05.04.2026 – Vor einer Woche hatten wir diesen glorreichen Plan: Wir schauen uns etwas ganz Besonderes an – das Hobbiton Movie Set. Klang einfach. War es natürlich nicht. Denn: Hobbiton liegt auf einer „Living Farm“. Bedeutet übersetzt: Du kommst da nur rein, wenn du dich brav einer geführten Tour anschließt. Und Überraschung – für unseren Zeitraum? Alles ausverkauft. Komplett. Nada. Ende Gelände.
Also saßen wir da, leicht geknickt, und fanden bei der Recherche heraus: Man sollte diese Tour mindestens 3–4 Monate vorher buchen. Drei. Bis. Vier. Monate.
Wir? Natürlich wieder viel zu spät. Typisch wir.
Aber Michael wäre nicht Michael, wenn er einfach aufgeben würde. Motto: „Geht nicht“ gibt’s nicht.
Nach ein paar Minuten wildem Herumklicken (und vermutlich leichtem Stressschweiß) fand er tatsächlich ein Kombi-Paket mit Lunch – schlanke 80 € pro Person – und … zwei freie Plätze!
Also sofort gebucht. Wieder mal mit einem Bein im Glück gelandet. Die Vorfreude war entsprechend groß.

Am Tag der Tour ging’s von Rotorua zum Startpunkt. Die Landschaft? Laut Michael: „Sieht aus wie im Allgäu.“
Sein Fazit: „Hätten sie auch einfach da drehen können.“
Ich: …lass uns erstmal schauen. Es muss ja irgendwas Besonderes haben.
Nach Parkplatzsuche und Ticketkontrolle wurden wir in einen Bus verfrachtet. Drinnen: Filmszenen auf dem Bildschirm, epische Musik aus den Lautsprechern – sofort Gänsehaut.
Unsere Tourguide (mit einer Stimme, die wahrscheinlich auch Einschlafgeschichten verkaufen könnte) stellte sich vor, und es lief ein Begrüßungsvideo von Peter Jackson und dem Farmbesitzer.
Kurze Hintergrundstory: 1998 entdeckte Jackson diese Farm während eines Helikopterflugs über Neuseeland. Er war so begeistert, dass er sich direkt mit dem Besitzer zusammensetzte – und zack, Hobbiton war geboren.

Nach ein paar Kurven, vorbei an alten Filmcamps und sehr zufriedenen Schafen, war es dann so weit: Hobbiton tauchte auf. Und wirklich alle im Bus gleichzeitig: „Woooow.“
Zwei Minuten später standen wir mitten drin.



Sanfte Hügel, ein See mit riesigem Baum, saftig grüne Wiesen, Obstbäume voller Früchte – und überall diese kleinen, bunten, runden Hobbit-Türen. Aus den Schornsteinen stieg sogar Rauch auf, als würde drinnen gerade jemand Suppe kochen. Teilweise waren die Feuer sogar echt.
Wäsche hing draußen. Es war absurd idyllisch. Fast schon zu perfekt. Ein kleines Paradies.
Einige Häuser waren im Maßstab 1:1 Menschengröße, andere wegen der Authentizität nur 60% so groß. Was teilweise lustig war, wenn man davor stand.


Dann die große Frage: Was ist hier eigentlich echt?
Antwort der Guide: Alles, was aus der Erde wächst – echt.
Alles auf Tischen oder in den Häusern – fake. (Sehr überzeugend fake, wohlgemerkt.)




Und dann kam das Highlight: Wir durften in ein Hobbit-Haus rein!
Alles anschauen, anfassen, aufs Bett legen, am Tisch sitzen – und natürlich alles fotografieren.
Ich fühlte mich wie eine Mischung aus Alice im Wunderland und Schneewittchen im Zwergenhaus. Alles klein, gemütlich, liebevoll eingerichtet.
Für mich: fast perfekte Größe.
Für Michael: eher… sportlich.
Er lief da durch wie Gandalf – ständig den Kopf einziehen und leicht gebückt. Sehr würdevoll. (Also fast.)








Danach ging’s weiter am Wassermühle vorbei, über die Bogenbrücke zum See, zum berühmten Green Dragon Inn – der Bar, in der die Hobbits feiern.
Dort gab’s Bier, Cider oder Ginger Beer – selbstverständlich stilecht.



Und als krönenden Abschluss: ein ordentliches Buffet im Zelt, inklusive Kuchen.
Kurz gesagt:
Plan chaotisch. Buchung knapp. Erwartung skeptisch.
Aber am Ende? Einfach magisch.
Zwei Tage später haben wir uns den ersten Teil der „Lord of the Rings Trilogy“ noch mal angeschaut und in vielen Szenen die Ort von unser magischen Tour wiedererkannt.
Exkurs: Historie von Hobbiton
Wie Peter Jackson zum Drehort, der Alexander Farm, kam hatten wir ja oben schon erwähnt. Aber bis zum fertigen Filmset wiie es heute ist, war es ein langer Weg. 1999 begannen die Arbeiten für das Filmset. Aber es gab keine Straße für die Baufahrzeuge und später für die Wohnwagen der Filmcrew und Stars auf dem Gelände. Also wandte sich Peter Jackson an den damaligen Ministerpräsidenten und dann wurde eine 1,5 km lange Straße vom neuseeländischen Militär gebaut … so die Geschichte. Es wurde 39 Hobbit-Häuser (Hobbit Holes) gebaut, Bäume umgepflanzt, Brücken und weitere Gebäude errichtet. Der Dreh konnte Ende 1999 beginnen und dauerte etwa 3 Monate … im 1. Teil spielen etwa 38 min in Hobbingen (engl. Hobbiton). Anschließend wurde das Set wieder eine Schafweide und zerfiel zunehmend. Aber 2009 wurde Hobbiton wurde über 2 Jahre lang mit besseren haltbaren Materialien für die Hobbit Trilogie wieder hergestellt. Seit dem Dreh der Szenen in Neusseland, welcher Ende 2011 stattfand, wird das Filmset bis heute als Touristenattraktionen genutzt.
06.04.2026 – Hamilton
Im Hamilton, einem kurzen Zwischenstop auf unserer Reise in den Norden Neusselands, waren wir im „Te Whare Taonga o Waikato Museum“. Hier kann man ein wenig über die Geschichte der Maori auf Neuseeland erfahren. Wie sie vor tausenden Jahren auf der Insel ankamen, sich ausbreiteten und begannen das Land zu nutzen. Es werden alte Boote, große zeremonielle Holzfiguren und alte Gebrauchsgegenstände ausgestellt. Des weiteren kann man den Wandel der Stadt Hamilton von ein paar Hütten am Fluss zu einer modernen Stadt mit Eisenbahn, Brücken und vielen Gebäuden sehen.


Nächste Station: Coromandel Peninsula.

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