Bevor wir nach Adelaide weiterfuhren, um unser Wohnmobil schweren Herzens zurückzugeben, gönnten wir uns noch zwei Nächte auf einem Campingplatz im Barossa Valley. Ein riesiger, ruhiger Platz mit vielen Bäumen – einer davon war so gewaltig, dass er locker schon die Römer hätte kommen und gehen sehen können. Über hundert Jahre alt, mindestens.

In diesen Bäumen lebten hunderte Nacktaugen- und Rosakakadus. Wirklich HUNDERTE. Morgens und abends starteten sie ihre tägliche Himmelszeremonie: kreisend, schreiend, dramatisch – als würden sie ein sehr lautes Ritual zur Weltherrschaft abhalten. So unheimlich und ohrenbetäubend, dass Michael schließlich mit Ohropax schlafen musste. Natur pur, aber bitte mit Gehörschutz.


Das Barossa Valley ist berühmt für seinen Weinbau. Überall Weinkeller mit „Tasting & Buying“. Überall. Wenn Michael nicht hätte fahren müssen, wäre er vermutlich an jedem einzelnen angehalten und hätte sich tapfer durch alle südaustralischen Weine gekämpft – rein aus kulturellem Interesse natürlich 😉.


Schließlich fuhren wir noch in einen Skulpturenpark mit schöner Aussicht und riesigen Steinskulpturen. Leider hatte die Sonne andere Pläne: 45 Grad. FÜNFUNDVIERZIG.. Im Schatten natürlich. In der Sonne? Auf den Steinskulpturen hätte man problemlos Spiegeleier braten können – mit knusprigem Rand 😉. Ich kann mir gut vorstellen, wie wunderschön es hier bei Sonnenuntergang ist. Aber so lange wollten (und konnten) wir nicht warten, bevor wir selbst geschmolzen wären.





Denn dann kam der Endgegner des ersten Roadtrips: Wohnmobil-Rückgabe. Dump Point (alle Abwasserbehälter leeren), Autowäsche, Gas auffüllen, tanken … zack – Abschied nehmen. Knapp drei Wochen und 3000 Kilometer. Schön war’s.
Letzte Nächte: stationär in Adelaide City. Ganz ohne Papageienkonzert. 🎉

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