Fidschi – Suva

24.04.2026 – Colo-i-Suva-Nationalpark
29 Grad, kein Regen – endlich mal perfektes Timing! Also: nichts wie raus und einen Ausflug in Suva starten.
Mit Navi sind wir zwar angekommen… aber den Eingang? Den haben wir erstmal glorreich übersehen. Eine kleine, unscheinbare Einfahrt – fast so, als wollte der Park nur von Eingeweihten gefunden werden. Der Wächter klärte uns dann auf: Tickets gibt’s auf der anderen Straßenseite. Natürlich haben wir das Gebäude nicht direkt entdeckt. Die Straße dahin sah nämlich eher aus wie eine Sackgasse zu einem Dorf.
Also nochmal wenden, nochmal schauen, nochmal zweifeln… und dann: tatsächlich! Ein kleines Gebäude mit einem noch kleineren „Ticket“-Schild an der Tür. 5 FJD pro Person – fairer Preis für ein bisschen Dschungelabenteuer.

Zurück zur Einfahrt und endlich rein in den Nationalpark. Die etwa 1,5 km lange Zufahrt zum Parkplatz entpuppte sich allerdings als Mischung aus Fahrsicherheitstraining und ungeplanter Hüpfburg-Session im Auto – dank unzähliger Schlammlöcher. In dem Moment war ich wirklich froh, nicht zu viel gefrühstückt zu haben.

Am Hauptparkplatz angekommen, begrüßte uns direkt ein junger Mitarbeiter, wies uns einen Parkplatz zu und erklärte uns freundlich die Wege. Es gibt sogar einen kleinen Plan – sehr vorbildlich! Und das Beste: nur ein einziges anderes Auto. Bedeutet: fast Privat-Dschungel für uns.

Wir laufen los – mitten hinein ins satte Grün. Der Weg ist überraschend gut ausgebaut, selbst mit meinen Sandalen komme ich problemlos voran. Nach etwa 5 Minuten erreichen wir den ersten natürlichen Pool. Genau genommen sind es zwei, getrennt durch einen kleinen Wasserfall. Das Wasser ist glasklar und angenehm kühl, mit Treppen zum einfachen Einstieg.
Michael? Natürlich sofort drin.
Ich? Beobachte erstmal… sehr aufmerksam… vom trockenen Rand aus.

Nach etwa 15 Minuten geht’s weiter, immer entlang eines kleinen Bachs. Überall plätschert es, kleine Wasserfälle, Vogelgezwitscher, raschelnde Blätter – und sonst nichts außer unseren Stimmen mitten im Dschungel.

Den zweiten Pool erreichen wir nach etwa 20 Minuten. Tiefer, noch klarer, noch einladender. Und inzwischen ist mir auch so heiß, dass ich schneller im Wasser bin als Michael. Der legt direkt eine Arschbombe hin – sehr stilvoll. Das Wasser? Herrlich!

Als wir wieder rauskommen, taucht ein weiterer Besucher auf. Ich denke mir nur: Gute Wahl – hier findet man definitiv Ruhe.

26.04.2026 – Gestern hat es leider den ganzen Tag geregnet. Also: Zwangspause im Hotel. Ein bisschen Gym, ein bisschen Reiseplanung – auch nicht das Schlechteste.
Heute scheint endlich wieder die Sonne, und wir machen uns auf den Weg zurück Richtung Nadi. Aber bevor wir Suva verlassen, steht noch ein letzter Programmpunkt an: das Fiji Museum.

Direkt daneben gibt es ein nettes Café für Frühstück. „Nettes Café“ heißt in diesem Fall allerdings auch: über eine Stunde Wartezeit auf unser Essen. Immerhin hatte ich genug Zeit, im angrenzenden Park „Thurston Gardens“ die Bewohner zu beobachten – jede Menge Flughunde. Riesig, laut und sie hängen in den Bäumen wie überdimensionale Früchte.

Dazu alte Bäume, bestimmt über 100 Jahre alt – eine ziemlich beeindruckende Kulisse.

Mit vollem Magen geht’s ins Museum (20 FJD pro Person). Innen sehen wir originale fidschianische Kanus sowie Modelle, dazu viele spannende Ausstellungsstücke zur Kultur der Ureinwohner und der ersten Einwanderer aus China und Indien. Das Museum ist zwar klein, aber informativ und wirklich interessant.

Danach fahren wir weiter entlang der Queens Road Richtung Nadi. Unterwegs passieren wir einige „Autoleichen“ am Straßenrand – eine Art natürliches Recycling auf Fiji-Art.

Ganz spontan halten wir noch an einem Straßenstand und kaufen Obst: für 10 FJD bekommen wir eine ordentliche Ausbeute – viele Bananen, zwei Papayas und drei Gurken. Alles sonnengereift und unglaublich lecker. So schmeckt Fiji.

Die nächsten zwei Tage verbringen wir in Pacific Harbour.

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