Tag 1: Auf dem Weg zum gorßen Königspalast
Kaum losgelaufen, wurden wir schon aufgehalten – diesmal nicht vom Verkehr, sondern von einer Gruppe junger Leute, die traditionellen Thai-Tanz in einem Saal aufführten. Total süß! Wir gehen hinein und setzen uns hin, nickten im Rhythmus mit und taten so, als würden wir die Tanzschritte verstehen.




Im Anschluss ging es zum Tempel Wat Phra Kaeo wo uns 178 Wandmalereien, wie ein riesiges Bilderbuch der thailändischen Mythologie, erwarteten. So detailliert, dass man minutenlang auf dieselbe Wand starrt und immer noch neue Figuren entdeckt: https://www.royalgrandpalace.th/en/discover/architecture/1/the-cloisters
Im Tempel selbst hieß es wieder: vor der Treppe Schuhe aus!
Drinnen erwartete uns allerdings nicht nur heilige Stille – sondern auch ein Duft, der uns fast die Erleuchtung nahm. Hunderte Menschen auf engstem Raum, und der Geruch erinnerte stark an… nun ja… eine Armada von Käsefüßen. Offenbar waren die Socken einiger Bescuher schon länger auf spiritueller Reise gehabt als sie selbst. 😄🧦🧀
Und überhaupt: Der ganze Tempelkomplex wirkt wie eine Mischung aus Schatzkammer, Märchenwelt und „bitte nicht blinzeln, sonst verpasst du was“.


Weiter ging’s zum berühmten Wat Pho, wo der 46 Meter lange liegende Buddha so groß ist, dass man beim Fotografieren überlegen muss, ob man ein Panorama machen oder sich einfach in die Luft katapultieren lassen sollte. Man beginnt am Kopf, geht 20 Schritte, und plötzlich denkt man: „Ah! Da ist ja immer noch Buddha!“



Abends stürzten wir uns in Chinatown. Kurz gesagt: Neonlichter, Düfte von 200 Garküchen gleichzeitig, und Autos, die anscheinend beschlossen haben, bedingungslos aufzugeben und einfach in Schrittgeschwindigkeit dahinzurollen. Ein Fest für alle Sinne – und die Lunge, die plötzlich in einer Wolke aus gebratenem Knoblauch wohnt.



Tag 2: Lumphini Park – Die Bangkok-Drachen
Heute entschieden wir uns für den Lumphini Park. Warum? Wegen der Drachen. Und nein, das ist kein Witz: Die riesigen Warane (bis zu 2 Meter lang) dort laufen herum, als gehörte ihnen der ganze Park und wir seien nur geduldete Besucher. Sie wirken harmlos, sind aber definitiv nicht das, was man freiwillig streicheln möchte. Man sitzt gemütlich auf der Wiese – und plötzlich trottet eine 1,5-Meter-Echse vorbei, als würde er sagen:„Sawadee ka, ich kontrolliere hier die Ausweise.“




Abends über den Dächern der Stadt – und später mitten in Nana: One Night in Bangkok
Bei der Suche nach einer halbwegs „seriösen“ Abendlokation (man will ja zumindest anfangs so tun, als hätte man Stil) stolperten wir über eine Rooftop-Bar in 142 Metter Höhe auf dem Dach eines Luxushotels. Dort oben präsentierte sich uns Bangkoks moderne Seite – glänzend, schillernd und so hoch, dass selbst Google Maps kurz Schnappatmung bekam. Der Ausblick auf das nächtliche Bangkok war einfach traumhaft… so traumhaft, dass wir fast vergessen hätten, unser Getränk für mindestens 30 € zu trinken, bevor es warm wurde.



Der Abend führte uns weiter zum legendären Nana Plaza. Schon am Eingang mehr Sicherheitskontrolle als bei einem innereuropäischen Flug – es fehlte eigentlich nur noch, dass jemand unsere Schuhe auszieht. Drinnen dann: Musik, Lichter, Bars und eine Menge sehr hübscher Frauen, die entweder im Bikini tanzten oder oben ohne in einem kleinen Pool eine Schaumparty feierten, als wäre das ungefähr so alltäglich wie Brötchen holen. Zusätzliche „Services“ wurden ebenfalls angeboten, aber wir waren selbstverständlich nur wegen der kulturellen Feldforschung und des Bieres da. Selbstverständlich. Ganz bestimmt.

Verkehrschaos „extra spicy“
Zum Tagesabschluss wagten wir uns wieder hinein in Bangkoks berühmtes Verkehrsbiest. Ampeln scheinen hier mehr symbolischen Charakter zu haben – eher freundliche Vorschläge als verbindliche Regeln. Motorräder benutzen den Gehweg wie einen persönlichen VIP-Shortcut, schlängeln sich durch Busse hindurch oder fahren einfach mal kurz entgegen der Fahrtrichtung. Kurz gesagt: Wer den Verkehr in Bangkok übersteht, kann sich problemlos für die Formel 1 bewerben – oder zumindest für „Ninja Warrior“.
Bangkok kann vieles: überraschen, verwirren und manchmal auch ein kleines bisschen traumatisieren. Aber eines wird es garantiert nie: langweilig.

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