Monat: April 2026

  • Fidschi – Pacific Harbour

    27.04.2026 – heute bin ich aufgeregt. Richtig aufgeregt.
    Warum? Mein allererster Hai-Tauchgang steht an!

    In Pacific Harbour gibt es mehrere Dive Center, die Shark Diving anbieten. Der Ort ist weltweit bekannt für seine großen Meeresbewohner – und das Ganze ohne Käfig. Ja, richtig gelesen: einfach rein ins offene Wasser, begleitet von erfahrenen Guides. Klingt beruhigend… irgendwie.

    Unser Tauchspot heißt „Bistro“ – nicht, weil es dort Essen gibt, sondern weil die Haie hier quasi ihre Mahlzeiten einnehmen. Nur etwa 10 Minuten Bootsfahrt entfernt.

    Als wir gegen 9:30 Uhr ankommen, ist die Strömung noch zu stark. Also erstmal 20 Minuten warten. Kaum ist das Boot festgemacht, tauchen schon zwei Ammenhaie hinter uns auf – etwa 2 Meter lang. Wie elegante, leicht unheimliche Drachen unter Wasser. Alle sind sofort begeistert (und vielleicht ein kleines bisschen nervös).
    Der Instructor, der seit 18 Jahren hier arbeitet, erklärt uns in der Zwischenzeit alles über die einheimischen Haie und gibt Sicherheitsanweisungen. Der Kapitän drückt mir noch eine spezielle Sonnenbrille und eine Haarspange für ein Fun-Foto in die Hand – Prioritäten müssen schließlich gesetzt werden.

    Dann geht’s los.
    Die Strömung hat nachgelassen, ist an der Oberfläche aber noch stark. Wir springen mit einem Seil in der Hand ins Wasser, kämpfen uns zum Abtauchseil und ziehen uns aktiv nach unten – natürlich mit regelmäßigem Druckausgleich (sonst wird’s schnell unangenehm).
    Ab etwa 6–7 Metern wird die Strömung deutlich schwächer. Am Meeresboden, in rund 20 Metern Tiefe, gibt es eine 10–15 Meter lange niedrige Korallenmauer. Wir – insgesamt 10 Taucher – legen uns dahinter wie an eine Bar. Nur dass hier keine Cocktails serviert werden, sondern Haie vorbeischauen.
    Die fünf Instruktoren positionieren sich hinter uns. Jeder hat eine Metallstange mit Ring dabei – nicht zum Angeln, sondern um neugierige Haie auf Abstand zu halten.
    Am Anfang: trübes Wasser und viele bunte Fische.
    Dann lässt ein Guide eine große gelbe Tonne ins Wasser – gefüllt mit Fischfutter, fest verschlossen. Offenbar kennen die Haie das Ritual…
    Und plötzlich: Da sind sie.
    Ammenhaie. Und dann – zwei Bullenhaie. Etwa 3 Meter lang.

    Einfach aus dem Nichts tauchen sie auf, kreisen vor uns, verschwinden wieder, kommen von der anderen Seite zurück. Wie ein perfekt choreografierter Auftritt.
    Zwei,drei Ammenhaie versuchen sogar, mit dem Maul an der Schnur der Tonne zu ziehen. Sehr clever… aber heute bleibt das Buffet zu.

    Ein paar Mal kommen die Bullenhaie ziemlich nah. Ich sehe ihre silbrigen Augen, ihren massiven Kiefer – nur wenige Meter vor mir. Dann sind sie wieder weg.
    Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken.

    Was für unglaubliche Tiere. Wirklich beeindruckend. Und gleichzeitig denkt man: Hoffentlich zerstören wir Menschen das alles nicht zu schnell.
    Die 30 Minuten vergehen wie im Flug. Ein Klopfen auf die Flasche – Zeit zum Auftauchen. Wegen der Strömung können wir leider keine Wracks in der Nähe anschauen. Egal. Ich bin jetzt schon mehr als glücklich.
    Nach etwa einer halben Stunde folgt Tauchgang Nummer zwei.
    Gleiches Prozedere – aber diesmal sind noch mehr Haie da.
    Zwei Ammenhaie liegen direkt neben der gelben Tonne, als wäre es ihr persönliches Möbelstück. Das Wasser ist inzwischen trüber. Drei oder vier Bullenhaie schwimmen immer wieder über uns hinweg.

    Die Instruktoren entscheiden, die Tonne nicht zu öffnen – zu riskant. Verständlich.
    Mir ist inzwischen ziemlich kalt, und ich bin fast froh, nach 45 Minuten wieder raus zu dürfen. Beim Auftauchen wird es nochmal spannend: Zwei Bullenhaie folgen uns bis zum Sicherheitsstopp und kommen immer näher. Einer schwimmt sogar unter mir.
    Später sagt der Instructor, das sei durchaus eine heikle Situation gewesen. Umso besser, dass die Futtertonne geschlossen blieb.
    Trotzdem: Dank der erfahrenen Guides habe ich mich die ganze Zeit sicher gefühlt.
    Das war eine unglaubliche, absolut unvergessliche Erfahrung.

    Von Micha:

    Zur gleichen Zeit hatte ich große Pläne: ein Tagesausflug zur Lailai Lounge, einer riesigen schwimmenden Plattform vor Beqa Island. Klang nach Luxus, endete aber in Gruppendynamik – es gab schlicht nicht genug Teilnehmer. Tja, manchmal scheitern Träume nicht an einem selbst, sondern an zu wenig anderen.
    Also: Alternativprogramm! Schnorcheln an einem Riff, nur 10 Minuten Bootsfahrt vor der Küste – quasi die „abgespeckte Deluxe-Version“. Nach einer kurzen Bootsfahrt und einer noch kürzeren Einweisung (sinngemäß: „Nicht sterben, viel Spaß!“) ging es ins herrlich warme Wasser.
    Und dann: das erste Highlight nach wenigen Minuten – eine etwa 1,5 Meter lange Gelblippen-Seeschlange. Hochgiftig, aber zum Glück eher schüchtern. Also ungefähr so gefährlich wie ein introvertierter Ninja.
    Dazu wunderschöne Korallen und jede Menge kleine, bunte Fische. In einigen Anemonen entdeckte ich sogar mehrere „Nemos“ – Clownfische in ihrem natürlichen Wohnzimmer. Pixar lässt grüßen.
    Einziger Wermutstropfen: Unsere Unterwasserkamera war zeitgleich beim Hai-Shooting im Einsatz. Bedeutet: nur gucken, nicht knipsen. Erinnerungen im Kopf statt auf der Speicherkarte – fast schon retro.
    Nach etwa 1,5 Stunden ging es dann wieder zurück ins Hotel – mit salziger Haut und vielen Eindrücken.

    Abends: Lovo-Dinner mit Tanzshow
    Zurück in der Unterkunft wartet ein traditionelles Lovo-Abendessen auf uns.
    Ein Lovo ist eine fidschianische Kochmethode: Das Essen wird in einem Erdofen zubereitet. Fleisch, Fisch, Gemüse und Beilagen werden in Bananenblätter gewickelt, auf heißen Steinen in einer Grube gegart und dann stundenlang langsam gekocht. Das Ergebnis: unglaublich aromatisch und zart.
    Es gibt Hähnchen, Lamm, Fisch, Schweinebauch, Dal, dazu frischen Salat und Obst – genug, um etwa 40 Gäste satt zu machen (Challenge accepted).
    Michael darf am Anfang noch das berühmte Kava trinken.
    Geschmack: irgendwo zwischen Erde und Wasser. Wirkung: leicht betäubte Zunge und entspannend. Fazit: interessant, aber definitiv gewöhnungsbedürftig.
    Nach dem Essen beginnt die Tanz- und Gesangsshow. Vier Männer, vier Frauen – keine Instrumente, nur Gesang. Jede Tanzbewegung wird von passenden Liedern begleitet. Kraftvoll, rhythmisch, voller Energie.

    Am Ende werden wir eingeladen mitzumachen.
    Natürlich sagen Michael und ich nicht nein.
    Wie es aussah? Schwer zu sagen. Wahrscheinlich ziemlich lustig.
    Aber wir hatten definitiv Spaß.

    Der nächste Tag… weniger glamourös:
    Leider hat Michael das Essen nicht so gut vertragen. Er musste sich übergeben und hatte den ganzen Tag Durchfall. Während er also das Bett hütet, verbringen wir den Tag im Zimmer.
    Mir geht’s zum Glück gut.
    Und ich habe inzwischen eine neue Freundin gefunden: eine Katze, die mir draußen auf der Terrasse Gesellschaft leistet.

    Nicht ganz der geplante Programmpunkt – aber irgendwie auch süß.

  • Fidschi – Suva

    24.04.2026 – Colo-i-Suva-Nationalpark
    29 Grad, kein Regen – endlich mal perfektes Timing! Also: nichts wie raus und einen Ausflug in Suva starten.
    Mit Navi sind wir zwar angekommen… aber den Eingang? Den haben wir erstmal glorreich übersehen. Eine kleine, unscheinbare Einfahrt – fast so, als wollte der Park nur von Eingeweihten gefunden werden. Der Wächter klärte uns dann auf: Tickets gibt’s auf der anderen Straßenseite. Natürlich haben wir das Gebäude nicht direkt entdeckt. Die Straße dahin sah nämlich eher aus wie eine Sackgasse zu einem Dorf.
    Also nochmal wenden, nochmal schauen, nochmal zweifeln… und dann: tatsächlich! Ein kleines Gebäude mit einem noch kleineren „Ticket“-Schild an der Tür. 5 FJD pro Person – fairer Preis für ein bisschen Dschungelabenteuer.

    Zurück zur Einfahrt und endlich rein in den Nationalpark. Die etwa 1,5 km lange Zufahrt zum Parkplatz entpuppte sich allerdings als Mischung aus Fahrsicherheitstraining und ungeplanter Hüpfburg-Session im Auto – dank unzähliger Schlammlöcher. In dem Moment war ich wirklich froh, nicht zu viel gefrühstückt zu haben.

    Am Hauptparkplatz angekommen, begrüßte uns direkt ein junger Mitarbeiter, wies uns einen Parkplatz zu und erklärte uns freundlich die Wege. Es gibt sogar einen kleinen Plan – sehr vorbildlich! Und das Beste: nur ein einziges anderes Auto. Bedeutet: fast Privat-Dschungel für uns.

    Wir laufen los – mitten hinein ins satte Grün. Der Weg ist überraschend gut ausgebaut, selbst mit meinen Sandalen komme ich problemlos voran. Nach etwa 5 Minuten erreichen wir den ersten natürlichen Pool. Genau genommen sind es zwei, getrennt durch einen kleinen Wasserfall. Das Wasser ist glasklar und angenehm kühl, mit Treppen zum einfachen Einstieg.
    Michael? Natürlich sofort drin.
    Ich? Beobachte erstmal… sehr aufmerksam… vom trockenen Rand aus.

    Nach etwa 15 Minuten geht’s weiter, immer entlang eines kleinen Bachs. Überall plätschert es, kleine Wasserfälle, Vogelgezwitscher, raschelnde Blätter – und sonst nichts außer unseren Stimmen mitten im Dschungel.

    Den zweiten Pool erreichen wir nach etwa 20 Minuten. Tiefer, noch klarer, noch einladender. Und inzwischen ist mir auch so heiß, dass ich schneller im Wasser bin als Michael. Der legt direkt eine Arschbombe hin – sehr stilvoll. Das Wasser? Herrlich!

    Als wir wieder rauskommen, taucht ein weiterer Besucher auf. Ich denke mir nur: Gute Wahl – hier findet man definitiv Ruhe.

    26.04.2026 – Gestern hat es leider den ganzen Tag geregnet. Also: Zwangspause im Hotel. Ein bisschen Gym, ein bisschen Reiseplanung – auch nicht das Schlechteste.
    Heute scheint endlich wieder die Sonne, und wir machen uns auf den Weg zurück Richtung Nadi. Aber bevor wir Suva verlassen, steht noch ein letzter Programmpunkt an: das Fiji Museum.

    Direkt daneben gibt es ein nettes Café für Frühstück. „Nettes Café“ heißt in diesem Fall allerdings auch: über eine Stunde Wartezeit auf unser Essen. Immerhin hatte ich genug Zeit, im angrenzenden Park „Thurston Gardens“ die Bewohner zu beobachten – jede Menge Flughunde. Riesig, laut und sie hängen in den Bäumen wie überdimensionale Früchte.

    Dazu alte Bäume, bestimmt über 100 Jahre alt – eine ziemlich beeindruckende Kulisse.

    Mit vollem Magen geht’s ins Museum (20 FJD pro Person). Innen sehen wir originale fidschianische Kanus sowie Modelle, dazu viele spannende Ausstellungsstücke zur Kultur der Ureinwohner und der ersten Einwanderer aus China und Indien. Das Museum ist zwar klein, aber informativ und wirklich interessant.

    Danach fahren wir weiter entlang der Queens Road Richtung Nadi. Unterwegs passieren wir einige „Autoleichen“ am Straßenrand – eine Art natürliches Recycling auf Fiji-Art.

    Ganz spontan halten wir noch an einem Straßenstand und kaufen Obst: für 10 FJD bekommen wir eine ordentliche Ausbeute – viele Bananen, zwei Papayas und drei Gurken. Alles sonnengereift und unglaublich lecker. So schmeckt Fiji.

    Die nächsten zwei Tage verbringen wir in Pacific Harbour.

  • Fidschi – Queensroad, Natadola Beach und Korolevu

    Von Auckland sind wir über drei Stunden nach Nadi geflogen. Schon im Flugzeug sehe ich das blaue Meer und sehr grüne Inseln mit wenigen Häusern und Siedlungen. Viel Natur, wirklich sehr viel Natur. So viel Natur, dass man sich fragt, ob WLAN hier überhaupt erlaubt ist.

    Ausgestiegen: 27 Grad und eine feuchte Luft, die uns direkt empfangen hat – eher umarmt und nicht mehr losgelassen. Sehr feucht – so feucht, dass ich sofort komplett geschwitzt habe. Mein Körper dachte vermutlich: „Ah, wir sind jetzt in der Biosauna.“

    Da es schon kurz vor 18 Uhr dunkel wird, übernachten wir in der Nähe vom Flughafen. Überall wurden wir mit einem herzlichen „Bula!“ begrüßt.

    Am nächsten Tag wollten wir am Flughafen unseren Mietwagen abholen. Wir hatten eine Woche vorher online bei einem lokalen Anbieter gebucht. Da dieser relativ neu ist, hat er… kein Büro am Flughafen. Also standen wir da wie bestellt und nicht abgeholt – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Flughafen-Polizist hat uns dann freundlich geholfen. Mit seinem Handy hat er den Anbieter angerufen – wahrscheinlich deswegen kommt der Fahrer extra schneller. Während wir warteten, hat er uns über die Verkehrssicherheit auf der Insel informiert: nachts lieber nicht fahren und auf einsamen Straßen vorsichtig sein – auch wegen möglicher Räuber (Urlaub mit Abenteuerbonus). Er hat uns sogar seine Telefonnummer für alle Fälle gegeben und hätte uns am liebsten direkt noch zu sich nach Hause eingeladen. Wirklich sehr nett.

    Nachdem wir endlich das Auto bekommen hatten, fuhren wir los. Auf der Fahrt entlang der Queens Road nach Süden waren jede Menge Tiere auf der Straße – lebendig und erstaunlich entspannt. Vielleicht entspannter als wir.

    Von Hunden über Kühe bis zu Schweinen, Katzen und Pferden – alles dabei. Sogar zwei, drei Leute waren mit Pferden auf der Straße unterwegs. Wir fanden das eine ziemlich coole Idee – bei den Benzinpreisen ist so ein Fortbewegungsmittel pflegeleicht und kostet nur Gras. Kein TÜV nötig. Natürlich sind auch unzählige Menschen unterwegs, die am Straßenrand stehen und die Hand ausstrecken. Vermutlich aus verschiedenen Gründen: Sie bieten Autowäsche an oder verkaufen Mangos und Kokosnüsse. Viele Verkaufsstände stehen direkt an der Straße. Vielleicht wollten manche auch einfach mitfahren?Wir wissen es nicht.

    Die Straßen sind teilweise sehr schlecht, mit vielen Schlaglöchern – wie ein Hindernisparcours, nur ohne Anleitung. In Ortschaften gibt es oft drei oder mehr Bremshügel (20 km/h). Einer war so hoch, dass unser Auto sogar einmal aufgesetzt ist. Kurzer Moment der Stille im Auto… dann weiter.

    Manche Häuser und Unterkünfte sind ziemlich heruntergekommen. Kein Wunder, da fast 30 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Was mir auch aufgefallen ist: viele Menschen sind übergewichtig – vermutlich auch ein Ergebnis dieser Lebensumstände.

    Unser Ziel: der Natadola Beach, angeblich einer der schönsten Strände Fijis. Auf jeden Fall haben sich hier mehrere 5-Sterne-Resorts angesiedelt. Auf dem Parkplatz vor dem Strand warteten schon etwa zehn Massage-Pavillons auf uns. Kaum ausgestiegen, begrüßte uns eine Frau mit Handschlag und bietet uns freundlich eine Massage an. Sehr überzeugend – fast hätten wir uns hingelegt, bevor wir überhaupt das Meer gesehen haben. Wir bedankten uns und liefen zielstrebig Richtung Wasser. Prioritäten.

    Das Wasser war schön warm, mit einer leichten Strömung durch die einsetzende Ebbe. Die Sonne schien und wir badeten im warmen Meer – wir waren rundum zufrieden. So zufrieden, dass man kurz überlegte, nie wieder rauszukommen.

    Nach über zwei Stunden gingen wir zurück zum Auto. Übernachtet haben wir in Korolevu.

    Am nächsten Tag blieben wir noch in Korolevu. Unsere Unterkunft lag direkt am Meer, mit einer kleinen privaten Bucht und goldenem Strand. Mehrere Hängematten hingen zwischen den Palmen und schaukeln direkt am Wasser – sehr romantisch. Fast zu romantisch.

    Nach dem Frühstück legten wir uns in die Hängematten, um ein bisschen zu entspannen. Nach etwa zehn Minuten kam eine unberechenbare Welle – so stark, dass wir eine unfreiwillige Dusche bekamen. Mit Klamotten und Handy, alles nass und voller Sand. Das Meer hat einfach entschieden: „Ihr geht jetzt wieder baden.“ Diskussion zwecklos. Also umziehen… und wieder baden. Herrlich.

    Ein Problem hatten wir allerdings: Unsere nassen Sachen wurden einfach nicht trocken. Die Luftfeuchtigkeit war zu hoch. Im Zimmer gab es zwar eine Klimaanlage, aber die Fenster bestehen aus Fliegengittern mit Holzlamellen davor, die sich öffnen und schließen lassen (nur bei uns irgendwie nicht zu).

    Dadurch kam ständig feuchte Luft ins Zimmer. Die Bettwäsche und Handtücher waren auch leicht feucht.

    Aber gut – zwei Übernachtungen sind nicht so lang. Am nächsten Tag ging es dann schon weiter nach Suva, der Hauptstadt Fiji’s.

  • Neuseeland – Auckland

    16.04.2026 – Heute ging es nach Auckland, der größten Stadt Neuseelands mit rund 1,6 Millionen Einwohnern. Nach einer sechsstündigen Fahrt von Kaitaia (die sich irgendwie länger anfühlte – vermutlich wegen der „nur noch zwei Stunden“-Ansagen) kamen wir endlich an und brachten erstmal unser Gepäck ins Hotel.

    Da wir den Mietwagen noch hatten, ging es direkt weiter auf den Mount Eden. Mit 196 Metern ist er der höchste natürliche Aussichtspunkt der Stadt und bietet einen 360°-Blick – also perfekt, um erstmal zu überprüfen, wo man eigentlich überall gewesen ist… und wo man noch hin muss.

    Der Mount Eden ist ein erloschener Vulkan mit einem etwa 50 Meter tiefen, inzwischen grasbewachsenen Krater. Mit rund 600 Jahren ist er einer der jüngsten Vulkane im Auckland-Vulkanfeld – was gleichzeitig faszinierend und leicht beunruhigend ist. Insgesamt gibt es hier etwa 50 Krater… ein Detail, das bei uns kurz die Frage aufwarf: „War das jetzt eine gute Idee mit der Hotelbuchung?“
    Aber hey – statistisch gesehen ist Auckland wohl relativ sicher im Vergleich zu anderen Gebieten Neusselands. Statistik beruhigt ja bekanntlich immer… zumindest solange nichts passiert 😄


    17.04.2026 – Nach dem Frühstück gaben wir unseren Mietwagen ab (RIP Flexibilität) und fuhren mit dem Bus zum Auckland War Memorial Museum. Schon draußen wird man von alten Kanonen begrüßt – nicht gerade subtil, aber effektiv. Zudem gibt es draußen eine große Wiese mit Kreuzen für gefallene neuseeländische Soldaten.

    Innen erstreckt sich alles über drei Etagen. Unten: Geschichte von den ersten Māori bis ins frühe 20. Jahrhundert, inklusive vieler alter Gegenstände und Fotos. Eine Sonderausstellung über Haie hätte extra gekostet… und wir entschieden uns großzügig dagegen 🦈😉 Kleiner Spoiler: Am nächsten Ziel wollen wir uns Haie live und hautnah anschaunen.

    Im mittleren Stockwerk ging es weiter mit Naturkunde und allerlei Tieren aus Neuseeland und anderen Teilen der Welt. Danach schauten wir uns die gebuchte Māori-Show an – inklusive des berühmten Haka. Den kennt man ja vielleicht aus Rugby-Videos, aber live ist das nochmal eine ganz andere Hausnummer. Ursprünglich ist er aber ein Kriegstanz, der Stärke, Zusammenhalt und Respekt ausdrückt (und früher wohl auch ziemlich effektiv Gegner eingeschüchtert hat). „Ha“ = Atem und „ka“ =entzünden (Maorisch). Wieder was gelernt 🙂
    Im obersten Stockwerk befindet sich das eigentliche War Memorial mit riesigen Marmortafeln, auf denen die Namen von fast 15.000 gefallenen Soldaten stehen. Außerdem gibt es Ausstellungen zu den drei wichtigsten Konflikten für Neuseeland: den Neuseelandkriegen (britsche Krone gegen einheimische Maori-Stämme), dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Auch wenn Neuseeland selbst nicht direkt von den Weltkriegen betroffen war, stellte es als Teil des britischen Empires Truppen und Ausrüstung. Sehr beeindruckend – und definitiv ein Moment, in dem man automatisch leiser wird.


    18.04.2026 – Der Tag begann… sagen wir mal bodenständig: im Waschsalon. Irgendwann holt einen die Realität eben auch im schönsten Urlaub ein – besonders, wenn der Unterhosenvorrat kritisch wird 😄

    Danach bummelten wir durch die Stadt und das Hafenviertel. Wir sahen die Auckland Harbour Bridge aus der Ferne und liefen durch das Viaduct Harbour – wirklich eine sehr schöne Ecke.

    Auf dem Weg zum Fischmarkt konnten wir die Viaduct Bascule Bridge in Aktion sehen. Eine Klappbrücke von 1932 – funktioniert also schon länger zuverlässig als so manch moderne Technik, die wir kennen 😉

    Im Viertel gibt es überall frischen Fisch und Restaurants, die ihn direkt zubereiten. Teilweise sucht man sich die Langusten („Crayfish“) lebendig aus dem Becken aus… was irgendwie gleichzeitig beeindruckend und leicht unangenehm ist.
    Sagen wir: Der Fisch war definitiv frischer als unsere Entscheidungsfreude in dem Moment 😄


    19.04.2026 – Nach dem Ausschlafen (endlich!) ging es wieder zum Hafen. Diesmal nahmen wir die Fähre nach Devonport, einem entspannten Stadtteil auf einer Halbinsel im Norden.

    Dort machten wir einen langen Spaziergang an den Stränden und erklommen den North Head.

    Von dort oben hat man einen großartigen Blick auf den Hafen und die umliegenden Inseln. Außerdem gibt es alte Tunnel und Festungsanlagen – perfekt für eine kleine „Entdeckungstour“, bei der man kurz so tut, als hätte man Ahnung von Geschichte 😄

    Das Wetter hielt zunächst perfekt, doch ein Umschwung war angekündigt. Also machten wir uns rechtzeitig auf den Rückweg – und tatsächlich: Kaum legte die Fähre wieder in Auckland an, öffnete der Himmel alle Schleusen.

    Innerhalb kürzester Zeit standen die Straßen unter Wasser. Wir warteten etwa 20 Minuten, bis es besser wurde, und liefen dann zurück zum Hotel – leicht nass, aber immerhin mit dem guten Gefühl, es fast trocken geschafft zu haben. Fast 😄

    Das war nach 6 Wochen und etwas über 5.000 Kilometer mit dem Mietwagen (immer schön auf der linken Seite) der Abschluss von Neuseeland. Morgen geht es weiter nach Fidschi.

  • Neuseeland – Kaitaia

    13.04.2026 – Heute fahren wir von Whangārei weiter Richtung Norden. Nach etwa 45 Minuten legen wir einen Stopp bei der Hundertwasser Toilets ein. Und ja – es ist wirklich so: wahrscheinlich die schönste öffentliche Toilette, die ich je gesehen habe. Kunst trifft… nun ja, Notwendigkeit. Und das Beste: kostenlos und blitzsauber.

    Nach weiteren 30 Minuten erreichen wir die Rainbow Falls (Waianiwaniwa) – gefühlt unser hundertster Wasserfall auf dieser Reise. Aber gut, Wasserfälle gehen irgendwie immer. Drei Aussichtspunkte sind in wenigen Minuten erreichbar, alles ganz entspannt. Nett, aber wir sind inzwischen wohl etwas verwöhnt.

    Etwa 1,5 Stunden später kommen wir auf der Karikari-Halbinsel an. Michael hat ein klares Ziel: Baden in der Waikato Bay. Eine kleine, einsame Bucht, Sonne, 21 Grad, niemand außer uns – Postkartenidylle. Das Wasser? Frische 18–20 Grad. Michael ist sofort drin. Ich hingegen bleibe meinem Talent treu: barfuß am Strand entlanglaufen und so tun, als wäre mir überhaupt nicht kalt. (Spoiler: ist es doch. Brr.)

    Kaum ist Michael wieder aus dem Wasser, trudeln die nächsten Besucher ein und das Wetter zieht langsam zu. Timing: mal wieder perfekt. Glück gehabt.Abends übernachten wir in Kaitaia. Von hier aus wollen wir die nächsten zwei Tage die Gegend erkunden.

    14.04.2026-Heute steht ein Highlight auf dem Plan: Cape Reinga – der nördlichste Punkt Neuseelands. Von Kaitaia aus dauert die Fahrt etwa 1,5 Stunden. Und als hätte jemand oben einen Schalter umgelegt: 10 Minuten vor unserer Ankunft kommt die Sonne raus. Wie bestellt. Plötzlich verändert sich alles. Das Meer wechselt von Grau zu tiefem Blau, die Wiesen leuchten sattgrün, der Himmel wird strahlend hellblau. Es wirkt fast, als hätte jemand die Farbintensität hochgedreht. Unglaublich schön.

    Vom Parkplatz laufen wir etwa 10 Minuten zum Leuchtturm. Die Aussicht? Einfach gigantisch. Der weiße Leuchtturm steht wie gemalt, links ein goldener Strand unter riesigen Sanddünen, vor uns eine schmale, grüne Landzunge, die sich ins endlose Blau streckt. Wellen schlagen rhythmisch dagegen, Wolken ziehen schnell vorbei und werfen wandernde Schatten aufs Meer. Alles wirkt gleichzeitig lebendig und beruhigend.

    Wir verlieren komplett das Zeitgefühl. Verständlich – bei 360 Grad Panorama fällt es schwer, sich loszureißen. Als wir schließlich zurück zum Auto gehen, ist schon über eine Stunde vergangen.

    Letzter Stopp: die Te Paki Sand Dunes. Die riesigen Sanddünen hatten wir schon vom Leuchtturm aus gesehen. Am Parkplatz ziehen wir die Schuhe aus – erst müssen wir nämlich einen kleinen Bach überqueren.

    Danach geht es direkt in die Wüste… oder fühlt sich zumindest so an.Wir laufen immer weiter die Dünen hinauf. Eine Familie rutscht mit ihren Kindern eine etwa 50 Meter hohe Düne hinunter – sieht nach ziemlich viel Spaß aus. Wir klettern noch höher, bis wir schließlich das Meer auf der anderen Seite sehen. Anstrengend? Ja. Aber die Aussicht – absolut spektakulär. Die Sonne taucht den Sand in ein leuchtendes Gold. Fast surreal.

    15.04.2026-Heute wird’s actionreich: Wir fahren mit unserem 4WD über den Ninety Mile Beach. Sonnig, 21 Grad, ordentlich Wind – perfekte Bedingungen. Um 13:00 Uhr ist Ebbe, ideal also für unser Vorhaben.Von Kaitaia sind es nur etwa 15 Minuten bis nach Ahipara, dem südlichsten Zugang zum Strand. Die Zufahrt ist etwas holprig, aber Michael meistert das souverän. Und dann liegt er vor uns: ein endloser, goldener Strand.

    Der Regen vom Vorabend hat den Sand schön fest gemacht – perfekte Fahrbedingungen. Der Strand ist breit, fast menschenleer und wirkt wie eine riesige Spielwiese.

    Michael nutzt das natürlich sofort aus: Slalom, Kreise, ein bisschen „Rallye Dakar“-Feeling. Ich klammere mich fest und schwanke zwischen Nervenkitzel und der Frage, ob ich das wirklich wollte. Fazit: macht ziemlich viel Spaß.

    Danach lassen wir es ruhiger angehen und machen noch einen langen Spaziergang am Strand. Wind im Gesicht, Wellenrauschen – ein ziemlich perfekter Abschluss.

  • Neuseeland – Whangerai

    10.04.2026 – Heute ging’s los: Abfahrt in Whitianga und dann schön gegen den Uhrzeigersinn über die Coromandel-Halbinsel – weil wir ja keine halben Sachen machen 😄
    Erster Stopp: der Kauri Walk. Kleiner Spaziergang, aber mit großem Respekt vor der Natur – am Eingang erstmal Schuhe schrubben und desinfizieren (Kauri-Bäume sind empfindlich, also benehmen wir uns vorbildlich 👟✨). Viele junge Kauri wurden neu gepflanzt, richtig schön zu sehen. Dazu ein toller Blick auf Coromandel Town und das Meer – Postkartenmodus an.

    Danach ging’s weiter Richtung Süden, immer die Küste entlang. Kurve nach Kurve, Straße direkt neben dem Wasser – sehr schön, aber auch sehr „bitte konzentriert bleiben“.
    Dann: lange Fahrt Richtung Whangārei, einmal an Auckland vorbei. Kleine Notiz an zukünftige Ichs: Die Mautstraße auf dem State Highway 1 muss man vorher online bezahlen. Sonst wird’s teuer und unromantisch.
    Die Landschaft danach? Wie aus einem Neuseeland-Kalender: saftig grüne Wiesen, sanfte Hügel, viele Bäume – man möchte sofort ein Schaf adoptieren.

    Gegen 18:00 Uhr sind wir bei den Waipu Caves angekommen – eine Höhle, die man ganz auf eigene Faust erkunden darf (was ja schon mal leicht nach Abenteuer… oder Chaos klingt). Also: Wasserschuhe an, Stirnlampen aufgesetzt. Michael hat sich sogar extra in kurze Hose geworfen – offensichtlich bereit für alles. Der Eingang war gut ausgeschildert, aber der Weg dorthin… sagen wir mal: eine Mischung aus Schlammfestival und Pfützenparcours. Kein Wunder nach dem ganzen Regen. Drinnen dann die erste Überraschung: Ein kleiner Bach fließt durch die Höhle, überall tropft es von der Decke – und wir mittendrin, bis zu den Waden im eiskalten Wasser. Herrlich. Oder auch nicht. 😄

    Wir sind nach links tiefer hinein gegangen, und je weiter wir kamen, desto… sagen wir… „interessanter“ wurde die Atmosphäre. Ein bisschen unheimlich war’s schon. Nach ein paar hundert Metern standen wir schließlich in einem komplett dunklen Bereich. Also Licht aus. Kurz geblinzelt… und dann: Wow. Über uns tausende Glühwürmchen – kleine grüne Lichtpunkte, wie ein Sternenhimmel, nur viel näher, viel intensiver. Wirklich magisch. So etwas haben wir im Wald nie auch nur annähernd so beeindruckend gesehen.

    Wir wollten noch tiefer in die Höhle vordringen, aber die Decke kam immer näher und das Wasser wurde immer tiefer. Also brachen wir die Expeditionen ab.

    Als wir wieder aus der Höhle herauskamen, war die Sonne schon fast weg, und der Himmel leuchtete in einem tiefen Rot. Fast so, als wollte er mit den Glühwürmchen konkurrieren.

    Abends endlich in Whangārei angekommen. Und dann das Highlight des Tages: Die supernette Motelbesitzerin (kommt ursprünglich aus China ❤️) hat unser Doppelzimmer einfach kostenlos in ein großes Familienzimmer upgegradet – mit kompletter Küche und allem Drum und Dran. Einfach so. Wir waren richtig happy.

    11.04.2026 – Heute erstmal entspannt: nur 10 Minuten zur Whangārei Falls gefahren. Ein hübscher Wasserfall mit kleinem Fluss und Wanderwegen bis in die Stadt. Wir sind etwa 30 Minuten rumgelaufen – danach allerdings klatschnass. Mischung aus Nieselregen und Gischt… nennen wir es „natürliches Spa-Erlebnis“.

    Nächster Stopp: Mount Parihaka Lookout & Memorial.
    Kleiner Haken: 1 km vor dem Ziel war die Straße gesperrt (Erdrutsch lässt grüßen). Also Auto abgestellt und zu Fuß weiter. Abenteuerlevel +1. Leider war die Aussicht wegen grauem Himmel und Nieselregen eher „mystisch verschwommen“ als „Wow-Panorama“.

    Danach zum Town Basin – super süßer Hafenbereich mit Parks, Cafés und kleinen Shops. Und mittendrin: das Hundertwasser Art Centre – bunt, verspielt, organisch, irgendwie wie ein Gebäude, das gute Laune hat.

    Ein paar Schritte weiter dann ein kleines Ingenieurs-Schmankerl: die Rolling Ball Clock.
    Statt Zeigern rollen hier Kugeln durch ein System aus Schienen und Hebeln. Jede Minute wird eine Kugel weiterbefördert, jede Stunde passiert ein kleines mechanisches „Reset-Ritual“, bei dem Kugeln gesammelt und neu verteilt werden. Es ist gleichzeitig Uhr, Kunstwerk und Geduldsspiel für alle, die versuchen zu verstehen, wie das Ding eigentlich funktioniert. Spoiler: Wir haben einfach fasziniert zugeschaut.

    Am Hafen wurde es dann leicht hektisch: Ein Zyklon war für den Abend angekündigt. Die Leute haben ihre Boote gesichert, alles festgezurrt, was nicht fest war. Stimmung: „Wir nehmen das ernst – aber mit Routine.“

    12.04.2026 – Der Zyklon ist nachts durchgezogen: viel Regen, alles patschnass. Heute weniger Regen, dafür ordentlich Wind – so richtig „halte-deine-Mütze-fest“-Wind.
    Trotzdem auf zu den Whangārei Heads. Unterwegs lagen überall Zweige auf der Straße, und an manchen Stellen kamen sogar Erde und Steine vom Hang runter. Natur sagt: „Ich war gestern beschäftigt.“
    Da der Mount Manaia Track gesperrt war, sind wir stattdessen den Mt Aubrey gelaufen – etwa 2 Stunden. Der Wald war wegen des Windes komplett in Bewegung, fast wie ein lebendiges Wesen. Ehrlich gesagt hatte ich zwischendurch kurz die Sorge, dass mir gleich ein Ast oder Stein auf den Kopf fällt 😅

    Aber: riesige alte Bäume, tolle Aussicht – und oben so starker Wind, dass ich mich teilweise festhalten musste, um nicht spontan wegzufliegen.

    Danach: Smugglers Bay.
    Vom Parkplatz aus ca. 15 Minuten Fußweg durch Schlamm und nasse Wiesen – aber diese Wiesen! Knackig grün, saftig, fast schon übertrieben idyllisch. Zwischendurch kam sogar die Sonne raus, und alles sah aus wie in einem Märchen.

    Und dann… die Kühe.
    Schwarz, geschniegelt, und sie haben uns angeschaut wie eine Jury bei einer Castingshow. Ernst, leicht genervt, mit so einer V-förmigen Stirn – ein bisschen wie Angry Birds in Kuhform. Ich musste laut lachen. Die Kühe fanden mich vermutlich respektlos.

    Die Bucht selbst: atemberaubend schön.
    Michael hatte sogar Badesachen dabei – optimistisch, wie immer. Aber bei dem Wind und den hohen Wellen: eher Kategorie „Surfer mit Todessehnsucht“ als „entspannt schwimmen“.

    Letzter Stopp: Ocean Beach.
    Die Straße dahin führt stellenweise direkt am Wasser entlang – so nah, dass die Wellen auf die Straße schwappen. Schon ein bisschen wild.
    Der Strand selbst? Noch wilder. Das Meer war richtig wütend.
    Schwimmen? Nein. Einfach nein.

    Fazit des Tages: Natur 1 – wir 0 (aber glücklich).

  • Neuseeland – Te Aroha & Whitianga

    08.04.2026: Das Wetter in Hamilton hat sich in den letzten Tagen leider nicht von seiner Schokoladenseite gezeigt: grau, regnerisch, leicht deprimierend – immerhin bei „sommerlichen“ 20 Grad. Nach unserem Museumsbesuch blieb uns also nichts anderes übrig, als uns heldenhaft weiter durch die epische Welt von „Der Herr der Ringe“ zu kämpfen. Wenn schon draußen Mordor-Stimmung, dann wenigstens auch auf dem Bildschirm.

    Heute ging es dann von Hamilton Richtung Norden nach Whitianga – in der optimistischen Hoffnung, das Regenwetter endlich hinter uns zu lassen. (Spoiler: Das Wetter hatte andere Pläne.)
    Unterwegs machten wir einen spontanen Stopp im kleinen Ort Te Aroha – und haben uns dort etwas wirklich Besonderes gegönnt: ein Mineral Spa. Ein privater Hot-Water-Tub, gespeist aus heißen, mineralreichen Thermalquellen. Luxus-Level: Hobbit trifft Wellness.
    Man kann sich für 30, 45 oder 60 Minuten ein eigenes kleines Spa-Zimmer buchen – wir entschieden uns für 45 Minuten, und das war genau richtig. Ein schönes Holzbecken, gefüllt mit klarem, einladendem Wasser. Temperatur? Selbst einstellbar.

    Das Ergebnis: seidig weiche Haut und ein Zustand tiefer Zufriedenheit. Kurz gesagt – wunderschön.

    09.04.2026: Angekommen in Whitianga… und ja, das Wetter hat uns weiterhin treu begleitet. Nieselregen, leichter Wind, grauer Himmel – aber immerhin 21 Grad. Also: Regenjacke an, feste Schuhe geschnürt und los geht’s.
    Unser Ziel: Cathedral Cove.
    Nach etwa 30 Minuten Fahrt dann die erste kleine Überraschung: Der eigentliche Parkplatz ist bis Ende April gesperrt. Stattdessen reisen viele Besucher mit Shuttle-Bussen an. Wir entschieden uns für die sportlichere Variante: Parken am Hahei Beach und dann zu Fuß weiter.
    Der Weg? Rund eine Stunde. Hoch, runter, Treppen rauf, Treppen runter – ein kleines Fitnessprogramm inklusive.
    Aber dann: Ankunft.

    Eine wunderschöne kleine Bucht, eingerahmt von Felsen auf drei Seiten. Vor uns das aufgewühlte Meer, einzelne Felsen ragen dramatisch aus dem Wasser. Rechts ein kleiner Wasserfall – fast wie aus einem Filmset.

    Und links: das Highlight.
    Ein riesiger Felsen mit einem gewaltigen Loch in der Mitte – ein natürlicher Torbogen, durch den man direkt auf die Wellen und einen weiteren Felsen im Meer blickt. Trotz grauem Wetter wirklich beeindruckend.

    Ganz allein waren wir übrigens nicht – einige besonders mutige (oder einfach kälteresistente) Menschen schwammen tatsächlich im Meer. Respekt.
    Wegen möglicher Steinschläge nach dem Regen hielten wir uns nicht allzu lange unter dem Felsbogen auf. Ein paar Fotos, ein kurzer Spaziergang zum Wasserfall – und nach etwa 15 Minuten ging es schon wieder zurück zum Auto.

    Nächstes Ziel: Hot Water Beach.
    Die Recherche klang vielversprechend: natürliche heiße Quellen direkt unter dem Sand. Man muss nur zur richtigen Zeit kommen – etwa zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach Ebbe. Dann kann man sich mit einer Schaufel seinen eigenen kleinen Pool graben.
    Theorie: genial.
    Praxis: …naja 😄
    Bevor wir uns bei dem Wetter halb ausziehen und eine Erkältung riskieren, wollten wir erstmal schauen. Gegen 16:30 Uhr kamen wir am Hauptparkplatz an – komplett voll. Und kostenpflichtig.
    Also Plan B: der etwas nördlich gelegene Hot Water Beach Zugang über den „Domain Road Carpark“. Von dort aus kommt man direkt an den Strand – deutlich entspannter.
    Schon von weitem sahen wir: Menschen. Viele Menschen. Sehr viele Menschen.

    Anscheinend gibt es nur wenige Stellen mit wirklich heißem Wasser – und genau dort versammelten sich ungefähr 100 Leute mit Schaufeln, Händen und einer beeindruckenden Portion Enthusiasmus während weitere 50 -100 Leute dem Treiben skeptisch zu schauten.
    Was entstand, war weniger ein idyllischer Spa-Bereich und mehr… eine kreative Baustelle.
    Sand, Schlamm, Wasser, Dampf – alles wild durcheinander. Kleine Pfützen überall. Einige hatten schon aufgegeben, andere gruben noch mit vollem Einsatz weiter. Kinder buddelten begeistert mit Händen und Füßen, Erwachsene sahen aus wie frisch paniert.
    Es war chaotisch, matschig – und ehrlich gesagt ziemlich lustig anzusehen.
    Wir haben das Ganze aus sicherer (und trockener) Entfernung beobachtet, ein paar Fotos gemacht und uns köstlich amüsiert.

    Fazit: Die Idee ist großartig – aber vermutlich nur wirklich magisch, wenn man nachts kommt, bei gutem Wetter, mit weniger Leuten und vielleicht unter Mondschein.
    Heute war es eher… „DIY-Thermalbad trifft Sandkasten-Großprojekt“.

  • Neuseeland – Hobbiton und Hamilton

    05.04.2026 – Vor einer Woche hatten wir diesen glorreichen Plan: Wir schauen uns etwas ganz Besonderes an – das Hobbiton Movie Set. Klang einfach. War es natürlich nicht. Denn: Hobbiton liegt auf einer „Living Farm“. Bedeutet übersetzt: Du kommst da nur rein, wenn du dich brav einer geführten Tour anschließt. Und Überraschung – für unseren Zeitraum? Alles ausverkauft. Komplett. Nada. Ende Gelände.
    Also saßen wir da, leicht geknickt, und fanden bei der Recherche heraus: Man sollte diese Tour mindestens 3–4 Monate vorher buchen. Drei. Bis. Vier. Monate.
    Wir? Natürlich wieder viel zu spät. Typisch wir.
    Aber Michael wäre nicht Michael, wenn er einfach aufgeben würde. Motto: „Geht nicht“ gibt’s nicht.
    Nach ein paar Minuten wildem Herumklicken (und vermutlich leichtem Stressschweiß) fand er tatsächlich ein Kombi-Paket mit Lunch – schlanke 80 € pro Person – und … zwei freie Plätze!
    Also sofort gebucht. Wieder mal mit einem Bein im Glück gelandet. Die Vorfreude war entsprechend groß.

    Am Tag der Tour ging’s von Rotorua zum Startpunkt. Die Landschaft? Laut Michael: „Sieht aus wie im Allgäu.“
    Sein Fazit: „Hätten sie auch einfach da drehen können.“
    Ich: …lass uns erstmal schauen. Es muss ja irgendwas Besonderes haben.
    Nach Parkplatzsuche und Ticketkontrolle wurden wir in einen Bus verfrachtet. Drinnen: Filmszenen auf dem Bildschirm, epische Musik aus den Lautsprechern – sofort Gänsehaut.
    Unsere Tourguide (mit einer Stimme, die wahrscheinlich auch Einschlafgeschichten verkaufen könnte) stellte sich vor, und es lief ein Begrüßungsvideo von Peter Jackson und dem Farmbesitzer.
    Kurze Hintergrundstory: 1998 entdeckte Jackson diese Farm während eines Helikopterflugs über Neuseeland. Er war so begeistert, dass er sich direkt mit dem Besitzer zusammensetzte – und zack, Hobbiton war geboren.

    Nach ein paar Kurven, vorbei an alten Filmcamps und sehr zufriedenen Schafen, war es dann so weit: Hobbiton tauchte auf. Und wirklich alle im Bus gleichzeitig: „Woooow.“
    Zwei Minuten später standen wir mitten drin.

    Sanfte Hügel, ein See mit riesigem Baum, saftig grüne Wiesen, Obstbäume voller Früchte – und überall diese kleinen, bunten, runden Hobbit-Türen. Aus den Schornsteinen stieg sogar Rauch auf, als würde drinnen gerade jemand Suppe kochen. Teilweise waren die Feuer sogar echt.
    Wäsche hing draußen. Es war absurd idyllisch. Fast schon zu perfekt. Ein kleines Paradies.

    Einige Häuser waren im Maßstab 1:1 Menschengröße, andere wegen der Authentizität nur 60% so groß. Was teilweise lustig war, wenn man davor stand.

    Dann die große Frage: Was ist hier eigentlich echt?
    Antwort der Guide: Alles, was aus der Erde wächst – echt.
    Alles auf Tischen oder in den Häusern – fake. (Sehr überzeugend fake, wohlgemerkt.)

    Und dann kam das Highlight: Wir durften in ein Hobbit-Haus rein!
    Alles anschauen, anfassen, aufs Bett legen, am Tisch sitzen – und natürlich alles fotografieren.
    Ich fühlte mich wie eine Mischung aus Alice im Wunderland und Schneewittchen im Zwergenhaus. Alles klein, gemütlich, liebevoll eingerichtet.
    Für mich: fast perfekte Größe.
    Für Michael: eher… sportlich.
    Er lief da durch wie Gandalf – ständig den Kopf einziehen und leicht gebückt. Sehr würdevoll. (Also fast.)

    Danach ging’s weiter am Wassermühle vorbei, über die Bogenbrücke zum See, zum berühmten Green Dragon Inn – der Bar, in der die Hobbits feiern.
    Dort gab’s Bier, Cider oder Ginger Beer – selbstverständlich stilecht.

    Und als krönenden Abschluss: ein ordentliches Buffet im Zelt, inklusive Kuchen.
    Kurz gesagt:
    Plan chaotisch. Buchung knapp. Erwartung skeptisch.
    Aber am Ende? Einfach magisch.

    Zwei Tage später haben wir uns den ersten Teil der „Lord of the Rings Trilogy“ noch mal angeschaut und in vielen Szenen die Ort von unser magischen Tour wiedererkannt.

    Exkurs: Historie von Hobbiton

    Wie Peter Jackson zum Drehort, der Alexander Farm, kam hatten wir ja oben schon erwähnt. Aber bis zum fertigen Filmset wiie es heute ist, war es ein langer Weg. 1999 begannen die Arbeiten für das Filmset. Aber es gab keine Straße für die Baufahrzeuge und später für die Wohnwagen der Filmcrew und Stars auf dem Gelände. Also wandte sich Peter Jackson an den damaligen Ministerpräsidenten und dann wurde eine 1,5 km lange Straße vom neuseeländischen Militär gebaut … so die Geschichte. Es wurde 39 Hobbit-Häuser (Hobbit Holes) gebaut, Bäume umgepflanzt, Brücken und weitere Gebäude errichtet. Der Dreh konnte Ende 1999 beginnen und dauerte etwa 3 Monate … im 1. Teil spielen etwa 38 min in Hobbingen (engl. Hobbiton). Anschließend wurde das Set wieder eine Schafweide und zerfiel zunehmend. Aber 2009 wurde Hobbiton wurde über 2 Jahre lang mit besseren haltbaren Materialien für die Hobbit Trilogie wieder hergestellt. Seit dem Dreh der Szenen in Neusseland, welcher Ende 2011 stattfand, wird das Filmset bis heute als Touristenattraktionen genutzt.

    06.04.2026 – Hamilton

    Im Hamilton, einem kurzen Zwischenstop auf unserer Reise in den Norden Neusselands, waren wir im „Te Whare Taonga o Waikato Museum“. Hier kann man ein wenig über die Geschichte der Maori auf Neuseeland erfahren. Wie sie vor tausenden Jahren auf der Insel ankamen, sich ausbreiteten und begannen das Land zu nutzen. Es werden alte Boote, große zeremonielle Holzfiguren und alte Gebrauchsgegenstände ausgestellt. Des weiteren kann man den Wandel der Stadt Hamilton von ein paar Hütten am Fluss zu einer modernen Stadt mit Eisenbahn, Brücken und vielen Gebäuden sehen.

    Nächste Station: Coromandel Peninsula.

  • Neuseeland – Tongarriro & Rotorua

    31.03.2026: Heute ging es von Wellington in den Tongariro Nationalparrk. Die Fahrt dauerte über 4 Stunden – genug Zeit, um sich gedanklich schon mal in die Berge zu träumen. Unterwegs machten wir Halt beim „Hapuawhenua Viaduct“ – oder einfach: der Brücke, auf der man Schwindelfreiheit trainieren kann. Die gesamte Wanderung dorthin dauerte inklusive Fotostop rund 100 Minuten. Und wir waren endlich mal völlig allein an einem Sightseeing-Spot.

    Dieses Viadukt stammt aus dem Jahr 1908 und ist eine von wenigen noch erhaltenen Stahlbinder-Konstruktionen Neuseelands. Besonderheit: es ist nicht gerade, sondern leicht gebogen – ästhetisch ein Traum, für die Ingenieure damals eher ein 284 m langer und 45 m hoher Alptraum. Wegen des engen Radius durfte die Eisenbahn hier nur mit 20 mph (ca. 32 km/h) über die Brücke flitzen. 80 Jahre später wurde das Viadukt wegen der gestiegenen Anforderungen nebenan eine nicht so ansehnliche Stahlbeton-Konstruktion für die Züge gebaut.

    Heute steht die alte Schönheit still und ist Teil eines Wanderweges durch den Tongariro Nationalpark … die Schienen sind weg, aber wir durften auf den Schwellen balancieren und 45 Meter in die Tiefe schauen. Praktisch: der Abstand zwischen den Schwellen beträgt nur 15 cm – also höchstens ein Fuß drin, aber kein ganzer Mensch. 😉Übrigens: Nach der Stillegung diente das Viadukt zeitweise sogar als Bungee-Jumping-Spot.

    01.04.2026: Nach der ersten Übernachtung im Tongariro Nationalpark wanderten wir nach dem Frühstück zu den „Tama Lakes“. Upper und Lower Tama Lake sind zwei Kraterseen mit atemberaubend blauem Wasser. Die Wanderung: ca. 17 Kilometer und 540 Höhenmeter, inklusive Verpflegungspause etwa 6 Stunden.

    Der Weg führt teils über Stock und Stein, während ein kalter Wind durch die Berge pfeift. Also: gute Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung Pflicht! Überraschung unterwegs: immer wieder Toilettenhäuschen – in den Bergen! Wir waren beeindruckt.

    Unterwegs kamen wir auch an den „Taranaki Falls“ vorbei, einem 20 Meter hohen Wasserfall. Zum Glück führte er genügend Wasser, sodass er nicht aussah wie ein vertrockneter Gartenschlauch.

    02.04.2026: Weiter ging die Reise nach Rotorua. Kurz nach der Abfahrt hielten wir bei den „Tawhai Falls“, einem hübschen, aber eher unspektakulären Wasserfall, erreichbar in etwa 10 Minuten von der Straße. Danach zum „Lake Taupo“, einem Kratersee eines vor rund 26.000 Jahren kollabierten Vulkans und der größte See Neuseelands.

    Traumwetter, also langer Spaziergang am See. Unterwegs stießen wir auf einen „Wasser-Golfplatz“. Abschlag auf einer Terrasse am Ufer, die „Holes“/Löcher auf einer schwimmenden Plattform 104 Meter entfernt. Bei der „Hole in One Challenge“ winkten bis zu 10.000 NZD – da konnten wir natürlich nicht widerstehen. 30 Bälle gekauft, Schläger geschnappt, erster Schlag: 15 Meter ins Wasser – immerhin war er sichtbar! Die nächsten Schläge kamen zwar näher an die Plattform, aber nicht in die richtige Richtung. Einige Bälle purzelten vom Ufer ins Wasser, andere direkt daneben. Ein Held im knallgelben Helm fischte mit einem Kescher alle Bälle aus dem See – Hardcore-Recycling.

    Nach diesem Abenteuer fuhren wir zu den „Huka Falls“, 15 Meter hohe, kristallblaue Wassermassen (220 m³ pro Sekunde), die sich aus einem 15 Meter breiten Canyon vulkanischen Ursprungs stürzen. Laut, beeindruckend und spektakulär – ein richtiges Naturkonzert! Anschließend Weiterfahrt nach Rotorua.

    03.04.2026: Rotorua – Stadt mitten auf der Nordinsel, berühmt für geothermische Aktivitäten und die Maori-Kultur. Überall Dampf, überall heißes Wasser, und der Geruch erinnert an faule Eier – willkommen im Schwefelparadies!

    Am Morgen machten wir einen Spaziergang am „Sulphur Point“, einem Teil des Rotorua-Sees, geprägt von Geothermie. Gase (hauptsächlich Schwefel) und heißes Wasser steigen auf – schwimmen verboten, die 100°C wollen wir nicht testen.

    Wir suchten anschließend einen kostenlosen Aussichtspunkt für den „Pohutu Geysir“. Google führte uns direkt ins „Whakarewarewa – The Living Maori Village“, wo Führungen gegen Geld angeboten werden. Glück gehabt: jemand schenkte uns auf dem Parkplatz ein Ticket im Wert von 55 NZD. Somit mussten wir nur noch ein Ticket kaufen – ein echtes Schnäppchen!

    Die Tour brachte uns die Maori-Kultur inkl. Maori-Sprach (Te Reo Maori) Crashkurs näher. Heute leben die Maori hier modern, mit Strom, Heizung und Autos – aber Traditionen wie Tanz, Gesang und Stammesrituale werden gepflegt. Über einem heißen Erdofen gab es Maiskolben – mit Salz überraschend lecker. Danach ging es an verschiedene heiße Quellen und Badebecken.

    Der „Pohutu Geysir“ (Te Puia) spuckte bis zu 10 Meter hoch, manchmal sollen es sogar 30 sein (heute nicht), und gilt als größter Geysir der südlichen Hemisphäre. Kleinere Geysire (Kereru und Te Tohu, benannt nach den Prince of Wales, heute King Charles III.) spucken nur 1 Meter hoch oder heißen Dampf. Wir beobachteten das Spektakel etwa 20 Minuten, während wir unsere Brotzeit genossen. Anschließend marschierten wir dann doch noch zum kostenlosen Aussichtspunkt – die Geysire waren weit entfernt, aber für den Blick auf Stadt und Landschaft lohnte sich der einstündige Marsch.

    04.04.2026: Gegenüber unserer Unterkunft lag der „Kuirau Park“ mit heißen Pools, blubbernden Schlammlöchern und einem Samstagsmarkt mit Maori-Handwerkskunst und Leckereien. Da wir zuvor gut gefrühstückt hatten, mussten leider auf die Köstlichkeiten verzichten. Aber dafür hatten wir aber ein 40°C-Fußbad in einer heißen Quelle. Plätze am Beckenrand waren heiß umkämpft – wortwörtlich.

    Mittags dann zum „Redwood Forest“: mit kalifornischen Redwoods die hier ab 1901 angepflanzt wurden. Über 120 Jahre alte Bäume, bis zu 75 m hoch, einige mit 2 m Durchmesser. Der ursprüngliche Wald mit riesigen 2000 Jahre alten Bäume (bis 6 m Durchmesser und 120 m Höhe) war durch kommerzielle Forstwirtschaft abgeholzt worden. Auf dem „Whakarewarewa Forest Treewalk“ wanderten wir 40 Minuten über 28 Hängebrücken in bis zu 20 m Höhe – alles mit Nylon-Lastschlaufen an den Bäumen befestigt, kein Bohren oder Schrauben an den Bäumen. Öko-Abenteuer deluxe!

    Am Abend haben wir noch eine kostenlose heiße Quelle besucht. Das Wasser im Bach war zunächst zu heiß, also liefen wir ein paar Meter, bis es angenehm bei ca. 35°C war. Unter einem kleinen Wasserfall sprangen wir ins warme Wasser – ein bisschen Schwefelduft in der Luft, Dampf wie im Winter-Freibad, und unsere Haut fühlte sich danach seidenweich an – Wellness mit Abenteuer-Bonus.

    Nächster Stop: Hobbiton – das Filmset aus den „Herr der Ringe“ und „Hobbit“-Filmen. Hobbitfüße bereitmachen! 🧙‍♂️