobachten kann – ganz ohne sie zu stören.

    Alle geretteten Elefanten haben eine schwere Vergangenheit hinter sich. Manche tragen sogar sichtbare Verletzungen. Eine Elefantendame ist fast blind. Jeder von ihnen hat einen eigenen Namen und eine eigene Geschichte.Sie schließen Freundschaften untereinander, und jeder hat eine ganz besondere Persönlichkeit – genau wie wir Menschen.

    Unser Guide KT kennt die Geschichten jedes einzelnen Elefanten und kann unglaublich viel über sie erzählen und alle Fragen beantworten.

    Am Ende durften wir sogar zwei Elefanten füttern – natürlich erst, nachdem wir uns gründlich die Hände gewaschen hatten.

  • Thailand – Phuket

    Nach dem Tsunami 2004 wurde vieles auf der Insel zwar wieder aufgebaut, aber überall stehen noch Notunterkünfte und halbfertige Hotel-Ruinen herum – wie eine Dauerbaustelle mit Meerblick.
    Die Leute hier sind trotzdem unglaublich freundlich. Im Gegensatz zu den eher grantigen Deutschen, die sich gern mit einem knappen „Hallo“, „Servus“ oder „Moin Moin“ begnügen, begrüßen dich die Thailänder mit gefalteten Händen vor der Brust, einem warmen Lächeln und einem melodischen „Sawasdee ka!“.
    Und an Freizeitmöglichkeiten mangelt es hier nicht – hier kann man wirklich alles machen, außer sich langweilen. Von Ausflügen in Elefanten Parks, mit dem Longtail-Boot oder Speed Katamaran zu den umliegenden Inseln fahren, oder einfach nur Baden oder Schnorcheln im Indischen Ozean.

    Wir haben eine Bootstour zu den Phi-Phi-Inseln gemacht. Ganz ehrlich: ziemlich touristisch – überall Boote, Menschen und Musik. Aber die Landschaft macht das wieder wett. Das türkisfarbene Wasser, die hohen Kalksteinfelsen und die kleinen Buchten sehen wirklich traumhaft aus.

    Auf Phi Phi Leh, der kleineren Insel, liegen die Viking Cave und der berühmte Maya Beach, der zum Nationalpark gehört. Man darf hier nicht direkt mit dem Boot reinfahren oder schwimmen. Der Zugang zur Bucht wird sogar immer für einige Monate im Jahr gesperrt. Glück gehabt :)) Auf Phi Phi Don, der größeren Insel, gibt es die Monkey Bay – dort turnen auf Strand wilde Affen herum. Süß anzuschauen, aber nur mit etwas Abstand, auch füttern ist verboten.

    Tipps: Man kann Apps(z.B. Grab) installieren um ein Taxi zu bestellen oder sich Essen liefern lassen. Das Uber von Südostasien sozusagen. Visa oder Alipay wurde in vielen Restaurants und Supermärkten akzeptiert. Man sollte auf Hygiene des Restaurants achten, wenn es schon nicht sauber erscheint lieber weitergehen. Zudem sollte man unbedingt eine klassische Thai-Massage genießen, mit oder ohne Happy-End :))) Kosten für die regluläre Thai-Massage ca. 350-400 Baht für 60 min.

  • China – Chengdu – Stadt der Pandas, des Tees und der tiefen Entspannung

    Wenn du nach Chengdu reist, mach dich bereit für eine Stadt, die moderne Großstadtvibes mit gemütlicher Teehaus-Ruhe verbindet – und natürlich mit viel, viel gutem Essen!

    💡 Tipp: Such dir ein Hotel in der Nähe einer U-Bahn-Station. Das Metro-Netz ist super praktisch – schnell, sauber und bringt dich fast überall hin. Die Stadt ist außerdem ein Paradies für Feinschmecker. Überall duftet es nach heißem Sichuan-Pfeffer, Nudelsuppe und gegrillten Spießen. 😋 Und das Beste: Senioren über 60 Jahre kommen bei vielen Sehenswürdigkeiten kostenlos rein – kein Scherz!

    Chengdu ist außerdem unglaublich grün. Unter fast jeder Hochstraße ranken Pflanzen – manchmal fühlt man sich wie in einem postapokalyptischen Dschungel-Film, nur eben mit Bubble Tea statt Zombies. 🌿

    🏮 Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest

    🏘️ 1. Kuanzhai Xiangzi – Die „breiten und schmalen Gassen“

    Ein Mix aus Tradition und Trend: kleine Läden mit handgemachtem Schmuck, charmante Teehäuser und duftende Restaurants.Perfekt zum Bummeln, Snacken und Fotos machen. Touristischer Hotspot, aber auf die gute Art. 📸

    🫖 2. Volkspark (Renmin Gongyuan)

    Hier siehst du, wie man in Sichuan das Leben genießt: Menschen spielen Mah-Jongg, trinken Tee am Wasser, plaudern oder dösen in der Sonne.Setz dich dazu, bestell einen Jasmintee – und vergiss die Zeit.

    ☁️ „Wer in Chengdu eilt, macht etwas falsch.“

    🎭 3. Jinli-Fußgängerstraße

    Ein Muss für Kultur- und Fotofans! Hier kannst du in ein Teehaus gehen, Sichuan-Oper mit Gesichtswechsel („Bian Lian“) anschauen und lokale Snacks probieren. Abends ist die Straße wunderschön beleuchtet – ein echter Hotspot für Nachtspaziergänge. ✨

    🌃 4. Twin Towers, SKP & „Tower of Vitality“

    Chengdus moderne Seite: zwei leuchtende Türme, schicke Architektur, Musik- und Wassershows. Am besten abends hingehen – dann ist alles in buntem Licht und wirkt fast futuristisch.

    💎 Wenn Shanghai cool ist, dann ist Chengdu charmant – und etwas entspannter dabei.

    🛍️ 5. Taikoo Li & Chunxi Road

    Das Paradies für Shoppingfans und Foodies. Von internationalen Marken bis zu trendigen Cafés – hier kannst du einen halben Tag verlieren (und vielleicht dein Kreditlimit gleich mit 😅).

    🐼 6.Große Panda-Aufzuchtstation

    Das Herz von Chengdu. Natürlich die Attraktion schlechthin! Tickets (55 RMB) solltest du vorher online kaufen. Wenn du nicht alles laufen möchtest, nimm den Shuttlebus im Park (30 RMB, leider keine Seniorenrabatte).⏰ Beste Zeit: Frühmorgens! Dann sind die Pandas aktiv. Sobald es wärmer wird, tun sie das, was sie am besten können: schlafen. 😴💡 Insider-Tipp: Das lange Warten auf den berühmten Panda „Huahua“ (ca. 1 Stunde!) lohnt sich kaum – oft sieht man ihn nur dösen. Viel schöner ist der Besuch der Sonnen-, Mond- oder Sternen-Geburtsstationen – dort sind viele junge, verspielte Pandas und auch kleine rote Pandas! 🐾

    ❤️ Achtung, akute Niedlichkeitsüberdosis möglich!

    🏺 7. Sanxingdui-Museum – Bronze, Mythen und Staunen

    Ein absolutes Muss für Geschichtsfans. Tickets (75 RMB) müssen vorab reserviert werden. Die Exponate – uralte Masken und geheimnisvolle Statuen – sind einfach beeindruckend. Man verlässt das Museum mit einem „Wow“ und einem „Wie haben die das damals bloß gemacht?!“ 🤯

    💧8. Dujiangyan-Staudamm – Nur, wenn du wirklich willst.

    Viele sagen, man müsse hin. Ich sage: Kann man, muss man aber nicht. Ziemlich touristisch, überlaufen und nicht gerade günstig (Eintritt 80 RMB + Shuttlebus 15 RMB). Die Landschaft ist nett, aber kein „Wow“-Moment. Wenn du trotzdem hingehst, nimm dir Zeit, geh langsam und besuche den „Er wang“-Tempel oben – der Blick lohnt sich! 🌄

    ☕ Fazit: Chengdu in einem Satz

    Chengdu ist keine Stadt für Hektiker – sie ist für Genießer. Für Teetrinker, Panda-Liebhaber, Geschichtsfans und Menschen, die einfach mal nichts tun wollen.

    🧘‍♀️ In Chengdu gilt:„Langsam ist das neue Schnell.“

  • Schweden – Stockholm Tag 3 – Skansen

    Heute haben wir uns einen ganzen Tag im Skansen Stockholm gegönnt – eine Art „All-inclusive-Museum“: Freilichtmuseum, Zoo, Aquarium, Zeitreise, Geschichtsunterricht und ein bisschen „Bullerbü zum Anfassen“. Kurz gesagt: Alles außer einer Achterbahn.

    Auf dem Gelände stehen rund 150 Gebäude, die quer durch Schweden eingesammelt und hier wieder aufgebaut wurden – vom schlichten Holzschuppen (praktisch, wenn man mal spontan Feuerholz lagern möchte) über kleine Bauernhäuser bis hin zu stattlichen Gutshäusern mit eigenen Gästeflügeln. Selbst Kirchen und Schulen sind dabei – wer also unbedingt mal im Urlaub noch einen kleinen Mathe-Test nachholen möchte, hat hier die Chance.

    Das Beste: In vielen der Häuser sitzen oder stehen Menschen in originalgetreuer Kleidung aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert. Sie backen Brot, flicken Netze oder schauen geduldig in ihre Smartphones (okay, letzteres eher nicht). Und wenn man Fragen stellt, bekommt man freundliche Antworten – auf Schwedisch oder Englisch. Wahrscheinlich hätten sie uns auch auf Klingonisch geantwortet, wenn wir höflich gefragt hätten.

    Natürlich gibt es auch jede Menge Tiere. Die Elche haben uns mit dem typischen „Ich bin größer als dein Auto“-Blick bedacht, während die Luchse und Vielfraße aussahen, als hätten sie gerade beschlossen, noch fünf Minuten länger auszuschlafen. Besonders putzig waren die Polarfüchse, die offenbar den Dresscode „fluffig“ besonders ernst nehmen. Und natürlich dürfen die Klassiker wie Bären, Robben und diverse Bauernhoftiere nicht fehlen – von der Ziege bis zum Schwein, das wahrscheinlich insgeheim die wahre Attraktion für Kinder ist.

    Besonders spannend waren übrigens die Robben: Die tauchen nämlich gerne mal völlig unverhofft direkt vor den Besuchern aus dem Wasser auf – und spucken oder niesen dabei durch die Gegend. Ein bisschen wie ein Unterwasser-Lama mit eingebauter Spritzpistole. Uns hat es zum Glück nicht erwischt, aber wir standen live daneben, als andere eine „Gratis-Erfrischung“ abbekommen haben. Für manche vielleicht nervig – für die Robben eindeutig das Highlight des Tages.

    Und falls einem das alles noch nicht genug ist: Im Sommer gibt’s auf der Freilichtbühne mitten im Park Konzerte. Von klassischer Musik über Volksmusik bis zu Schlagern ist alles dabei – quasi die Spotify-Playlist in Live-Version.

    Fazit: Skansen ist ein bisschen wie Schweden im Miniaturformat – nur dass man keine 2.000 Kilometer durch Wälder, Seen und Fjorde fahren muss, um alles zu sehen. Praktisch, oder?

    Am Ende des Tages haben wir uns noch einmal von den Hügeln im Skansen den Panoramablick über Stockholm gegönnt – die perfekte Mischung aus Postkartenmotiv und „Wo war noch mal unser Hotel?“-Orientierungshilfe.

    Zum krönenden Abschluss des Abends gab’s dann endlich das, was man in Schweden einfach probieren muss: Köttbullar. Und ja, sie schmecken tatsächlich besser als die IKEA-Kantinen-Variante – auch wenn man bei jedem Bissen das Gefühl hat, gleich müsste irgendwo ein Billy-Regal mit inbegriffen sein.

    Theoretisch hätte man den Abend danach noch in einer Bar ausklingen lassen können – schwedisch, international oder (kein Scherz) sogar deutsch, direkt ums Eck vom Hotel. Aber die Preise für Alkohol in Schweden (und erst recht in Dänemark oder Norwegen) sind so ambitioniert, dass man fast einen Kleinkredit beantragen müsste, nur um ein Bier zu bestellen. Also haben wir beschlossen, den Barbesuch einfach zurück nach München zu verlagern – da kennt man wenigstens schon die Schmerzgrenze an der Kasse.

  • Schweden – Stockholm Tag 2

    Das Wetter meinte es heute spannend mit uns: morgens noch so grau wie ein IKEA-Kleiderschrank, gegen Mittag dann plötzlich sommerlich wie im Werbeprospekt. Perfektes Timing also, um mit unserem ÖPNV-Tagesticket kreuz und quer durch Stockholm zu düsen – quasi einmal quer durchs U-Bahn-Universum.

    Die Metrostationen hier sind echte Kunstwerke. Manche sehen aus wie bunte Höhlenmalereien, andere wie moderne Galerien, nur dass man dort statt Weinchen und Käsehäppchen die Pendler mit Coffee-to-go findet. Einige Bahnhöfe gehen gleich über vier oder fünf Etagen – da braucht man fast ein Navi oder einen Sherpa, um wieder ans Tageslicht zu kommen. Wir haben uns also brav an den ausgehängten Plänen orientiert, auch wenn man dabei ein bisschen so aussieht, als würde man gerade versuchen, die geheimen Codes einer Schatzkarte zu entziffern.

    Und dann, mitten in der Stadt: Trommelwirbel, Hufgeklapper! Wir hatten das Glück, die königliche Reiterstaffel zu sehen – vermutlich auf dem Weg zum Wachwechsel am Schloss. Ein Anblick wie aus einem Historienfilm, nur dass man selbst in Shorts und mit Kamera in der Hand etwas weniger majestätisch daneben wirkte.

    Unsere Tour führte uns heute auch zu einer der absoluten Promi-Sehenswürdigkeiten Stockholms – der Vasa. Nein, nicht das Knäckebrot, sondern ein schwedisches Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert, das damals während des 30-jährigen Krieges gebaut wurde. Leider hatte es wohl mehr „Design by Drama“ als „Design by Ingenieur“ – denn schon bei der Jungfernfahrt machte das Schiff einen Bauchklatscher in die Ostsee und versank direkt in der Hafeneinfahrt. Ein bisschen so, als würde man sein neues Auto beim Losfahren direkt gegen die Garagenwand setzen.

    Dort lag die Vasa dann schlappe 333 Jahre in 30 Metern Tiefe, bis man sie wieder entdeckte und aus dem Wasser holte. Und was soll man sagen: sie hat sich ziemlich gut gehalten. Ganze 98 % der Originalteile sind noch vorhanden – was vermutlich mehr ist, als bei manchen heutigen IKEA-Regalen nach dem ersten Umzug.

    Besonders beeindruckend sind die vielen Verzierungen: über 700 Schnitzereien, ursprünglich alle bunt bemalt und von einem deutschen Künstler gefertigt. Damals also quasi „Made in Germany“ – nur eben mit leichtem Konstruktionsfehler.

    Im Museum kann man heute stundenlang über das riesige Schiff staunen. Etwa zwei Stunden sollte man sich dafür locker Zeit nehmen. Und wenn man davor stand, hatte man fast das Gefühl, die Vasa würde jeden Moment nochmal ablegen – hoffentlich diesmal mit etwas mehr Balance.

    Nach so viel Seefahrtsgeschichte meldete sich unser Magen, und wir gönnten uns leckere Dumplings mit verschiedenen Füllungen – so etwas wie die asiatischen Cousins der schwäbischen Maultaschen. Mit gestärktem Bauch setzten wir unsere Tour durch die Stadt fort.

    Entlang der vielen Kanäle, die sich zwischen den Stockholmer Inseln ziehen, kamen wir immer wieder an prächtigen Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert vorbei: Kirchen, kleine Schlösser, alte Kaufmannshäuser. Und das alles eingebettet in diese Mischung aus Wasser, Brücken und Inseln – Stockholm ist wirklich wie ein Freilichtmuseum mit Linienbusanschluss.

  • Schweden – Stockholm Anreise und Tag 1

    Gestern haben wir Alta den Rücken gekehrt und sind über Oslo nach Stockholm geflogen. Am Flughafen Alta gab’s noch ein kleines „Special-Effect-Programm“: kurz vor unserem Start rollte ein riesiger Airbus A400M der Bundeswehr über die Landebahn. Der „kleine“ Flughafen wirkte dabei fast so, als hätte jemand einen Elefanten in ein Vogelhäuschen gestellt.

    In Stockholm angekommen, gleich der erste Pluspunkt: die Temperaturen sind deutlich angenehmer als in Alta – endlich mal ohne Handschuhe durch die Straßen schlendern! Nach einer kurzen Orientierung (aka: „Wo sind wir und wie kommen wir hier wieder weg?“) ging’s mit dem Bus zum Hotel. Koffer abgestellt, Nach einem kurzen Spaziergang sind wir dann in einer Sushi-Bar hängengeblieben – zwei riesige Platten später war klar: Stockholm kann auch kulinarisch was.

    Insider-Tipp: Vom Flughafen kommt man am einfachsten mit den Flygbussarna in die Stadt. Abfahrt ab Airport oder Terminal 2/3, Richtung Liljeholmen oder Central Station. Es gibt mehrere Routen, je nachdem wo man hin möchte. Die Fahrt dauert ca. 40 Minuten, kostet 169 SEK – also günstiger als ein Taxi und vermutlich auch schneller, weil man sich nicht durch schwedische Staus fluchen muss. Der Arlanda-Express (Zug) ist zwar etwas schneller, aber auch um einiges teurer.

    Kleiner Nachtrag: Am besten die Tickets für den Flughafentransfer (inkl. Rückfahrt – spart 10% und ist 3 Monate gültig) über die Website von „Flybussarna“ buchen. Die Tickets sind so günstiger als am Automaten oder im Bus.

    Heute stand ganz klassisch Sightseeing in Gamla Stan auf dem Programm – oder wie es eigentlich heißt: Gamla Staden. Übersetzt bedeutet das schlicht „Altstadt“. Klingt unspektakulär, ist aber das Herzstück von Stockholm. Auf dem Weg dahin stolperten wir quasi über das berühmte Rathaus – also nicht wortwörtlich, zum Glück. Aber es lag so prominent am Weg, dass man fast dachte, es wolle sich selbst ins Sightseeing-Programm mogeln.

    Weiter ging’s am schwedischen Reichstag vorbei, wo wir kurz überlegt haben, ob wir nicht ein, zwei Gesetze vorschlagen sollten („Gratis-Kanelbullar für Touristen“ zum Beispiel). Danach weiter zum Königlichen Schloss. Der König war zwar nicht zuhause (oder er hat so getan, als wäre er nicht da – wir hätten’s ihm nicht übel genommen).

    Durch die engen, verwinkelten Gassen ging es schließlich in die große Fußgängerzone. Dort reiht sich alles aneinander: schicke Designerläden, Juweliere mit Uhren so teuer wie ein Kleinwagen – und mittendrin: H&M. Passt aber, schließlich hat die Kette hier in Schweden ihre Wurzeln.

    Nach ein paar obligatorischen Fotos (Beweis: wir waren wirklich da!) gönnten wir uns noch ein kleines Dinner in der Hötorgshalle (Fischsuppe und Fish&Chips – war sehr lecker), bevor es zurück ins Hotel ging. Fazit: Stockholm ist eine Mischung aus royaler Pracht, schmalen Kopfsteinpflaster-Gassen und der beruhigenden Gewissheit, dass man im Notfall immer zu H&M flüchten kann.

  • Norwegen – Alta & zwischen Fazit

    Mit dem Mietwagen ging es für uns nach Alta – Tempomat eingeschaltet, die Straße frei, und ringsum eine Landschaft, wie man sie sonst nur aus einem Norwegen-Werbespot kennt. Nach ein paar Stunden Fahrt erreichten wir unser Hotel, checkten schnell ein und warfen die Koffer nur kurz ins Zimmer.

    Viel Zeit zum Verschnaufen blieb nicht, denn wir wollten natürlich sofort das „pulsierende Zentrum“ von Alta erkunden. Ein kleiner Spoiler: Dieses Zentrum passt bequem in zwei Schuhkartons – aber genau das macht den Charme aus. Ein paar Cafés, Geschäfte und die entspannte Atmosphäre ließen uns gleich ankommen.

    Die Nordlicht-Kathedrale bewundert: sieht aus, als hätte ein Architekt beschlossen, eine Eistüte mit einem Raumschiff zu kreuzen. Ergebnis: futuristisch, fotogen und garantiert „Instagram-approved“.

    Dann die Überraschung: ein Music Festival! Überall Menschen, als hätte Alta plötzlich die Einwohnerzahl von Tokio. Wir haben uns durchgeschlängelt, Souvenir-Magnet ergattert (Pflichtprogramm für zukünftige Kühlschrank-Ausstellungen) und anschließend heldenhaft gegessen – schließlich braucht der Reisende Energie, um sich weiter überfüllte Straßen zu schlängeln.

    Unser Fazit für Skandinavien (Stand jetzt):

    Mit Englisch kommt man locker durch – und in Schweden legt so mancher Tourguide sogar noch einen kleinen Deutsch-Crashkurs oben drauf.

    Die Leute sind fast verdächtig freundlich und erstaunlich gut gelaunt – wahrscheinlich liegt’s am frischen Wasser, das man direkt aus der Leitung trinken kann.

    Hotelzimmer werden nicht täglich geputzt. Das spart zwar Handtuchakrobatik, fördert aber den innigen Kontakt zum eigenen Kofferinhalt.

    Bargeld? Haben wir nicht einmal in der Hand gehabt – die Karte ist König, Königin und Premierminister in einem.

    Preise? Sagen wir so: Wer in Deutschland überteuertes Bier für 7-8 € bemängelt, sollte in Skandinavien lieber gleich die Augen schließen. Dort kostet das 0,3–0,5 L-Glas nämlich 13–15 €. Mahlzeiten im Restaurant liegen gerne bei 300–800 NOK pro Nase. Günstiger wird’s im Supermarkt (100–250 NOK) oder am Imbiss (150–300 NOK).

    In Norwegen gibt’s immerhin automatisch eine Flasche Leitungswasser zum Essen. Trinkgeld wird nicht erwartet – aber die Kartenzahlung hat zum Glück auch ein “+ Trinkgeld”-Knöpfchen für alle, die sich heldenhaft großzügig fühlen.

    Das Nordkap ist übrigends total überfüllt. Ein kleiner Tipp: Entweder gleich ganz früh die aufgehende Sonne (nur im Sommer) oder am späten Nachmittag bis Abend die untergehende Sonne (auch nur im Sommer) nutzen. Viel weniger Leute, vor allem viel weniger Deutsche 😉 Am Nordkap und auf der Straße dorthin sind gefühlt 40% deutsche Kennzeichen unterwegs.