Nach dem Highlight mit dem Hubschrauberflug über die 12 Apostel sind wir weitergefahren. Nächster Programmpunkt: Baden am Port Campbell Beach. Betonung auf baden. Das Wasser war eiskalt. Michael hat sich trotzdem reingetraut und kam mit vollständiger Gänsehaut-Ausrüstung wieder raus. Respekt! 🥶 Brrr …

Danach haben wir uns „The Grotto“ und die „Bay of Islands“ ganz in Ruhe angeschaut. Vom Hubschrauber aus sieht alles spektakulär aus – aber auch ein bisschen wackelig, laut und durch eine Glasscheibe. Jetzt standen wir einfach davor: kein Lärm, kein Wackeln, keine Scheibe. Nur wir und die Landschaft. Still dastehen, anschauen, staunen, Schönheit genießen. So muss das sein.


Am nächsten Tag ging es weiter nach Westen: zum „Hopkins Falls“. Weil jetzt gerade in der Region Süd-West-Victoria in der Sommerzeit (Jan/Feb) wenig Regen fällt, deshalb ist der Wasserfluss der Falls entsprechend schwach. Große Kontrast zu der Überflutungen vor ein paar Tagen. Da zeigt sich wie groß Australien ist und wie unterschiedlich bzw. abwechslungsreich das Wetter hier ist.


Weiter zu einem schönen Spaziergang im „Tower Hill Park“. Bonuslevel freigeschaltet: 7 Koalas gemütlich hoch auf den Bäumen entdeckt 🐨🌳.
Dann wurde es richtig spannend – Zurück in die Zukunft!
Auf dem Weg von Nelson Richtung Westen schaute Michael auf die Navigation: Uhrzeit 16:00, Fahrzeit noch 26 Minuten, Ankunft… 15:56?! 🤯
Wir fahren also gerade rückwärts durch die Zeit!
Sofort musste ich an meine lieben Kollegen denken und an unsere endlosen Diskussionen über Zeitzonen in Anwendungen und australischen Use Cases. Offenbar hatten die Uhren und Google ihre Probleme mit dem Wechsel der Zeitzonen und endlich aufgegeben. Stunden später immer noch Rätselraten bezüglich der aktuellen Zeit.

Nachts fanden wir einen Campingplatz direkt am Meer: leerer, weißer Strand, kaltes Wasserund starker Wind. Das Wohnmobil wurde vom Wind regelmäßig durchgeschüttelt – kostenloses Schaukelprogramm oder in den Schlaf wiegen inklusive. Zum Baden war es mir definitiv zu kalt, aber der Sonnenuntergang war traumhaft. Nachts 15 Grad, morgens ruhig und sonnig. Perfekt.


Unterwegs haben wir noch einiges angeschaut. Zuerst machten wir einen Stop am „Blue Lake“ in Mount Gambier, welcher ein Vulkankrater ist und sich vor Jahrtausenden mit Grundwasser füllte. Der See ist ca. 70 Meter tief, klar und bei Tauchern sehr beliebt. Er ist übrigens nur in den australischen Sommermonaten von November bis März so kristallklar blau. In der restlichen Zeit ist er eher grau und trüb. Anschließend ging es zum Valley Lake Conservation Park, der laut Google mit schöner Natur Kängurus, Koalas und anderen Tieren lockt. Am Ende reichte unser Spaziergang immerhin für ein dunkles Wallaby/Känguru welches unseren Weg kreuzte bzw. an uns vorbei hüpfte und drei weiteren Kängurus 🦘, die wir im Unterholz entdeckten.

Dann führte uns unsere Route noch zum Umpherston Sinkhole (Balumbul), welches wahrscheinlich vor Jahrtausenden entstanden ist, als ein Hohlraum nachgab und die Erde auf einem Durchmesser von ca. 100 Meter absackte. Dort wurden wir von wunderschönen Pflanzen – und sogar einem Possum, das aus einem Felsenloch geguckt hat, überrascht. Hallo, kleiner Mitbewohner!


Dann ging es weiter Richtung Adelaide: endlose Weinbaugebiete, die mit Verkostungen zum Stop einluden (einige Namen kannte Michael sogar). Wir überlegten kurz: Man könnte auch hier übernachten und … Aber die Ferne rief nach uns 😆 Dann plötzlich Sonne und Regen gleichzeitig, als könnte sich der Himmel nicht entscheiden. Und das Thermometer zeigte über 37 Grad! 🌞🔥 Australien eben. Immer für Überraschungen gut.



































































































