Autor: xin

  • Thailand – Khao Lak

    Ursprünglich wollen wir mit dem Bus von Phuket nach Khao Lak fahren, was sich aber als etwas kompliziert ohne thailändische Sprachkentnisse und ziemlich zeitaufwändig herausstellte. So haben wir uns dann für ein Taxi entschieden. Für die Fahrt von Kamala Beach nach Khao Lak (ca. 100 km) benötigt man ungefähr 2 Stunden. Die Fahrt hat 1.700 Baht gekostet (ca. 45 €).

    Auf dem Weg kann man so einige kuriose „Kunstwerke“ bestaunen – oder besser gesagt: elektrische Abenteuer. 😅
    So sehen hier nämlich die Stromleitungen und Verteilungen aus – ein echtes Meisterwerk, bei dem deutsche Elektromeister wahrscheinlich Schnappatmung kriegen würden. ⚡️😂
    Manchmal sieht man nachts sogar kleine Lichtbögen – fast wie ein gratis Feuerwerk, nur mit dem gewissen Nervenkitzel inklusive! 💥😉

    Ich (Xin) hab’s gleich richtig krachen lassen und mich direkt für drei Tauchtagestouren angemeldet: Richelieu Rock, Koh Bon und „The Dome“ bei Koh Tachai. Richelieu Rock gilt ja als einer der besten Tauchspots der Welt – also, wenn schon, denn schon!
    Die Fahrt dorthin mit dem Schnellboot dauert etwa 1 Stunde und 20 Minuten – klingt harmlos, ist aber bei Wellengang eher wie ein kostenloser Ritt auf einem elektrischen Bullen. 🐂🌊
    Und das Beste: Das Schaukeln hört nicht auf, wenn man wieder anlegt! Mein Magen hat jedenfalls beschlossen, seine eigene kleine Performance hinzulegen. Ich musste mich zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Tauchboot übergeben – aber hey, ich war nicht allein! Team „Reling-Fütterung“ war an dem Tag gut besetzt. Die Fische unten haben sich bestimmt über den extra Snack gefreut. 😅🐠
    Aber kaum war ich mit der Ausrüstung im Wasser, war alles vergessen. Plötzlich nur noch Ruhe, Farben, Fische überall – wie in einem gigantischen Aquarium, nur ohne Eintrittskarte. Diese Unterwasserwelt ist einfach unbeschreiblich schön … und mein Magen war zum Glück auch endlich wieder still. 😌🤿

    Kleiner Hinweis am Rande: Für den Nationalpark Mu Ko Similian, einer Ansammlung von kleinen unbewohnten Inseln in Andamanensee, wo man sehr schöne Tauschspots hat, muss man zusätzlich 500 Baht Gebühren pro Tag bzw. Tauschausflug zahlen. Ganz schön happig – aber die fast unberührte Unterwasserwelt ist es jedoch wert. Der Nationalpark ist nämlich das halbe Jahr (von Mai bis Oktober) gesperrt. Insgesamt kosten zwei Tauchgänge pro Tag 6.700 Baht, also ungefähr 180 €. Kein Schnäppchen, aber für Weltklasse-Tauchspots, bunte Unterwasserpartys und rundum gut „gefütterte“ Fische absolut akzeptabel. Die Tauchspots sind für Schnorchler nur bedingt empfehlenswert. Des Weiteren muss als Schnorchler im Nationalpark eine Schwimmweste benutzen. Stört und man kann nicht mal kurz zu den Fischen abtauchen.

  • Thailand – Phuket Elephant Sanctuary

    Wenn man in Thailand Elefanten hautnah erleben möchte, dann bitte, bitte nicht in den Zoo gehen oder auf Elefanten reiten – und auch nicht mit ihnen baden. Das ist für die Elefanten sehr stressig, und sie werden gezwungen, solche Aktivitäten mit Menschen zu machen. Das dient nicht dem Wohl der Tiere, sondern allein der Unterhaltung der Menschen.

    Deshalb haben wir uns für eine Einrichtung entschieden, in der man diese intelligenten Tiere aus der Ferne beobachten kann – ganz ohne sie zu stören.

    Alle geretteten Elefanten haben eine schwere Vergangenheit hinter sich. Manche tragen sogar sichtbare Verletzungen. Eine Elefantendame ist fast blind. Jeder von ihnen hat einen eigenen Namen und eine eigene Geschichte.Sie schließen Freundschaften untereinander, und jeder hat eine ganz besondere Persönlichkeit – genau wie wir Menschen.

    Unser Guide KT kennt die Geschichten jedes einzelnen Elefanten und kann unglaublich viel über sie erzählen und alle Fragen beantworten.

    Am Ende durften wir sogar zwei Elefanten füttern – natürlich erst, nachdem wir uns gründlich die Hände gewaschen hatten.

  • Thailand – Phuket 🇹🇭

    Nach dem Tsunami 2004 wurde vieles auf der Insel zwar wieder aufgebaut, aber überall stehen noch Notunterkünfte und halbfertige Hotel-Ruinen herum – wie eine Dauerbaustelle mit Meerblick.
    Die Leute hier sind trotzdem unglaublich freundlich. Im Gegensatz zu den eher grantigen Deutschen, die sich gern mit einem knappen „Hallo“, „Servus“ oder „Moin Moin“ begnügen, begrüßen dich die Thailänder mit gefalteten Händen vor der Brust, einem warmen Lächeln und einem melodischen „Sawasdee ka!“.
    Und an Freizeitmöglichkeiten mangelt es hier nicht – hier kann man wirklich alles machen, außer sich langweilen. Von Ausflügen in Elefanten Parks, mit dem Longtail-Boot oder Speed Katamaran zu den umliegenden Inseln fahren, oder einfach nur Baden oder Schnorcheln im Indischen Ozean.

    Wir haben eine Bootstour zu den Phi-Phi-Inseln gemacht. Ganz ehrlich: ziemlich touristisch – überall Boote, Menschen und Musik. Aber die Landschaft macht das wieder wett. Das türkisfarbene Wasser, die hohen Kalksteinfelsen und die kleinen Buchten sehen wirklich traumhaft aus.

    Auf Phi Phi Leh, der kleineren Insel, liegen die Viking Cave und der berühmte Maya Beach, der zum Nationalpark gehört. Man darf hier nicht direkt mit dem Boot reinfahren oder schwimmen. Der Zugang zur Bucht wird sogar immer für einige Monate im Jahr gesperrt. Glück gehabt :)) Auf Phi Phi Don, der größeren Insel, gibt es die Monkey Bay – dort turnen auf Strand wilde Affen herum. Süß anzuschauen, aber nur mit etwas Abstand, auch füttern ist verboten.

    Tipps: Man kann Apps(z.B. Grab) installieren um ein Taxi zu bestellen oder sich Essen liefern lassen. Das Uber von Südostasien sozusagen. Visa oder Alipay wurde in vielen Restaurants und Supermärkten akzeptiert. Man sollte auf Hygiene des Restaurants achten, wenn es schon nicht sauber erscheint lieber weitergehen. Zudem sollte man unbedingt eine klassische Thai-Massage genießen, mit oder ohne Happy-End :))) Kosten für die regluläre Thai-Massage ca. 350-400 Baht für 60 min.

  • China – Chengdu – Stadt der Pandas, des Tees und der tiefen Entspannung

    Wenn du nach Chengdu reist, mach dich bereit für eine Stadt, die moderne Großstadtvibes mit gemütlicher Teehaus-Ruhe verbindet – und natürlich mit viel, viel gutem Essen!

    💡 Tipp: Such dir ein Hotel in der Nähe einer U-Bahn-Station. Das Metro-Netz ist super praktisch – schnell, sauber und bringt dich fast überall hin. Die Stadt ist außerdem ein Paradies für Feinschmecker. Überall duftet es nach heißem Sichuan-Pfeffer, Nudelsuppe und gegrillten Spießen. 😋 Und das Beste: Senioren über 60 Jahre kommen bei vielen Sehenswürdigkeiten kostenlos rein – kein Scherz!

    Chengdu ist außerdem unglaublich grün. Unter fast jeder Hochstraße ranken Pflanzen – manchmal fühlt man sich wie in einem postapokalyptischen Dschungel-Film, nur eben mit Bubble Tea statt Zombies. 🌿

    🏮 Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest

    🏘️ 1. Kuanzhai Xiangzi – Die „breiten und schmalen Gassen“

    Ein Mix aus Tradition und Trend: kleine Läden mit handgemachtem Schmuck, charmante Teehäuser und duftende Restaurants.Perfekt zum Bummeln, Snacken und Fotos machen. Touristischer Hotspot, aber auf die gute Art. 📸

    🫖 2. Volkspark (Renmin Gongyuan)

    Hier siehst du, wie man in Sichuan das Leben genießt: Menschen spielen Mah-Jongg, trinken Tee am Wasser, plaudern oder dösen in der Sonne.Setz dich dazu, bestell einen Jasmintee – und vergiss die Zeit.

    ☁️ „Wer in Chengdu eilt, macht etwas falsch.“

    🎭 3. Jinli-Fußgängerstraße

    Ein Muss für Kultur- und Fotofans! Hier kannst du in ein Teehaus gehen, Sichuan-Oper mit Gesichtswechsel („Bian Lian“) anschauen und lokale Snacks probieren. Abends ist die Straße wunderschön beleuchtet – ein echter Hotspot für Nachtspaziergänge. ✨

    🌃 4. Twin Towers, SKP & „Tower of Vitality“

    Chengdus moderne Seite: zwei leuchtende Türme, schicke Architektur, Musik- und Wassershows. Am besten abends hingehen – dann ist alles in buntem Licht und wirkt fast futuristisch.

    💎 Wenn Shanghai cool ist, dann ist Chengdu charmant – und etwas entspannter dabei.

    🛍️ 5. Taikoo Li & Chunxi Road

    Das Paradies für Shoppingfans und Foodies. Von internationalen Marken bis zu trendigen Cafés – hier kannst du einen halben Tag verlieren (und vielleicht dein Kreditlimit gleich mit 😅).

    🐼 6.Große Panda-Aufzuchtstation

    Das Herz von Chengdu. Natürlich die Attraktion schlechthin! Tickets (55 RMB) solltest du vorher online kaufen. Wenn du nicht alles laufen möchtest, nimm den Shuttlebus im Park (30 RMB, leider keine Seniorenrabatte).⏰ Beste Zeit: Frühmorgens! Dann sind die Pandas aktiv. Sobald es wärmer wird, tun sie das, was sie am besten können: schlafen. 😴💡 Insider-Tipp: Das lange Warten auf den berühmten Panda „Huahua“ (ca. 1 Stunde!) lohnt sich kaum – oft sieht man ihn nur dösen. Viel schöner ist der Besuch der Sonnen-, Mond- oder Sternen-Geburtsstationen – dort sind viele junge, verspielte Pandas und auch kleine rote Pandas! 🐾

    ❤️ Achtung, akute Niedlichkeitsüberdosis möglich!

    🏺 7. Sanxingdui-Museum – Bronze, Mythen und Staunen

    Ein absolutes Muss für Geschichtsfans. Tickets (75 RMB) müssen vorab reserviert werden. Die Exponate – uralte Masken und geheimnisvolle Statuen – sind einfach beeindruckend. Man verlässt das Museum mit einem „Wow“ und einem „Wie haben die das damals bloß gemacht?!“ 🤯

    💧8. Dujiangyan-Staudamm – Nur, wenn du wirklich willst.

    Viele sagen, man müsse hin. Ich sage: Kann man, muss man aber nicht. Ziemlich touristisch, überlaufen und nicht gerade günstig (Eintritt 80 RMB + Shuttlebus 15 RMB). Die Landschaft ist nett, aber kein „Wow“-Moment. Wenn du trotzdem hingehst, nimm dir Zeit, geh langsam und besuche den „Er wang“-Tempel oben – der Blick lohnt sich! 🌄

    ☕ Fazit: Chengdu in einem Satz

    Chengdu ist keine Stadt für Hektiker – sie ist für Genießer. Für Teetrinker, Panda-Liebhaber, Geschichtsfans und Menschen, die einfach mal nichts tun wollen.

    🧘‍♀️ In Chengdu gilt:„Langsam ist das neue Schnell.“

  • Schweden – Stockholm Tag 3 – Skansen

    Heute haben wir uns einen ganzen Tag im Skansen Stockholm gegönnt – eine Art „All-inclusive-Museum“: Freilichtmuseum, Zoo, Aquarium, Zeitreise, Geschichtsunterricht und ein bisschen „Bullerbü zum Anfassen“. Kurz gesagt: Alles außer einer Achterbahn.

    Auf dem Gelände stehen rund 150 Gebäude, die quer durch Schweden eingesammelt und hier wieder aufgebaut wurden – vom schlichten Holzschuppen (praktisch, wenn man mal spontan Feuerholz lagern möchte) über kleine Bauernhäuser bis hin zu stattlichen Gutshäusern mit eigenen Gästeflügeln. Selbst Kirchen und Schulen sind dabei – wer also unbedingt mal im Urlaub noch einen kleinen Mathe-Test nachholen möchte, hat hier die Chance.

    Das Beste: In vielen der Häuser sitzen oder stehen Menschen in originalgetreuer Kleidung aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert. Sie backen Brot, flicken Netze oder schauen geduldig in ihre Smartphones (okay, letzteres eher nicht). Und wenn man Fragen stellt, bekommt man freundliche Antworten – auf Schwedisch oder Englisch. Wahrscheinlich hätten sie uns auch auf Klingonisch geantwortet, wenn wir höflich gefragt hätten.

    Natürlich gibt es auch jede Menge Tiere. Die Elche haben uns mit dem typischen „Ich bin größer als dein Auto“-Blick bedacht, während die Luchse und Vielfraße aussahen, als hätten sie gerade beschlossen, noch fünf Minuten länger auszuschlafen. Besonders putzig waren die Polarfüchse, die offenbar den Dresscode „fluffig“ besonders ernst nehmen. Und natürlich dürfen die Klassiker wie Bären, Robben und diverse Bauernhoftiere nicht fehlen – von der Ziege bis zum Schwein, das wahrscheinlich insgeheim die wahre Attraktion für Kinder ist.

    Besonders spannend waren übrigens die Robben: Die tauchen nämlich gerne mal völlig unverhofft direkt vor den Besuchern aus dem Wasser auf – und spucken oder niesen dabei durch die Gegend. Ein bisschen wie ein Unterwasser-Lama mit eingebauter Spritzpistole. Uns hat es zum Glück nicht erwischt, aber wir standen live daneben, als andere eine „Gratis-Erfrischung“ abbekommen haben. Für manche vielleicht nervig – für die Robben eindeutig das Highlight des Tages.

    Und falls einem das alles noch nicht genug ist: Im Sommer gibt’s auf der Freilichtbühne mitten im Park Konzerte. Von klassischer Musik über Volksmusik bis zu Schlagern ist alles dabei – quasi die Spotify-Playlist in Live-Version.

    Fazit: Skansen ist ein bisschen wie Schweden im Miniaturformat – nur dass man keine 2.000 Kilometer durch Wälder, Seen und Fjorde fahren muss, um alles zu sehen. Praktisch, oder?

    Am Ende des Tages haben wir uns noch einmal von den Hügeln im Skansen den Panoramablick über Stockholm gegönnt – die perfekte Mischung aus Postkartenmotiv und „Wo war noch mal unser Hotel?“-Orientierungshilfe.

    Zum krönenden Abschluss des Abends gab’s dann endlich das, was man in Schweden einfach probieren muss: Köttbullar. Und ja, sie schmecken tatsächlich besser als die IKEA-Kantinen-Variante – auch wenn man bei jedem Bissen das Gefühl hat, gleich müsste irgendwo ein Billy-Regal mit inbegriffen sein.

    Theoretisch hätte man den Abend danach noch in einer Bar ausklingen lassen können – schwedisch, international oder (kein Scherz) sogar deutsch, direkt ums Eck vom Hotel. Aber die Preise für Alkohol in Schweden (und erst recht in Dänemark oder Norwegen) sind so ambitioniert, dass man fast einen Kleinkredit beantragen müsste, nur um ein Bier zu bestellen. Also haben wir beschlossen, den Barbesuch einfach zurück nach München zu verlagern – da kennt man wenigstens schon die Schmerzgrenze an der Kasse.

  • Norwegen – Skarsvåg

    Unsere Unterkunft in Repvåg ist eine Holzhütte im skandinavischen Stil – und wenn ich „direkt am Wasser“ sage, meine ich direkt. Wer zu weit auf der Veranda nach hinten tritt, braucht vielleicht schon Schwimmflügel. Der Blick über den Porsangerfjord ist jedenfalls jeden Morgen wie ein Postkartenmotiv, nur dass hier kein Photoshop im Spiel ist.

    Heute ging’s auf eine dreistündige Wanderung zum Kirkeporten bei Skarsvåg – einer Klippenformation, die aussieht, als hätte die Natur beschlossen, spontan eine Kathedrale zu bauen, aber dann nach dem Portal aufgehört. Die Fahrt dorthin dauerte etwa eine Stunde. Strahlender Sonnenschein, endlose Landschaft und natürlich: Rentiere. Die stehen hier am Straßenrand wie Kühe in Bayern – nur irgendwie fotogener.

    Der Weg führte über einen kleinen Berg bei Skarsvåg, und es dauerte keine zehn Minuten, bis wir mitten im „Rentier-Highway“ standen. Manche kamen so nah (etwa zehn Meter), dass man fast erwartet hätte, sie würden gleich fragen, ob wir einen Snack dabeihaben. Wir blieben brav stehen, um sie nicht zu stören – auch wenn sie uns vermutlich eh für unspektakulär hielten. Das Highlight: Wir entdeckten einige seltene weiße Rentiere, die bei den Samen als Glücksbringer gelten. Ob das Glück auch beim Lotto hilft, wird sich noch zeigen.

    An den Klippen angekommen, stand er da: der Kirkeporten. Aus der richtigen Perspektive sieht man durch das steinerne „Kirchenportal“ direkt auf das Nordkaphorn – das tatsächlich wie das Horn eines Nashorns wirkt, das aus dem Felsen wächst. Wir kletterten bis an den Fuß der Klippen und einmal durch das Portal hindurch. Wer hier nicht mindestens 37 Fotos macht, hat wohl vergessen, den Auslöser zu finden.

    Zurück ging’s mit Sonnenstrahlen im Gesicht, Rentierbildern auf der Kamera und der beruhigenden Gewissheit, dass Glück heute nicht nur eine Frage von weißen Rentieren war – sondern auch von atemberaubender Landschaft.

  • Norwegen – Nordkap

    Von Alta bis zum Nordkap – nur drei Stunden mit dem Auto… dachten wir. In Wahrheit haben wir gefühlt doppelt so lange gebraucht, weil wir alle paar Kilometer anhalten mussten. Die Landschaft war einfach zu schön, um einfach vorbeizufahren – und die Kamera bekam mehr Arbeit als der Motor.

    Zwischendurch sorgten Rentierfamilien für Verkehrschaos: Sie überquerten die Straße in aller Seelenruhe, als hätten sie einen VIP-Pass.

    Am „nördlichsten Punkt Europas“ angekommen, erwartete uns ein voller Parkplatz und jede Menge Selfie-Touristen. Die erste Reaktion: leichte Enttäuschung. Doch Geduld zahlt sich aus – später war es fast leer, die Aussicht war gigantisch, und wir bekamen unser perfektes Foto: ohne Menschentraube, nur wir, das Meer und das Ende der Welt

  • Norwegen – Oslo – Tag 2

    Wir starteten heute ganz entspannt in den Tag. Die Sonne zeigte sich freundlicher als an den vergangenen Tagen, was auch unserer Stimmung einen spürbaren Aufschwung verlieh. Unser Ziel war der Hafen bei der City Hall, von wo aus die Fähren zu den Inseln sowie die Rundfahrten im Fjord starten. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Parlament. In der Nähe fand gerade das Norbunsang Festival statt – ein lebendiges Treffen von Jugendchören aus Schweden, Norwegen und Dänemark, deren Gesang schon von Weitem zu hören war.

    Am Hafen angekommen, bestiegen wir die Fähre nach Bygdøy, einer Halbinsel bei Oslo, die für ihre zahlreichen Museen bekannt ist – ab 2026 wird hier auch wieder ein Wikingermuseum eröffnet. Unser erstes Ziel war das FRAM-Museum, das die über 500-jährige Geschichte der Erkundung der Arktis und der Nordwestpassage erzählt. Herzstück des Museums ist die FRAM, das erste Schiff, das sich bewusst im Eis einfrieren ließ, um die Eisdrift in der Arktis zu beweisen und zu dokumentieren – ein wagemutiges Experiment der berühmten Nansen-Expedition. Später wurde die FRAM noch für weitere Unternehmungen eingesetzt, darunter Fahrten nach Grönland und die vielleicht bekannteste von allen: die Antarktis-Expedition von Roald Amundsen. Schließlich brachte man das Schiff an Land und errichtete das heutige Museum darum herum. Die Ausstellung bot viele spannende Einblicke in die Welt der Polarforschung – von den technischen Herausforderungen bis hin zu den persönlichen Geschichten der Expeditionsteilnehmer.

  • Norwegen – Oslo – Tag 1

    Nach einem kurzen Flug von nur einer Stunde ab Kopenhagen landeten wir in Oslo. Vom Flughafen aus erreichten wir den Hauptbahnhof bequem mit dem Zug – die Fahrt dauerte gerade einmal 26 Minuten.

    Dort angekommen, tauchten wir direkt ins bunte Treiben der Stadt ein: Der Bahnhof und die angrenzende Fußgängerzone waren voller Leben – mit Straßenmusikern, Cafés und geschäftigen Menschen.

    Unser erstes Highlight war das beeindruckende Opernhaus. Die moderne Architektur direkt am Wasser lud uns zum Verweilen und Staunen ein. Danach spazierten wir gemütlich die Promenade entlang – mit Blick auf den Oslofjord und vielen spannenden Eindrücken am Wegesrand. z.B. eine Bar mit integrierter Sauna direkt am Wasser! Hier treffen sich Einheimische wie Besucher, um sich zu entspannen, zu schwitzen und anschließend mutig in den Fjord zu springen!

    Wir kamen am Rathaus vorbei, erkundeten die historische Festung Akershus und warfen einen Blick ins Nobelpreiszentrum. Auch das königliche Schloss durfte natürlich nicht fehlen.

    Zum Abschluss ließen wir den Tag in der Markthalle ausklingen. Dort genossen wir ein leckeres Abendessen – die Auswahl reichte von norwegischen Spezialitäten bis hin zu internationalen Gerichten. Und: Das Eis dort ist absolut empfehlenswert! Cremig, kreativ und mit überraschenden Sorten. Ein perfekter Abschluss für einen erlebnisreichen Tag

  • Sweden – Malmö

    Nur 38 Minuten mit dem Zug von Kopenhagen entfernt – über die beeindruckende Öresundbrücke – liegt Malmö, die drittgrößte Stadt Schwedens. Vom Hauptbahnhof aus lässt sich die Stadt wunderbar zu Fuß erkunden. Die Straßen sind breit, modern und kunstvoll gestaltet, und überall entdeckt man spannende Architektur.

    Ein erster Stop: das Malmöhus Schloss mit seinem schönen Schlossgarten. Hier kann man gemütlich spazieren, ein bisschen Kultur schnuppern und einfach die ruhige Atmosphäre genießen.

    Weiter geht es Richtung Westen zum Wahrzeichen der Stadt – dem Turning Torso, dem spektakulär verdrehten Wolkenkratzer. Von dort aus lohnt sich ein kleiner Stadtbummel durch die Altstadt mit ihren Cafés, Boutiquen und Plätzen. Am Nachmittag geht es bequem mit dem Zug zurück nach Kopenhagen – ein perfekter Tagesausflug zwischen zwei Ländern.