Bevor wir in Melbourne einfahren, haben wir noch einen Tag auf Phillip Island verbracht – südöstlich von Melbourne gelegen und erstaunlich modern für eine Insel. Straßen, Häuser, alles gut gebaut.
Aber: Entlang der Straßen lagen leider extrem viele überfahrene Tiere – mehr als auf der gesamten Strecke zuvor zusammen. Manche waren so platt, dass selbst Biologen vor einem Rätsel gestanden hätten. 😬
Die Aussicht am Cowes Beach ist wunderschön. Besonders beeindruckend: der rote Felsen bei Red Rocks Beach – sieht aus wie aus einem Science-Fiction-Film auf einem fremden Planeten.



Ganz westlich liegt das Nobbies Centre mit langen, schön gebauten Holzstegen, extra für Besucher, die Landschaft, Vögel und die kleinsten Pinguine (Zwergpinguine) der Welt beobachten möchten.
Leider konnten wir nicht bis zum Sonnenuntergang warten, um die berühmte Pinguin-Parade zu sehen, wenn die Tiere abends aus dem Meer kommen und geschniegelt nach Hause watscheln. Also blieb es bei einem gemütlichen Spaziergang.
Die Aussicht bei The Nobbies ist spektakulär: tosende Wellen, der Ozean, Seal Rocks, seltene Vögel. Angeblich leben hier auch Kupferkopfschlangen – wir hatten Glück und sind keiner begegnet.
Stattdessen sahen wir leider vier tote Baby-Pinguine 😢. Zwei lebendige hatten sich dafür schlau in ihrer kleinen Höhle versteckt – eindeutig die besseren Überlebenskünstler. Weit draußen liegt noch Seal Rock mit Robben, aber ohne Fernglas: keine Chance.




Am Abend fanden wir einen kostenlosen Campingplatz mitten in flachem Bauernland. Sonnenuntergang im Wohnmobil, absolute Ruhe – wunderschön. 🌅

Die folgenden zwei Tage verbrachten wir mit Sightseeing in Melbourne City. Auf der Suche nach einem guten Parkplatz für unser Wohnmobil entdeckten wir zufällig den Albert Park Circuit – die Formel-1-Strecke. Die Vorbereitungen für den Grand Prix Anfang März liefen bereits auf Hochtouren, überall Bauzäune, LKWs und emsige Menschen.

Wir besuchten auch den Botanischen Garten, Chinatown, Docklands und den Federation Square.
Was uns besonders auffiel: Im Stadtzentrum haben wir sage und schreibe 12 Stadien entdeckt! Manche liegen direkt nebeneinander. Melbourne ist eindeutig eine extrem sportliche Stadt. Überall Jogger:innen 😉, Fahrradfahrer:innen 😉 egal zu welcher Uhrzeit. Auf dem Fluss rudern die Leute fleißig durch die Gegend – vermutlich schon vor dem Frühstück. Aktuell läuft noch das Qualifying für die Australien Open 2026. Die Hauptrunde startet dann Ende Januar.

Ein echtes Highlight war der Besuch des The Ian Potter Centre: NGV Australia. Futuristische Architektur, beeindruckende Kunst – und der Eintritt ist kostenlos! Danach kann man direkt weiter zum Melbourne Central Shopping Centre, etwas essen, trinken oder einfach die Atmosphäre genießen. Das Shopping Centre ist etwas besonderes, hier wurde alles um ein etwa hundert Jahre altes Gebäude, welches sich in der Mitte befindet, herumgebaut. Erstaunlich 🤩
Praktischer Tipp: In Melbourne sollte man sich unbedingt eine myki-Karte (ähnlich wie eine Prepaid-/Geld-Karte) für den öffentlichen kaufen. Kontaktlose Zahlung mit Handy oder Kreditkarte wie in Sydney funktionieren leider noch nicht (Stand: Januar 2026).
Immerhin gibt es die kostenlose Tramlinie 35, die etwa eine Stunde lang im Uhrzeigersinn, ähnlich wie ein Hop-on Hop-off Bus, um das Stadtzentrum fährt, alle 12–15 Minuten. Natürlich ist sie immer voll – aber perfekt für eine erste Stadtrunde.








Heute und morgen Abend gönnen wir uns erst mal ein bisschen Caravan-Park-Wellness: nichts tun, Füße hoch, Akku aufladen. 🏕️Danach geht es weiter entlang der legendären Great Ocean Road an der Südküste – Kurve für Kurve, Meerblick inklusive, mit garantiertem „Wow“-Faktor hinter jeder Ecke… bis bald…

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