Fidschi – Queensroad, Natadola Beach und Korolevu 🇫🇯

Von Auckland sind wir über drei Stunden nach Nadi geflogen. Schon im Flugzeug sehe ich das blaue Meer und sehr grüne Inseln mit wenigen Häusern und Siedlungen. Viel Natur, wirklich sehr viel Natur. So viel Natur, dass man sich fragt, ob WLAN hier überhaupt erlaubt ist.

Ausgestiegen: 27 Grad und eine feuchte Luft, die uns direkt empfangen hat – eher umarmt und nicht mehr losgelassen. Sehr feucht – so feucht, dass ich sofort komplett geschwitzt habe. Mein Körper dachte vermutlich: „Ah, wir sind jetzt in der Biosauna.“

Da es schon kurz vor 18 Uhr dunkel wird, übernachten wir in der Nähe vom Flughafen. Überall wurden wir mit einem herzlichen „Bula!“ begrüßt.

Am nächsten Tag wollten wir am Flughafen unseren Mietwagen abholen. Wir hatten eine Woche vorher online bei einem lokalen Anbieter gebucht. Da dieser relativ neu ist, hat er… kein Büro am Flughafen. Also standen wir da wie bestellt und nicht abgeholt – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Flughafen-Polizist hat uns dann freundlich geholfen. Mit seinem Handy hat er den Anbieter angerufen – wahrscheinlich deswegen kommt der Fahrer extra schneller. Während wir warteten, hat er uns über die Verkehrssicherheit auf der Insel informiert: nachts lieber nicht fahren und auf einsamen Straßen vorsichtig sein – auch wegen möglicher Räuber (Urlaub mit Abenteuerbonus). Er hat uns sogar seine Telefonnummer für alle Fälle gegeben und hätte uns am liebsten direkt noch zu sich nach Hause eingeladen. Wirklich sehr nett.

Nachdem wir endlich das Auto bekommen hatten, fuhren wir los. Auf der Fahrt entlang der Queens Road nach Süden waren jede Menge Tiere auf der Straße – lebendig und erstaunlich entspannt. Vielleicht entspannter als wir.

Von Hunden über Kühe bis zu Schweinen, Katzen und Pferden – alles dabei. Sogar zwei, drei Leute waren mit Pferden auf der Straße unterwegs. Wir fanden das eine ziemlich coole Idee – bei den Benzinpreisen ist so ein Fortbewegungsmittel pflegeleicht und kostet nur Gras. Kein TÜV nötig. Natürlich sind auch unzählige Menschen unterwegs, die am Straßenrand stehen und die Hand ausstrecken. Vermutlich aus verschiedenen Gründen: Sie bieten Autowäsche an oder verkaufen Mangos und Kokosnüsse. Viele Verkaufsstände stehen direkt an der Straße. Vielleicht wollten manche auch einfach mitfahren?Wir wissen es nicht.

Die Straßen sind teilweise sehr schlecht, mit vielen Schlaglöchern – wie ein Hindernisparcours, nur ohne Anleitung. In Ortschaften gibt es oft drei oder mehr Bremshügel (20 km/h). Einer war so hoch, dass unser Auto sogar einmal aufgesetzt ist. Kurzer Moment der Stille im Auto… dann weiter.

Manche Häuser und Unterkünfte sind ziemlich heruntergekommen. Kein Wunder, da fast 30 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Was mir auch aufgefallen ist: viele Menschen sind übergewichtig – vermutlich auch ein Ergebnis dieser Lebensumstände.

Unser Ziel: der Natadola Beach, angeblich einer der schönsten Strände Fijis. Auf jeden Fall haben sich hier mehrere 5-Sterne-Resorts angesiedelt. Auf dem Parkplatz vor dem Strand warteten schon etwa zehn Massage-Pavillons auf uns. Kaum ausgestiegen, begrüßte uns eine Frau mit Handschlag und bietet uns freundlich eine Massage an. Sehr überzeugend – fast hätten wir uns hingelegt, bevor wir überhaupt das Meer gesehen haben. Wir bedankten uns und liefen zielstrebig Richtung Wasser. Prioritäten.

Das Wasser war schön warm, mit einer leichten Strömung durch die einsetzende Ebbe. Die Sonne schien und wir badeten im warmen Meer – wir waren rundum zufrieden. So zufrieden, dass man kurz überlegte, nie wieder rauszukommen.

Nach über zwei Stunden gingen wir zurück zum Auto. Übernachtet haben wir in Korolevu.

Am nächsten Tag blieben wir noch in Korolevu. Unsere Unterkunft lag direkt am Meer, mit einer kleinen privaten Bucht und goldenem Strand. Mehrere Hängematten hingen zwischen den Palmen und schaukeln direkt am Wasser – sehr romantisch. Fast zu romantisch.

Nach dem Frühstück legten wir uns in die Hängematten, um ein bisschen zu entspannen. Nach etwa zehn Minuten kam eine unberechenbare Welle – so stark, dass wir eine unfreiwillige Dusche bekamen. Mit Klamotten und Handy, alles nass und voller Sand. Das Meer hat einfach entschieden: „Ihr geht jetzt wieder baden.“ Diskussion zwecklos. Also umziehen… und wieder baden. Herrlich.

Ein Problem hatten wir allerdings: Unsere nassen Sachen wurden einfach nicht trocken. Die Luftfeuchtigkeit war zu hoch. Im Zimmer gab es zwar eine Klimaanlage, aber die Fenster bestehen aus Fliegengittern mit Holzlamellen davor, die sich öffnen und schließen lassen (nur bei uns irgendwie nicht zu).

Dadurch kam ständig feuchte Luft ins Zimmer. Die Bettwäsche und Handtücher waren auch leicht feucht.

Aber gut – zwei Übernachtungen sind nicht so lang. Am nächsten Tag ging es dann schon weiter nach Suva, der Hauptstadt Fiji’s.

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