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  • Neuseeland – Whangerai

    10.04.2026 – Heute ging’s los: Abfahrt in Whitianga und dann schön gegen den Uhrzeigersinn über die Coromandel-Halbinsel – weil wir ja keine halben Sachen machen 😄
    Erster Stopp: der Kauri Walk. Kleiner Spaziergang, aber mit großem Respekt vor der Natur – am Eingang erstmal Schuhe schrubben und desinfizieren (Kauri-Bäume sind empfindlich, also benehmen wir uns vorbildlich 👟✨). Viele junge Kauri wurden neu gepflanzt, richtig schön zu sehen. Dazu ein toller Blick auf Coromandel Town und das Meer – Postkartenmodus an.

    Danach ging’s weiter Richtung Süden, immer die Küste entlang. Kurve nach Kurve, Straße direkt neben dem Wasser – sehr schön, aber auch sehr „bitte konzentriert bleiben“.
    Dann: lange Fahrt Richtung Whangārei, einmal an Auckland vorbei. Kleine Notiz an zukünftige Ichs: Die Mautstraße auf dem State Highway 1 muss man vorher online bezahlen. Sonst wird’s teuer und unromantisch.
    Die Landschaft danach? Wie aus einem Neuseeland-Kalender: saftig grüne Wiesen, sanfte Hügel, viele Bäume – man möchte sofort ein Schaf adoptieren.

    Gegen 18:00 Uhr sind wir bei den Waipu Caves angekommen – eine Höhle, die man ganz auf eigene Faust erkunden darf (was ja schon mal leicht nach Abenteuer… oder Chaos klingt). Also: Wasserschuhe an, Stirnlampen aufgesetzt. Michael hat sich sogar extra in kurze Hose geworfen – offensichtlich bereit für alles. Der Eingang war gut ausgeschildert, aber der Weg dorthin… sagen wir mal: eine Mischung aus Schlammfestival und Pfützenparcours. Kein Wunder nach dem ganzen Regen. Drinnen dann die erste Überraschung: Ein kleiner Bach fließt durch die Höhle, überall tropft es von der Decke – und wir mittendrin, bis zu den Waden im eiskalten Wasser. Herrlich. Oder auch nicht. 😄

    Wir sind nach links tiefer hinein gegangen, und je weiter wir kamen, desto… sagen wir… „interessanter“ wurde die Atmosphäre. Ein bisschen unheimlich war’s schon. Nach ein paar hundert Metern standen wir schließlich in einem komplett dunklen Bereich. Also Licht aus. Kurz geblinzelt… und dann: Wow. Über uns tausende Glühwürmchen – kleine grüne Lichtpunkte, wie ein Sternenhimmel, nur viel näher, viel intensiver. Wirklich magisch. So etwas haben wir im Wald nie auch nur annähernd so beeindruckend gesehen.

    Wir wollten noch tiefer in die Höhle vordringen, aber die Decke kam immer näher und das Wasser wurde immer tiefer. Also brachen wir die Expeditionen ab.

    Als wir wieder aus der Höhle herauskamen, war die Sonne schon fast weg, und der Himmel leuchtete in einem tiefen Rot. Fast so, als wollte er mit den Glühwürmchen konkurrieren.

    Abends endlich in Whangārei angekommen. Und dann das Highlight des Tages: Die supernette Motelbesitzerin (kommt ursprünglich aus China ❤️) hat unser Doppelzimmer einfach kostenlos in ein großes Familienzimmer upgegradet – mit kompletter Küche und allem Drum und Dran. Einfach so. Wir waren richtig happy.

    11.04.2026 – Heute erstmal entspannt: nur 10 Minuten zur Whangārei Falls gefahren. Ein hübscher Wasserfall mit kleinem Fluss und Wanderwegen bis in die Stadt. Wir sind etwa 30 Minuten rumgelaufen – danach allerdings klatschnass. Mischung aus Nieselregen und Gischt… nennen wir es „natürliches Spa-Erlebnis“.

    Nächster Stopp: Mount Parihaka Lookout & Memorial.
    Kleiner Haken: 1 km vor dem Ziel war die Straße gesperrt (Erdrutsch lässt grüßen). Also Auto abgestellt und zu Fuß weiter. Abenteuerlevel +1. Leider war die Aussicht wegen grauem Himmel und Nieselregen eher „mystisch verschwommen“ als „Wow-Panorama“.

    Danach zum Town Basin – super süßer Hafenbereich mit Parks, Cafés und kleinen Shops. Und mittendrin: das Hundertwasser Art Centre – bunt, verspielt, organisch, irgendwie wie ein Gebäude, das gute Laune hat.

    Ein paar Schritte weiter dann ein kleines Ingenieurs-Schmankerl: die Rolling Ball Clock.
    Statt Zeigern rollen hier Kugeln durch ein System aus Schienen und Hebeln. Jede Minute wird eine Kugel weiterbefördert, jede Stunde passiert ein kleines mechanisches „Reset-Ritual“, bei dem Kugeln gesammelt und neu verteilt werden. Es ist gleichzeitig Uhr, Kunstwerk und Geduldsspiel für alle, die versuchen zu verstehen, wie das Ding eigentlich funktioniert. Spoiler: Wir haben einfach fasziniert zugeschaut.

    Am Hafen wurde es dann leicht hektisch: Ein Zyklon war für den Abend angekündigt. Die Leute haben ihre Boote gesichert, alles festgezurrt, was nicht fest war. Stimmung: „Wir nehmen das ernst – aber mit Routine.“

    12.04.2026 – Der Zyklon ist nachts durchgezogen: viel Regen, alles patschnass. Heute weniger Regen, dafür ordentlich Wind – so richtig „halte-deine-Mütze-fest“-Wind.
    Trotzdem auf zu den Whangārei Heads. Unterwegs lagen überall Zweige auf der Straße, und an manchen Stellen kamen sogar Erde und Steine vom Hang runter. Natur sagt: „Ich war gestern beschäftigt.“
    Da der Mount Manaia Track gesperrt war, sind wir stattdessen den Mt Aubrey gelaufen – etwa 2 Stunden. Der Wald war wegen des Windes komplett in Bewegung, fast wie ein lebendiges Wesen. Ehrlich gesagt hatte ich zwischendurch kurz die Sorge, dass mir gleich ein Ast oder Stein auf den Kopf fällt 😅

    Aber: riesige alte Bäume, tolle Aussicht – und oben so starker Wind, dass ich mich teilweise festhalten musste, um nicht spontan wegzufliegen.

    Danach: Smugglers Bay.
    Vom Parkplatz aus ca. 15 Minuten Fußweg durch Schlamm und nasse Wiesen – aber diese Wiesen! Knackig grün, saftig, fast schon übertrieben idyllisch. Zwischendurch kam sogar die Sonne raus, und alles sah aus wie in einem Märchen.

    Und dann… die Kühe.
    Schwarz, geschniegelt, und sie haben uns angeschaut wie eine Jury bei einer Castingshow. Ernst, leicht genervt, mit so einer V-förmigen Stirn – ein bisschen wie Angry Birds in Kuhform. Ich musste laut lachen. Die Kühe fanden mich vermutlich respektlos.

    Die Bucht selbst: atemberaubend schön.
    Michael hatte sogar Badesachen dabei – optimistisch, wie immer. Aber bei dem Wind und den hohen Wellen: eher Kategorie „Surfer mit Todessehnsucht“ als „entspannt schwimmen“.

    Letzter Stopp: Ocean Beach.
    Die Straße dahin führt stellenweise direkt am Wasser entlang – so nah, dass die Wellen auf die Straße schwappen. Schon ein bisschen wild.
    Der Strand selbst? Noch wilder. Das Meer war richtig wütend.
    Schwimmen? Nein. Einfach nein.

    Fazit des Tages: Natur 1 – wir 0 (aber glücklich).

  • Neuseeland – Te Aroha & Whitianga

    08.04.2026: Das Wetter in Hamilton hat sich in den letzten Tagen leider nicht von seiner Schokoladenseite gezeigt: grau, regnerisch, leicht deprimierend – immerhin bei „sommerlichen“ 20 Grad. Nach unserem Museumsbesuch blieb uns also nichts anderes übrig, als uns heldenhaft weiter durch die epische Welt von „Der Herr der Ringe“ zu kämpfen. Wenn schon draußen Mordor-Stimmung, dann wenigstens auch auf dem Bildschirm.

    Heute ging es dann von Hamilton Richtung Norden nach Whitianga – in der optimistischen Hoffnung, das Regenwetter endlich hinter uns zu lassen. (Spoiler: Das Wetter hatte andere Pläne.)
    Unterwegs machten wir einen spontanen Stopp im kleinen Ort Te Aroha – und haben uns dort etwas wirklich Besonderes gegönnt: ein Mineral Spa. Ein privater Hot-Water-Tub, gespeist aus heißen, mineralreichen Thermalquellen. Luxus-Level: Hobbit trifft Wellness.
    Man kann sich für 30, 45 oder 60 Minuten ein eigenes kleines Spa-Zimmer buchen – wir entschieden uns für 45 Minuten, und das war genau richtig. Ein schönes Holzbecken, gefüllt mit klarem, einladendem Wasser. Temperatur? Selbst einstellbar.

    Das Ergebnis: seidig weiche Haut und ein Zustand tiefer Zufriedenheit. Kurz gesagt – wunderschön.

    09.04.2026: Angekommen in Whitianga… und ja, das Wetter hat uns weiterhin treu begleitet. Nieselregen, leichter Wind, grauer Himmel – aber immerhin 21 Grad. Also: Regenjacke an, feste Schuhe geschnürt und los geht’s.
    Unser Ziel: Cathedral Cove.
    Nach etwa 30 Minuten Fahrt dann die erste kleine Überraschung: Der eigentliche Parkplatz ist bis Ende April gesperrt. Stattdessen reisen viele Besucher mit Shuttle-Bussen an. Wir entschieden uns für die sportlichere Variante: Parken am Hahei Beach und dann zu Fuß weiter.
    Der Weg? Rund eine Stunde. Hoch, runter, Treppen rauf, Treppen runter – ein kleines Fitnessprogramm inklusive.
    Aber dann: Ankunft.

    Eine wunderschöne kleine Bucht, eingerahmt von Felsen auf drei Seiten. Vor uns das aufgewühlte Meer, einzelne Felsen ragen dramatisch aus dem Wasser. Rechts ein kleiner Wasserfall – fast wie aus einem Filmset.

    Und links: das Highlight.
    Ein riesiger Felsen mit einem gewaltigen Loch in der Mitte – ein natürlicher Torbogen, durch den man direkt auf die Wellen und einen weiteren Felsen im Meer blickt. Trotz grauem Wetter wirklich beeindruckend.

    Ganz allein waren wir übrigens nicht – einige besonders mutige (oder einfach kälteresistente) Menschen schwammen tatsächlich im Meer. Respekt.
    Wegen möglicher Steinschläge nach dem Regen hielten wir uns nicht allzu lange unter dem Felsbogen auf. Ein paar Fotos, ein kurzer Spaziergang zum Wasserfall – und nach etwa 15 Minuten ging es schon wieder zurück zum Auto.

    Nächstes Ziel: Hot Water Beach.
    Die Recherche klang vielversprechend: natürliche heiße Quellen direkt unter dem Sand. Man muss nur zur richtigen Zeit kommen – etwa zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach Ebbe. Dann kann man sich mit einer Schaufel seinen eigenen kleinen Pool graben.
    Theorie: genial.
    Praxis: …naja 😄
    Bevor wir uns bei dem Wetter halb ausziehen und eine Erkältung riskieren, wollten wir erstmal schauen. Gegen 16:30 Uhr kamen wir am Hauptparkplatz an – komplett voll. Und kostenpflichtig.
    Also Plan B: der etwas nördlich gelegene Hot Water Beach Zugang über den „Domain Road Carpark“. Von dort aus kommt man direkt an den Strand – deutlich entspannter.
    Schon von weitem sahen wir: Menschen. Viele Menschen. Sehr viele Menschen.

    Anscheinend gibt es nur wenige Stellen mit wirklich heißem Wasser – und genau dort versammelten sich ungefähr 100 Leute mit Schaufeln, Händen und einer beeindruckenden Portion Enthusiasmus während weitere 50 -100 Leute dem Treiben skeptisch zu schauten.
    Was entstand, war weniger ein idyllischer Spa-Bereich und mehr… eine kreative Baustelle.
    Sand, Schlamm, Wasser, Dampf – alles wild durcheinander. Kleine Pfützen überall. Einige hatten schon aufgegeben, andere gruben noch mit vollem Einsatz weiter. Kinder buddelten begeistert mit Händen und Füßen, Erwachsene sahen aus wie frisch paniert.
    Es war chaotisch, matschig – und ehrlich gesagt ziemlich lustig anzusehen.
    Wir haben das Ganze aus sicherer (und trockener) Entfernung beobachtet, ein paar Fotos gemacht und uns köstlich amüsiert.

    Fazit: Die Idee ist großartig – aber vermutlich nur wirklich magisch, wenn man nachts kommt, bei gutem Wetter, mit weniger Leuten und vielleicht unter Mondschein.
    Heute war es eher… „DIY-Thermalbad trifft Sandkasten-Großprojekt“.

  • Neuseeland – Hobbiton und Hamilton

    05.04.2026 – Vor einer Woche hatten wir diesen glorreichen Plan: Wir schauen uns etwas ganz Besonderes an – das Hobbiton Movie Set. Klang einfach. War es natürlich nicht. Denn: Hobbiton liegt auf einer „Living Farm“. Bedeutet übersetzt: Du kommst da nur rein, wenn du dich brav einer geführten Tour anschließt. Und Überraschung – für unseren Zeitraum? Alles ausverkauft. Komplett. Nada. Ende Gelände.
    Also saßen wir da, leicht geknickt, und fanden bei der Recherche heraus: Man sollte diese Tour mindestens 3–4 Monate vorher buchen. Drei. Bis. Vier. Monate.
    Wir? Natürlich wieder viel zu spät. Typisch wir.
    Aber Michael wäre nicht Michael, wenn er einfach aufgeben würde. Motto: „Geht nicht“ gibt’s nicht.
    Nach ein paar Minuten wildem Herumklicken (und vermutlich leichtem Stressschweiß) fand er tatsächlich ein Kombi-Paket mit Lunch – schlanke 80 € pro Person – und … zwei freie Plätze!
    Also sofort gebucht. Wieder mal mit einem Bein im Glück gelandet. Die Vorfreude war entsprechend groß.

    Am Tag der Tour ging’s von Rotorua zum Startpunkt. Die Landschaft? Laut Michael: „Sieht aus wie im Allgäu.“
    Sein Fazit: „Hätten sie auch einfach da drehen können.“
    Ich: …lass uns erstmal schauen. Es muss ja irgendwas Besonderes haben.
    Nach Parkplatzsuche und Ticketkontrolle wurden wir in einen Bus verfrachtet. Drinnen: Filmszenen auf dem Bildschirm, epische Musik aus den Lautsprechern – sofort Gänsehaut.
    Unsere Tourguide (mit einer Stimme, die wahrscheinlich auch Einschlafgeschichten verkaufen könnte) stellte sich vor, und es lief ein Begrüßungsvideo von Peter Jackson und dem Farmbesitzer.
    Kurze Hintergrundstory: 1998 entdeckte Jackson diese Farm während eines Helikopterflugs über Neuseeland. Er war so begeistert, dass er sich direkt mit dem Besitzer zusammensetzte – und zack, Hobbiton war geboren.

    Nach ein paar Kurven, vorbei an alten Filmcamps und sehr zufriedenen Schafen, war es dann so weit: Hobbiton tauchte auf. Und wirklich alle im Bus gleichzeitig: „Woooow.“
    Zwei Minuten später standen wir mitten drin.

    Sanfte Hügel, ein See mit riesigem Baum, saftig grüne Wiesen, Obstbäume voller Früchte – und überall diese kleinen, bunten, runden Hobbit-Türen. Aus den Schornsteinen stieg sogar Rauch auf, als würde drinnen gerade jemand Suppe kochen. Teilweise waren die Feuer sogar echt.
    Wäsche hing draußen. Es war absurd idyllisch. Fast schon zu perfekt. Ein kleines Paradies.

    Einige Häuser waren im Maßstab 1:1 Menschengröße, andere wegen der Authentizität nur 60% so groß. Was teilweise lustig war, wenn man davor stand.

    Dann die große Frage: Was ist hier eigentlich echt?
    Antwort der Guide: Alles, was aus der Erde wächst – echt.
    Alles auf Tischen oder in den Häusern – fake. (Sehr überzeugend fake, wohlgemerkt.)

    Und dann kam das Highlight: Wir durften in ein Hobbit-Haus rein!
    Alles anschauen, anfassen, aufs Bett legen, am Tisch sitzen – und natürlich alles fotografieren.
    Ich fühlte mich wie eine Mischung aus Alice im Wunderland und Schneewittchen im Zwergenhaus. Alles klein, gemütlich, liebevoll eingerichtet.
    Für mich: fast perfekte Größe.
    Für Michael: eher… sportlich.
    Er lief da durch wie Gandalf – ständig den Kopf einziehen und leicht gebückt. Sehr würdevoll. (Also fast.)

    Danach ging’s weiter am Wassermühle vorbei, über die Bogenbrücke zum See, zum berühmten Green Dragon Inn – der Bar, in der die Hobbits feiern.
    Dort gab’s Bier, Cider oder Ginger Beer – selbstverständlich stilecht.

    Und als krönenden Abschluss: ein ordentliches Buffet im Zelt, inklusive Kuchen.
    Kurz gesagt:
    Plan chaotisch. Buchung knapp. Erwartung skeptisch.
    Aber am Ende? Einfach magisch.

    Zwei Tage später haben wir uns den ersten Teil der „Lord of the Rings Trilogy“ noch mal angeschaut und in vielen Szenen die Ort von unser magischen Tour wiedererkannt.

    Exkurs: Historie von Hobbiton

    Wie Peter Jackson zum Drehort, der Alexander Farm, kam hatten wir ja oben schon erwähnt. Aber bis zum fertigen Filmset wiie es heute ist, war es ein langer Weg. 1999 begannen die Arbeiten für das Filmset. Aber es gab keine Straße für die Baufahrzeuge und später für die Wohnwagen der Filmcrew und Stars auf dem Gelände. Also wandte sich Peter Jackson an den damaligen Ministerpräsidenten und dann wurde eine 1,5 km lange Straße vom neuseeländischen Militär gebaut … so die Geschichte. Es wurde 39 Hobbit-Häuser (Hobbit Holes) gebaut, Bäume umgepflanzt, Brücken und weitere Gebäude errichtet. Der Dreh konnte Ende 1999 beginnen und dauerte etwa 3 Monate … im 1. Teil spielen etwa 38 min in Hobbingen (engl. Hobbiton). Anschließend wurde das Set wieder eine Schafweide und zerfiel zunehmend. Aber 2009 wurde Hobbiton wurde über 2 Jahre lang mit besseren haltbaren Materialien für die Hobbit Trilogie wieder hergestellt. Seit dem Dreh der Szenen in Neusseland, welcher Ende 2011 stattfand, wird das Filmset bis heute als Touristenattraktionen genutzt.

    06.04.2026 – Hamilton

    Im Hamilton, einem kurzen Zwischenstop auf unserer Reise in den Norden Neusselands, waren wir im „Te Whare Taonga o Waikato Museum“. Hier kann man ein wenig über die Geschichte der Maori auf Neuseeland erfahren. Wie sie vor tausenden Jahren auf der Insel ankamen, sich ausbreiteten und begannen das Land zu nutzen. Es werden alte Boote, große zeremonielle Holzfiguren und alte Gebrauchsgegenstände ausgestellt. Des weiteren kann man den Wandel der Stadt Hamilton von ein paar Hütten am Fluss zu einer modernen Stadt mit Eisenbahn, Brücken und vielen Gebäuden sehen.

    Nächste Station: Coromandel Peninsula.

  • Neuseeland – Tongarriro & Rotorua

    31.03.2026: Heute ging es von Wellington in den Tongariro Nationalparrk. Die Fahrt dauerte über 4 Stunden – genug Zeit, um sich gedanklich schon mal in die Berge zu träumen. Unterwegs machten wir Halt beim „Hapuawhenua Viaduct“ – oder einfach: der Brücke, auf der man Schwindelfreiheit trainieren kann. Die gesamte Wanderung dorthin dauerte inklusive Fotostop rund 100 Minuten. Und wir waren endlich mal völlig allein an einem Sightseeing-Spot.

    Dieses Viadukt stammt aus dem Jahr 1908 und ist eine von wenigen noch erhaltenen Stahlbinder-Konstruktionen Neuseelands. Besonderheit: es ist nicht gerade, sondern leicht gebogen – ästhetisch ein Traum, für die Ingenieure damals eher ein 284 m langer und 45 m hoher Alptraum. Wegen des engen Radius durfte die Eisenbahn hier nur mit 20 mph (ca. 32 km/h) über die Brücke flitzen. 80 Jahre später wurde das Viadukt wegen der gestiegenen Anforderungen nebenan eine nicht so ansehnliche Stahlbeton-Konstruktion für die Züge gebaut.

    Heute steht die alte Schönheit still und ist Teil eines Wanderweges durch den Tongariro Nationalpark … die Schienen sind weg, aber wir durften auf den Schwellen balancieren und 45 Meter in die Tiefe schauen. Praktisch: der Abstand zwischen den Schwellen beträgt nur 15 cm – also höchstens ein Fuß drin, aber kein ganzer Mensch. 😉Übrigens: Nach der Stillegung diente das Viadukt zeitweise sogar als Bungee-Jumping-Spot.

    01.04.2026: Nach der ersten Übernachtung im Tongariro Nationalpark wanderten wir nach dem Frühstück zu den „Tama Lakes“. Upper und Lower Tama Lake sind zwei Kraterseen mit atemberaubend blauem Wasser. Die Wanderung: ca. 17 Kilometer und 540 Höhenmeter, inklusive Verpflegungspause etwa 6 Stunden.

    Der Weg führt teils über Stock und Stein, während ein kalter Wind durch die Berge pfeift. Also: gute Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung Pflicht! Überraschung unterwegs: immer wieder Toilettenhäuschen – in den Bergen! Wir waren beeindruckt.

    Unterwegs kamen wir auch an den „Taranaki Falls“ vorbei, einem 20 Meter hohen Wasserfall. Zum Glück führte er genügend Wasser, sodass er nicht aussah wie ein vertrockneter Gartenschlauch.

    02.04.2026: Weiter ging die Reise nach Rotorua. Kurz nach der Abfahrt hielten wir bei den „Tawhai Falls“, einem hübschen, aber eher unspektakulären Wasserfall, erreichbar in etwa 10 Minuten von der Straße. Danach zum „Lake Taupo“, einem Kratersee eines vor rund 26.000 Jahren kollabierten Vulkans und der größte See Neuseelands.

    Traumwetter, also langer Spaziergang am See. Unterwegs stießen wir auf einen „Wasser-Golfplatz“. Abschlag auf einer Terrasse am Ufer, die „Holes“/Löcher auf einer schwimmenden Plattform 104 Meter entfernt. Bei der „Hole in One Challenge“ winkten bis zu 10.000 NZD – da konnten wir natürlich nicht widerstehen. 30 Bälle gekauft, Schläger geschnappt, erster Schlag: 15 Meter ins Wasser – immerhin war er sichtbar! Die nächsten Schläge kamen zwar näher an die Plattform, aber nicht in die richtige Richtung. Einige Bälle purzelten vom Ufer ins Wasser, andere direkt daneben. Ein Held im knallgelben Helm fischte mit einem Kescher alle Bälle aus dem See – Hardcore-Recycling.

    Nach diesem Abenteuer fuhren wir zu den „Huka Falls“, 15 Meter hohe, kristallblaue Wassermassen (220 m³ pro Sekunde), die sich aus einem 15 Meter breiten Canyon vulkanischen Ursprungs stürzen. Laut, beeindruckend und spektakulär – ein richtiges Naturkonzert! Anschließend Weiterfahrt nach Rotorua.

    03.04.2026: Rotorua – Stadt mitten auf der Nordinsel, berühmt für geothermische Aktivitäten und die Maori-Kultur. Überall Dampf, überall heißes Wasser, und der Geruch erinnert an faule Eier – willkommen im Schwefelparadies!

    Am Morgen machten wir einen Spaziergang am „Sulphur Point“, einem Teil des Rotorua-Sees, geprägt von Geothermie. Gase (hauptsächlich Schwefel) und heißes Wasser steigen auf – schwimmen verboten, die 100°C wollen wir nicht testen.

    Wir suchten anschließend einen kostenlosen Aussichtspunkt für den „Pohutu Geysir“. Google führte uns direkt ins „Whakarewarewa – The Living Maori Village“, wo Führungen gegen Geld angeboten werden. Glück gehabt: jemand schenkte uns auf dem Parkplatz ein Ticket im Wert von 55 NZD. Somit mussten wir nur noch ein Ticket kaufen – ein echtes Schnäppchen!

    Die Tour brachte uns die Maori-Kultur inkl. Maori-Sprach (Te Reo Maori) Crashkurs näher. Heute leben die Maori hier modern, mit Strom, Heizung und Autos – aber Traditionen wie Tanz, Gesang und Stammesrituale werden gepflegt. Über einem heißen Erdofen gab es Maiskolben – mit Salz überraschend lecker. Danach ging es an verschiedene heiße Quellen und Badebecken.

    Der „Pohutu Geysir“ (Te Puia) spuckte bis zu 10 Meter hoch, manchmal sollen es sogar 30 sein (heute nicht), und gilt als größter Geysir der südlichen Hemisphäre. Kleinere Geysire (Kereru und Te Tohu, benannt nach den Prince of Wales, heute King Charles III.) spucken nur 1 Meter hoch oder heißen Dampf. Wir beobachteten das Spektakel etwa 20 Minuten, während wir unsere Brotzeit genossen. Anschließend marschierten wir dann doch noch zum kostenlosen Aussichtspunkt – die Geysire waren weit entfernt, aber für den Blick auf Stadt und Landschaft lohnte sich der einstündige Marsch.

    04.04.2026: Gegenüber unserer Unterkunft lag der „Kuirau Park“ mit heißen Pools, blubbernden Schlammlöchern und einem Samstagsmarkt mit Maori-Handwerkskunst und Leckereien. Da wir zuvor gut gefrühstückt hatten, mussten leider auf die Köstlichkeiten verzichten. Aber dafür hatten wir aber ein 40°C-Fußbad in einer heißen Quelle. Plätze am Beckenrand waren heiß umkämpft – wortwörtlich.

    Mittags dann zum „Redwood Forest“: mit kalifornischen Redwoods die hier ab 1901 angepflanzt wurden. Über 120 Jahre alte Bäume, bis zu 75 m hoch, einige mit 2 m Durchmesser. Der ursprüngliche Wald mit riesigen 2000 Jahre alten Bäume (bis 6 m Durchmesser und 120 m Höhe) war durch kommerzielle Forstwirtschaft abgeholzt worden. Auf dem „Whakarewarewa Forest Treewalk“ wanderten wir 40 Minuten über 28 Hängebrücken in bis zu 20 m Höhe – alles mit Nylon-Lastschlaufen an den Bäumen befestigt, kein Bohren oder Schrauben an den Bäumen. Öko-Abenteuer deluxe!

    Am Abend haben wir noch eine kostenlose heiße Quelle besucht. Das Wasser im Bach war zunächst zu heiß, also liefen wir ein paar Meter, bis es angenehm bei ca. 35°C war. Unter einem kleinen Wasserfall sprangen wir ins warme Wasser – ein bisschen Schwefelduft in der Luft, Dampf wie im Winter-Freibad, und unsere Haut fühlte sich danach seidenweich an – Wellness mit Abenteuer-Bonus.

    Nächster Stop: Hobbiton – das Filmset aus den „Herr der Ringe“ und „Hobbit“-Filmen. Hobbitfüße bereitmachen! 🧙‍♂️

  • Neuseeland – Wellington

    28.03.2026: Heute ging es per „Kurz“-Flug nach Wellington, der Hauptstadt von Neuseeland auf der Nordinsel. Fähre: 3,5 Stunden. Flug: 30 Minuten. Preis? Gleich teuer – eine dieser Entscheidungen, bei denen man sich fragt, ob man gerade den Flugzeugfreak oder den Fährenliebhaber in sich weckt.

    Am Flughafen gelandet, schnell mit dem Bus ins Hotel gejumpt und gleich mal das Stadtleben erobert. Und zack, Glück gehabt! Es fand das „CubaDupa“-Festival statt. Ein Straßenfest, bei dem sich Kunst, Theater, Tanz, Musik und kulinarische Genüsse in bunten Farben die Hand geben. Überall Bühnen, Foodtrucks aus der ganzen Welt und Menschen in allen Formen und Farben. Wir haben uns durch die Straßen treiben lassen, bis wir endlich das perfekte Essen gefunden hatten – für den hungrigen Entdecker eine wahre Offenbarung. Nach der Magenberuhigung haben wir uns noch ein bisschen durch die Straßen treiben lassen und das Festival in vollen Zügen genossen.

    29.03.2026: Heute standen die Sehenswürdigkeiten der Stadt auf dem Plan. Zuerst ging’s zur Hafenpromenade und zum „Wellington Sign“ – dieser riesige Schriftzug, bei dem man das „I“ in „Wellington“ ersetzen kann. Wir mussten kurz warten, weil auch andere die perfekte Instagram-Pose suchten – das durchwachsene Wetter hielt die Massen nicht ab. Endlich waren wir dran und schnappte unsere Bilder.

    Direkt daneben stand eine Statue, die aussah, als würde sie jeden Moment ins kalte Wasser springen.

    Ein paar dramatische „Rettungsversuche“ später, ging es weiter zum Mount Victoria – ein Aussichtspunkt über der Stadt. Über steile Treppen und Pfade kraxelten wir auf den Gipfel. Der Blick von oben? Ein 360°-Panorama! Auf der einen Seite der Flughafen – der wirklich aussieht, als könnte man bei einer zu fürhen oder zu verspäteten Landung direkt im Meer landen. Auf der anderen Seite der Hafen mit den Fähren und einem riesigen Container-Terminal. Wahrscheinlich nicht der beste Ort, um eine Brise zu schnappen, aber hey, schöne Aussicht!

    Am späten Nachmittag zurück im Hotel, haben wir uns der Detailplanung für die nächste Station gewidmet. Aber dazu später mehr – ich will euch ja nicht zu früh spoilern.

    30.03.2026: Nach einem entspannten Frühstück holten wir unseren Mietwagen ab (für die nächsten 3 Wochen durch Neuseeland!) und fuhren zur „Weta Workshop Experience“. Hier konnte man richtig „Herr der Ringe“-Luft schnuppern – auch wenn wir die Ausstellung ausließen, standen draußen immerhin drei riesige Trolle, die in der Hobbit-Trilogie mitmischten. Natürlich haben wir uns mit den Kerlchen ablichten lassen. Wer kann schon widerstehen, neben einem Troll zu posieren?

    Weiter ging’s zum „Otari Wilton’s Bush“, einem Park, in dem die Vögel so laut zwitschern, dass man denkt, der ganze Wald ist ein einziger Kaffeeklub. Und dann – der Hammer: Wir entdeckten einen Aal im Bach. Ein Monster von einem Aal! Mindestens einen Meter lang und so dick wie der Oberarm von Arnold Schwarzenegger! 😉 Ich sag’s mal so: Der hätte locker den Weltrekord im „größter Aal“ gewonnen.

    Wir haben weitergeforscht und viele weitere Vögel entdeckt, unter anderem den „Tui“ – der Gesangsmeister des Waldes. Dieser Vogel hätte wahrscheinlich den ersten Platz in einem Neuseeland-Casting-Show gewonnen.

    Es ging weiter, und wir landeten im Botanischen Garten, wo Bäume und Pflanzen standen, die teilweise mehrere hundert Jahre alt waren. Die Vögel gaben hier natürlich auch ihren Senf dazu. Wir entdeckten „Kaka’s“, eine ziemlich schreiende Papageienart, die über uns ein Konzert gaben, das einen Fischmarkt in Hamburg blass aussehen ließ. Und dann, ein echter Höhepunkt: „Kereru’s“ – diese riesigen Tauben flogen durch die Bäume und ließen sich im Park nieder. Ganz zum Schluss schwirrten kleine „Piwakawaka Fantail’s“ um uns herum, die mit ihren schwarz-weiß glänzenden Fächer-Schwänzen beeindrucken wollten. Kurz gesagt: Der Park war ein echtes Vogelparadies – und wir als begeisterte Vogelbeobachter waren voll in unserem Element.

    Morgen geht es weiter in den Tongariro National Park. Es bleibt also spannend.

  • Neuseeland – Kaikoura & Blenheim

    Robben-Tour statt Wal-Tour 🐋➡️🦭
    24.03.2026 – Von den Pancake Rocks sind wir über 5 Stunden nach Kaikōura gefahren – über den wunderschönen Lewis Pass. Drei Übernachtungen hatten wir dort gebucht. Warum der ganze Aufwand? Ganz klar: Wale! 🐋
    Denn theoretisch kann man dort das ganze Jahr über Wale beobachten. Theoretisch.

    Also haben wir schon einen Monat vorher voller Vorfreude eine Wal-Tour für den 26.03. gebucht. Ich war wirklich mega gespannt!
    Tja… leider hat das Wetter andere Pläne gehabt. Starker Wind, hohe Wellen – Tour abgesagt.
    „Okay, dann halt morgen!“ dachten wir.
    Spoiler: Am 27.03. auch nichts. 🙃
    Die Enttäuschung war groß. Kurz kam sogar die philosophische Frage auf:
    Ist das ein Zeichen, dass wir nochmal nach Neuseeland kommen müssen?
    Naja… so schön die Theorie auch ist – gegen das Wetter gewinnt man einfach nicht.

    Aber: Die Entschädigung ließ nicht lange auf sich warten
    Unsere Unterkunft war einfach der Hammer – bisher mit Abstand die beste! Moderne Einrichtung, voll ausgestattete Küche, Waschmaschine, Trockner, Badewanne mit Massagedüsen (!) und sogar ein Kamin im Wohnzimmer.
    Abends saßen wir mit einem Glas Rotwein vorm Feuer und dachten uns:
    Okay… vielleicht ist das hier doch kein so schlechter Deal. 🍷🔥
    Ich habe mich fast wie zu Hause gefühlt.

    25.03 – Die Robben übernehmen die Show
    Wenn keine Wale, dann eben… Robben! 🦭
    Wir sind einmal die halbe Halbinsel zu Fuß abgelaufen, gestartet an der South Bay Parade, immer entlang der Küste – vorbei an „Whale Bay“ (haha… Ironie des Schicksals) und weiter zur Kaikoura Peninsula Seal Colony.
    Und da warteten sie: gefühlt tausende Pelzrobben!
    Kleine dunkle Babys, graue Mamas und große, imposante Männchen. Die meisten lagen entspannt auf den Felsen und haben geschlafen – ein echtes Robben-Spa.

    Einige besonders entspannte Exemplare lagen sogar mitten im Busch direkt neben dem Fußweg. Kein bisschen scheu. Eher so:
    „Du willst vorbei? Ja dann geh halt…“ 😄

    Wir haben natürlich brav mindestens 10 Meter Abstand gehalten und waren leise.
    Die kleinen Robben waren dafür umso aktiver – neugierig, verspielt, am Herumkrabbeln, Hüpfen und Planschen in den Felsenpools.
    Mit ihren großen schwarzen Knopfaugen sahen sie aus wie lebendige Kuscheltiere. Ganz ehrlich: Ich hätte am liebsten eine eingepackt. (Keine Sorge – hab ich nicht 😄)

    Danach haben wir noch ein paar wunderschöne Aussichtspunkte mitgenommen – echtes Postkarten-Panorama. Insgesamt habe ich fast 25K Schritte an dem Tag gemacht.

    26.03 – Sturm, Regen und… Plan B
    Das Wetter blieb stur: starker Wind, raues Meer, Nieselregen – alles grau und ungemütlich.
    Diesmal mussten wir zugeben: Die Absage war absolut berechtigt.
    Also haben wir den Tag entspannt in unserer Luxus-Unterkunft verbracht und die weitere Reise geplant.
    Am Abend gab’s dann Seelen-Therapie in Form von Essen: die berühmten „Crayfish“ – also Langusten. 🦞
    Für Michael war es das erste Mal. Urteil: sehr lecker!
    Preis: weniger lecker – etwa 120 Dollar (ca. 60 €) für 500–600 g.
    Aber hey… das hat die Wal-Enttäuschung zumindest ein bisschen wettgemacht.

    27.03 – Technik, Geschichte und ein Perspektivwechsel
    Am letzten Tag ging es weiter nach Blenheim, da wir am nächsten Tag nach Wellington fliegen wollten.
    Dort haben wir das Omaka Aviation Heritage Centre besucht. Eine wirklich beeindruckende Ausstellung mit Flugzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg – darunter auch vier deutsche Maschinen sowie viele aus England, den USA, Australien und Russland.

    Besonders eindrucksvoll war ein Simulationsfilm zur Bombardierung von Schlacht von Stalingrad. Sehr intensiv und nachdenklich stimmend.
    In solchen Momenten wird einem wieder bewusst, wie privilegiert es ist, heute in einer relativ friedlichen Welt zu leben.
    Leider war die Zeit knapp – eine weitere Halle zum Ersten Weltkrieg und eine Oldtimer-Ausstellung konnten wir wegen der frühen Schließzeit (17:00 Uhr) nicht mehr vollständig anschauen.

    Fazit:
    Keine Wale gesehen… aber dafür Robben, Luxus-Unterkunft, gutes Essen und viele besondere Momente erlebt.
    Manchmal läuft eben nicht alles nach Plan – aber genau das macht die Reise erst spannend. 😊

  • Neuseeland – Pancake Rocks

    Nach dem grandiosen Hubschrauberflug ging’s für uns ganz entspannt (also… mit leichtem Adrenalin-Flash) drei Stunden die Westküste entlang Richtung Norden – Ziel: Pancake Rocks.

    Unser erster spontane Zwischenstopp: Hokitika. Ein kleiner Ort, aber mit einem Strand, der aussieht, als hätte ihn ein etwas exzentrischer Künstler eingerichtet. Überall angespültes Holz – alte Baumstämme, Äste, bizarre Formen.

    Und irgendjemand (oder eher: ganz viele kreative Köpfe) hat daraus Kunstwerke gebaut. Der ganze Strand wirkt wie eine Open-Air-Galerie: graue Steine, wildes Meer, blauer Himmel – die Sonne übernimmt die Beleuchtung und der aufsteigende Wassernebel sorgt für dramatische Spezialeffekte.

    Ehrlich: So etwas habe ich noch nirgendwo gesehen. Absolute Lieblingsstelle!

    Dann ging’s weiter. Immer wieder tauchten diese spektakulären Küstenlandschaften auf – quasi die neuseeländische Version der Great Ocean Road. Nur statt goldener Strände und hellbrauner „Apostel“ gibt’s hier graue Kiesstrände, dunkle Felsen und eine deutlich dramatischere Farbpalette. Der Ozean? Komplett außer Rand und Band. Wellen krachen gegen die Felsen und schleudern Gischt meterhoch in die Luft – Naturkino vom Feinsten.

    An den Pancake Rocks angekommen: strahlender Sonnenschein. Parkplatz kostet 5 Dollar pro Stunde – fast schon Münchner Verhältnisse! Die Sehenswürdigkeit selbst ist zum Glück kostenlos. Der Weg ist perfekt angelegt, eigentlich ein gemütlicher 20-Minuten-Spaziergang… wir haben natürlich fast eine Stunde gebraucht. Warum? Weil man alle paar Meter stehen bleibt und denkt: „Was zur Hölle passiert hier eigentlich?!“

    Die Felsen sehen tatsächlich aus wie gestapelte Pfannkuchen. Und das Meer hat sich gedacht: „Cool, die höhle ich jetzt mal kreativ aus.“ Überall Löcher, Tunnel, Pools – von oben, von der Seite, von unten. Wasser schießt durch die Felsen, Strömungen treffen aufeinander, es donnert und rauscht. Und bei einer bestimmten Stelle wird bei jeder größeren Welle eine Fontäne durch ein Loch nach oben geschossen – als würde ein riesiger Wal mitten im Felsen einmal kräftig ausatmen. Pure Energie. Man könnte da ewig stehen und einfach nur schauen.

    Nicht weit entfernt haben wir noch die „Punakaiki Cavern“ erkundet – eine komplett natürliche Höhle, ohne Beleuchtung, ohne Geländer, ohne „Bitte hier entlang“. Also: Wanderschuhe an, Stirnlampe auf und rein ins Abenteuer. Die Lampe war Gold wert. Mehrere Gänge, verschiedene Kammern – zwei enden in Sackgassen, einer führt wieder zurück zum Eingang. Später kamen noch zwei Paare dazu: eines hat sich einfach an uns drangehängt (unsere Stirnlampen waren offenbar überzeugender als Handylicht), das andere hat einmal kurz reingeschaut und sich vermutlich gedacht: „Nope, das überlassen wir den Verrückten.“

    Ich war schon in einigen Höhlen, aber das hier war eine Premiere: keine Führung, keine Beleuchtung, keine Menschenmassen – einfach Natur pur und ein bisschen „DIY-Entdeckergefühl“. Vor allem in den ersten zehn Minuten, als wir ganz allein waren, hatte das etwas richtig Abenteuerliches.

    Zum Abschluss des Tages: Sonnenuntergang am Strand und ein langer, entspannter Spaziergang. Wieder so ein Tag, bei dem man abends denkt: Mehr geht eigentlich nicht.

  • Neuseeland – Franz-Joseph und Fox Gletscher

    21.03.2026 – Heute haben wir am Flughafen Christchurch unseren Mietwagen abgeholt und sind über 5 Stunden bis zum Franz-Josef-Gletscher gefahren – natürlich über den berühmten Arthur’s Pass. Klingt schon abenteuerlich, oder? War es auch.
    Unterwegs haben wir hier und da bei ein paar Sehenswürdigkeiten angehalten (aka: „Oh, schon wieder schön, wir müssen anhalten!“).

    Die Landschaft: grüne Berge, bedeckt mit Tannen, darüber weiße Wolken wie Zuckerwatte. Saftige Wiesen mit Kuhherden, blaue Seen und Flüsse mit steinigen Flussbetten. Michael meinte irgendwann, wir könnten auch durchs Allgäu fahren. Stimmt… fast. Der kleine Unterschied: zwischendurch stehen Pflanzen rum, die aussehen wie Palmen, und es gibt ungefähr 1000x mehr Schafe als Menschen.

    Etwa 150 km vor dem Ziel haben wir einen jungen Backpacker aus England eingesammelt, der per Anhalter unterwegs war. Ein ganz junges Gesicht (fast wie mein Sohn), dazu unschuldig blaue Augen – man wollte ihm sofort eine warme Suppe und einen Schal geben. Er reist seit einem Monat alleine durch die Gegend, macht viele Wanderungen und übernachtet oft in der Wildnis. Sehr mutig… oder leicht verrückt – die Grenze ist fließend.
    Wir haben ihn bis Franz Josef mitgenommen, den Rest bis nach Haast an der Westküste musste er sich wieder zusammen stoppen (per Anhalter natürlich). Ich wünsche ihm auf jeden Fall viel Glück – und gute Nerven.
    Am Abend sind wir noch in einen Wald in der Nähe unserer Unterkunft gegangen, um Glühwürmchen zu sehen. Etwa 40 Minuten nach Sonnenuntergang ging’s los – in einen ziemlich dunklen Wald. Am Anfang tasten wir uns noch vorsichtig vorwärts („Wo ist der Weg? Bin ich noch auf dem Weg?“), aber nach ein paar Minuten gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit.
    Und dann: überall kleine leuchtende Punkte. Wie kleine Geister. Oder wie ganz viele Augen, die einen beobachten… leicht gruselig, wenn man zu lange darüber nachdenkt. An einer Stelle – vermutlich an einer großen umgefallenen Baumwurzel – waren besonders viele davon. Es sah aus wie ein kleiner Sternenhimmel mitten im Wald.

    Die Idee hatten leider auch andere. Immer wieder begegneten wir Menschen im Dunkeln. Man hört sie kommen, sieht nur Schatten, murmelt ein „Hallo“ und läuft weiter. Ein bisschen wie in einem sehr ruhigen Horrorfilm… nur ohne Opfer. Hoffentlich. Manche leuteten auch wie wild mit ihren Handyleuchten durch die Gegend und konnten vor lauter Licht die Glühwürmchen gar nicht sehen.

    22.03.2026 – Heute stand der Roberts Point Trail auf dem Programm. Traumhaftes Wetter: Sonne, 19 Grad – perfektes Wanderwetter. Also perfekt… bis man merkt, worauf man sich eingelassen hat.
    Am Parkplatz mussten wir erstmal 20 Dollar für ein Tagesticket bezahlen – natürlich nur Kartenzahlung. Willkommen in der Wildnis, aber bitte kontaktlos.
    Nach kurzer Zeit kamen wir an einen wunderschönen See, der die Landschaft spiegelte – fast zu schön für ein echtes Foto (Filter unnötig).

    Nach etwa 10 Minuten dann die erste Hängebrücke. Maximal 5 Personen gleichzeitig. Wackelig ist gar kein Ausdruck. Wer Höhenangst hat, sollte spätestens hier über sein Leben nachdenken.

    Die Aussicht war dafür grandios: Wasser fließt durch steinige Flussbetten, in der Sonne leuchtet es blau, im Schatten eher milchig-grau.

    Der Weg wurde zunehmend anspruchsvoller: kleine Bäche überqueren, rutschige Steine, überall Wurzeln und Blätter – ein natürlicher Hindernisparcours. Zwei weitere Hängebrücken später und mehrere Stellen, an denen ich mit Händen und Füßen klettern musste, war klar: Das ist kein Spaziergang.

    Nach meinem Skiunfall vor einem Jahr (beide Beine gebrochen – ja, wirklich beide!) war das bisher die anspruchsvollste Wanderung. Dank meiner guten Wanderschuhe und Michaels Hilfe bin ich immerhin nicht abgestürzt – was ich persönlich als großen Erfolg verbuche.
    Immer wieder begegneten wir anderen Wanderern, an engen Stellen musste man warten und sich irgendwie aneinander vorbeischieben. Ein besonderer Engpass war ein 50 Meter langer Steg der an der steilen Felswand befestigt war. Hier musste definitiv einer bei Gegenverkehr zurückgehen … oder über das Geländer nach außen klettern 😉 Über uns flog alle 10 Minuten ein Hubschrauber vorbei – vermutlich mit Leuten, die sich denken: „Wandern? Ach nee…“

    Nach 3 Stunden voller Konzentration, Anstrengung und die 600 Höhenmeter nicht zu vergessen, erreichten wir endlich die Aussichtsplattform. Von dort aus sieht man den Franz-Josef-Gletscher – etwa 3 km entfernt. Leider war ich etwas enttäuscht: Das Eis hat sich seit ca. 2008 stark zurückgezogen und wirkt ziemlich grau und staubig. Nicht ganz das Postkartenmotiv, das man erwartet. Früher reichte die Gletscherzunge noch bis zum Regenwald im Tal und man konnte auf Wanderwegen direkt bis an oder auf den Gletscher gehen. Heute liegt die Gletscherzunge nicht mehr im Tal sondern oben auf dem Steilhang und ist nicht mehr per Fuss zu erreichen.

    Dafür gab es gegenüber einen hohen, wenn auch schmalen Wasserfall – der hat einiges wieder gut gemacht.

    Nach einer kurzen Brotzeit ging es wieder runter. Insgesamt waren wir 6 Stunden unterwegs, 12,5 km. Ergebnis: Meine Beine und Füße fühlten sich an, als hätten sie ihren eigenen Kündigungsbrief geschrieben.

    23.03.2026- Highlight des Tages: Hubschrauberflug über die Fox- und Franz-Josef-Gletscher

    Heute um 9:00 Uhr ging’s los – keine Wolken, strahlender Sonnenschein, angenehme 20 Grad. Besser hätte das Wetter für einen Helikopterflug wirklich nicht sein können. Und angeblich ist das auch die einzige Möglichkeit, diese Gletscher wirklich zu erreichen – also kein Druck 😄

    Nach der Anmeldung kam direkt der spannende Teil: Wiegen. Ja, wirklich. Über 120 kg sollte man besser nicht mitbringen – sonst bleibt man vermutlich am Boden und darf nur winken. Zum Glück bestanden wir alle den „Check“ und bekamen unsere Armbänder wie bei einem exklusiven Event. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung (und ein bisschen Smalltalk zur Beruhigung der Nerven) standen wir schon bereit. Sechs Personen passen rein, wir waren zu fünft – also fast eine Privatvorstellung. Das Bodenpersonal erzählte uns nebenbei, dass es hier vier Anbieter mit jeweils etwa sieben Hubschraubern gibt. Heißt: Wenn viel los ist, könnte es hier aussehen wie auf einem kleinen Flughafen mitten in den Bergen.

    Nach etwa zehn Minuten meinte einer ganz entspannt: „Da kommt euer Hubschrauber.“ Ich: sehe nichts. Höre nur ein leises Brummen. Alle starren in den Himmel wie bei einer UFO-Sichtung – und tatsächlich: ein winziger Punkt, der schnell größer und deutlich lauter wird. Und plötzlich steht das Ding einfach 20 Meter vor uns. Ziemlich beeindruckender Auftritt.

    Dann ging’s los: Flug Richtung Mount Cook und Mount Tasman. Schon allein der Flug war ein Highlight. Aber die Landung auf dem Fox-Gletscher? Noch mal eine ganz andere Liga.

    Oben standen schon zwei andere Hubschrauber, die aus der Luft wie Spielzeug aussahen. Die Landschaft bzw. der Gletscher ist so riesig, dass selbst Menschen und Maschinen plötzlich eher in die Kategorie „Ameise“ fallen.

    Nach der Landung durften wir aussteigen und ein bisschen Gletscherluft schnuppern – allerdings streng geregelt: nur vor dem Hubschrauber und maximal 30 Meter Entfernung. Vermutlich, damit keiner spontan beschließt, allein Richtung Antarktis weiterzuwandern. Die Umgebung: einfach nur wow. Berge, Schnee, alles glitzert – wie eine Mischung aus Postkarte und Windows-Hintergrundbild, nur in echt.

    Fotos durften natürlich auch nicht fehlen – inklusive Selfie mit dem Piloten (der vermutlich jeden Tag solche glücklichen Touristen sieht). Er hat sogar von allen Fotos gemacht, die man später kaufen kann – cleveres Geschäftsmodell.

    Nach etwa zehn Minuten hieß es wieder einsteigen, und wir hoben erneut ab. Weiter ging’s Richtung Norden über den Franz-Josef-Gletscher. Den hatten wir gestern noch von unten gesehen – wo ich war leicht enttäuscht war. Aber von oben? Komplett anderes Level. Riesig, beeindruckend, viel mehr Eis und Schnee als gedacht – und er zieht sich ewig durch die Landschaft. Ich war richtig froh, ihn noch aus dieser Perspektive erleben zu können. Manchmal muss man einfach die Perspektive wechseln (im wahrsten Sinne des Wortes).

    Nach rund 40 Minuten landeten wir wieder sicher im Tal.

    Fazit: Hat nicht nur Spaß gemacht – war ziemlich sicher eines der coolsten Erlebnisse der Reise. 🚁

  • Neuseeland – Christchurch

    19.03.2026 – Heute sind wir mit dem Bus zum Willowbank Wildlife Reserve gefahren – eine wunderschön angelegte, kompakte, aber unglaublich liebevoll gestaltete grüne Oase für heimische und exotische Tiere. Eintritt: ca. 18 € pro Person. Und angeblich gibt es hier die „Big 5“ Neuseelands zu sehen.

    Was das ist? Natürlich weiß das Internet alles: der Kiwi, der freche Kea, die uralte Tuatara, der Buschpapagei Kaka und der sehr seltene Takahe. Wir waren entsprechend aufgeregt – Erwartungen auf Maximum!

    Kaum durch den Eingang, wurden wir von einem plätschernden Bächlein, weißen und braunen Enten, Holzstegen und ganz viel Grün begrüßt. Im Wasser: riesige Aale, die uns erwartungsvoll anstarren – vermutlich dachten sie, wir sind das Mittagessen. So nah, so groß – ich war sofort fasziniert.

    Direkt dahinter stand eine ziemlich lustige Gans, die ich so auch noch nie gesehen habe.

    Wir liefen über kleine Holzstege weiter, vorbei an Teichen, in denen exotische Enten, Schildkröten und sogar Emus durchs Wasser stapften (ja, wirklich!).

    Schwarze Schwäne, chinesische Gänse – alles wirkte ein bisschen wie eine tierische WG ohne klare Regeln. Die „Zäune“ bestanden oft nur aus Holzstangen und dünnen Seilen, aber die Tiere waren gefühlt überall. Dazu gesellten sich Spatzen, Tauben und andere Freigeister – alle friedlich, alle ohne Angst vor Besuchern. Manche chillten einfach direkt neben dem Weg. Absolute Gelassenheit.

    Plötzlich lautes Geschrei – und nein, keine Kinder. 14:00 Uhr war Otter-Fütterung. Die kleinen asiatischen Otter wussten das ganz genau und machten ordentlich Alarm. Kaum hatten sie ihren Fisch, war schlagartig Ruhe. Sehr effizient.

    Die Lemuren waren dagegen deutlich entspannter: Sie saßen einfach da, schauten uns an, als würden sie uns beurteilen („Touristen… schon wieder…“) und knabberten gelegentlich an Obst und Salat. Nebenan: Capybaras – herrlich gemütlich. Eines sonnte sich, die anderen lagen einfach rum. Lebensziel: Capybara werden.

    Später kamen wir in einen Bauernhof-Bereich mit alten Hütten, Fahrzeugen und Werkzeugen. Dazwischen: Schweine, Lamas, Schafe, Hühner, Ponys, Esel, Hasen… Alles zum Anfassen und Füttern. Ein bisschen wie Streichelzoo für Fortgeschrittene.

    Dann wurde es spannend: Wir gingen durch eine Schleuse mit zwei Türen in ein großes, von Netzen überspanntes Areal. Hier begann die „Big 5“-Schnitzeljagd. Auf Ästen, im Gebüsch, irgendwo im Nirgendwo: Kaka, Keas, weiße Tauben, Takahe … Jedes Tier zu entdecken war ein kleiner Sieg. Die Tuatara (Brückenechsen) fanden wir schließlich in einem Terrarium. Ein echtes Relikt – dieses Tier hat einfach mal 200 Millionen Jahre Evolution überlebt. Und ich bin schon stolz, wenn ich meinen Flug nicht verpasse.

    Zum Schluss kam der berühmte Kiwi-Bereich. Zuerst eine kleine Ausstellung mit Infos – inklusive ausgestopfter Exemplare. Die Eier sind riesig, etwa 25 % der Körpergröße der Kiwi-Mama. Kein Wunder, dass sie danach erstmal Ruhe brauchen. Dann ging es in einen komplett dunklen Bereich – nur schwaches, warmes Licht. Absolute Ruhe war Pflicht. wir brauchten einige Minuten, bis sich unsere Augen angepasst hatten. Erst sahen wir: nichts. Dann hörte ich leises Rascheln. Ich blieb stehen. Und plötzlich – ein kleines rundliches Wesen, ein langer Schnabel: ein Kiwi! Er war ständig in Bewegung, völlig rastlos. Fotos? Vergiss es. Dunkel + schneller Kiwi = fotografische Katastrophe.

    Nach und nach kamen andere Besucher, ich spielte spontan Kiwi-Guide („Da! Links! Nein, jetzt rechts!“), und am Ende haben wir tatsächlich alle drei Kiwis entdeckt. Mission erfüllt. Glücklich.

    Insgesamt haben wir fast 50 Tierarten gesehen – inklusive Gibbons und Wallabys.

    Abends ging es dann noch zum Essen in den Riverside Market.

    20.03.2026 – Heute standen Kultur und Natur auf dem Programm: Die Christchurch Art Gallery Te Puna o Waiwhetū – ein modernes Kunstmuseum mit wechselnden Ausstellungen. Eintritt frei, Kunstniveau hoch.

    Danach die Christchurch Botanic Gardens: 21 Hektar grüne Oase mitten in der Stadt – ebenfalls kostenlos.

    Besonders beeindruckend: der Rosengarten. Unzählige Sorten, Farben und Düfte. Jede Rose riecht anders – ich konnte einfach nicht aufhören zu fotografieren. Am Ende sah mein Handy aus wie ein digitaler Blumenkatalog.

    Auch die einheimischen Pflanzen waren spannend, inklusive Māori-Namen und Infotafeln. Im Fluss sahen wir ein Touristenboot, ähnlich den Spreewaldkähnen südlch von Berlin. Der Kahnfahrer fuhr rund um den botanischen Garten und erzählte den Touris Geschichten über die Stadt und den botanischen Garten.

    Morgen holen wir unseren Mietwagen ab und fahren Richtung Franz-Josef- und Fox-Gletscher. Die Reise bleibt spannend!

    Tipps:

    Öffentliche Verkehrsmittel in Christchurch: Kontaktlos mit Kreditkarte bezahlen – einfach beim Einsteigen scannen. Einzelfahrt: ca. 3 $, Tageslimit: 6 $. Sehr praktisch!

    Historische Straßenbahn: 40 $ pro Tag, Kombi mit Gondel ca. 70 $. Unser Fazit: Kann man machen – muss man aber nicht. Zu Fuß durch die Innenstadt völlig ausreichend.

    Bezahlen: Karte geht praktisch überall. Bargeld? Fast überflüssig. Wir haben nur ein paar Scheine und Münzen als Souvenir behalten.

  • Neuseeland – Lake Tekapo & Christchurch

    16.03.2026 – Heute sind wir von Wanaka weiter nach Norden bis zum Lake Tekapo gefahren. Warum? Weil dieser Ort quasi der VIP-Bereich für Sterne ist. Hier gibt es nämlich extrem wenig Lichtverschmutzung – der Himmel macht hier also richtig Show.
    Ganz in der Nähe unserer Unterkunft (nur etwa 10 Gehminuten entfernt – also selbst für faule Urlauber machbar) steht eine wunderschöne kleine Steinkirche direkt am See. Zum Sonnenuntergang haben wir einen gemütlichen Spaziergang dorthin gemacht – sehr romantisch, fast schon kitschig.

    Westlich vom See gibt es einen Hügel mit einem Observatorium. Dort kann man Touren buchen und sich von einem Astronomen alles erklären lassen. Die Straße nach oben kostet allerdings auch 14 Dollar. Also einfach nur auf den Hügel fahren, ohne das Observatorium zu buchen, geht auch nicht. Wir haben uns für die „Budget-Variante“ entschieden: einfach ausschlafen und später selbst Sterne anschauen – mit gratis Erklärungen aus dem Internet (und Michaels wachsender Foto-Expertise).

    Also: erst entspannt ausgeschlafen, dann gegen 22:00 Uhr los zum Seeufer – natürlich dahin, wo es schön dunkel ist, ohne Straßenlaternen und mit möglichst wenig Autos. Michael hat dabei neue Methoden entdeckt, wie man mit dem Handy den Sternenhimmel fotografiert. Nach ein paar Versuchen (und einigen „Das sieht eher nach schwarzer Tafel aus als nach Sternen“-Momenten) kamen tatsächlich ganz gute Ergebnisse raus. Stativ für Handy oder Kamera ist Pflicht.

    Gegen 23:30 Uhr sind wir zur Kirche gelaufen – und Überraschung: Wir waren nicht die Einzigen mit dieser brillanten Idee. Dutzende Menschen standen dort im Dunkeln und in der Kälte und versuchten die Milchstraße zu fotografieren. Ein kleines inoffizielles „Fotografen-Treffen der Nachtaktiven“.
    Wir haben auch noch ein paar schöne Bilder von der Kirche mit der Milchstraße im Hintergrund gemacht. Gegen 0:30 Uhr sind wir dann glücklich, zufrieden und leicht durchgefroren zurückgegangen.

    17.03.2026 – Heute ging es weiter nach Christchurch. Da wir den Mietwagen noch einen Tag hatten, wollten wir ihn natürlich maximal ausnutzen – typisch.
    Nach dem Check-in und einem schnellen Einkauf sind wir direkt zur Gondelstation vom Mount Cavendish gefahren. Dort kann man mit einer Gondel (gefühlt ein bisschen wie in Österreich, nur mit mehr Schafen drumherum) hochfahren und die ganze Stadt von oben sehen. Wirklich beeindruckend. Auch hier am anderen Ende der Welt findet man wie schon an den Bana Hills in Vietnam Technik aus Österreich in Form von Doppelmayr Bergbahnen.
    Abends gab es japanisches Essen.

    Reise in die Antarktis… äh… fast ins Zentrum 😄
    18.03.2026 – Heute haben wir unseren Mietwagen am Flughafen in Christchurch zurückgegeben und sind direkt danach ins Internationale Antarktis-Zentrum gegangen – nur 10 Minuten zu Fuß vom Flughafen entfernt. Praktisch und kalt zugleich.
    Dort haben wir einige Highlights erlebt:

    Kältekammer:
    Hier konnten wir echte antarktische Temperaturen spüren: -8 bis -18 Grad, inklusive Sturm-Simulation. Wir waren sehr froh dass man dort eine dicke Winterjacke kostenlos ausleihen konnte. Ein Mann war allerdings in kurzer Hose drin – entweder sehr mutig oder einfach schlecht vorbereitet.

    Husky-Hunde:
    Ein Mitarbeiter mit Maori-Wurzeln (optisch eine etwas kleinere Version von Dwayne „The Rock“ Johnson – aber mit Haaren) hat uns lebhaft erklärt, warum Huskys die besten Freunde des Menschen in der Antarktis sind. Und warum frühe Expeditionen mit Pferden und kleinen Motorschlitten gescheitert sind. Neben ihm lagen drei große Huskys… und haben das Ganze verschlafen. Sehr überzeugende Teamarbeit.

    Blaue Zwergpinguine:
    Vier kleine, süße Pinguine watschelten durch die Gegend. Unglaublich niedlich. Allerdings ist keiner ins Wasser gegangen – vielleicht hatten sie heute einfach keinen Bock auf Schwimmen.

    Hägglund-Fahrt:
    Dann durften wir mit einem Hägglund fahren – ein Fahrzeug, das aussieht, als könnte es problemlos durch Schnee, Eis und wahrscheinlich auch durch unser Wohnzimmer fahren. Es ging über steile Hügel, durch 50 cm tiefes Wasser und über Gräben, die Gletschersplaten simulieren sollten. Wir würden ordentlich durchgeschüttelt.

    4D-Kino:
    Zum Abschluss gab es ein 4D-Erlebnis: Während des Films hat der Stuhl gewackelt, Wasser wurde ins Gesicht gespritzt, und Wind kam von allen Seiten. Man hatte wirklich das Gefühl, über den Ozean zu fliegen, mit dem Schiff unterwegs zu sein und mitten in der Eislandschaft zu stehen – fast zumindest. Sehr nah dran!
    Nach über zwei Stunden haben wir das Antarktis-Zentrum verlassen – mit vielen neuen Eindrücken und dem Gefühl, zumindest ein kleines bisschen „Antarktis“ erlebt zu haben, ohne dabei tatsächlich einzufrieren.