Aktuell ist Halbzeit in Singapur, und wir konzentrierten uns ganz auf die übrigen Highlights der Stadt. Nach dem Frühstück und einem kurzen Brainstorming („Was machen wir heute?“ – „Alles!“) machten wir uns auf den Weg nach Little India. Wie der Name schon vermuten lässt, ist dieses Viertel sehr indisch geprägt. Überall kleine Geschäfte, Restaurants und Stände, und an jeder Ecke lag eine Mischung aus Essensduft, frischen Gewürzen und Räucherstäbchen in der Luft. Dazu unzählige Blumenläden mit frisch gebundenen Kränzen und Ketten. Besonders begeistert haben uns die vielen bunten Häuser und die engen Gassen – ein echtes Farben- und Sinnesfeuerwerk.




Von dort ging es zu Fuß in etwa 15 Minuten weiter nach Kampong Glam, einem muslimisch geprägten Viertel. Neben zahlreichen arabischen Restaurants und Läden thront hier die Sultan-Moschee (Masjid Sultan) mit ihren goldenen Kuppeln. Und wenn man schon einmal da ist und der Magen langsam zu knurren beginnt, probiert man natürlich auch die arabische Küche – selbstverständlich halal. Etwas unwissend, aber voller Vertrauen folgten wir der Empfehlung der Bedienung und bestellten Murtabak mit Rind und Briyani mit Lammhaxe. Beides war extrem lecker, aber dank der für uns ungewohnten Schärfe auch leicht an der persönlichen Belastungsgrenze 😄



Mit gut gefülltem Magen ging es weiter Richtung Hafengebiet – natürlich zu Fuß. Schließlich müssen wir unser tägliches Schrittpensum von 15.000 bis 20.000 Schritten ja irgendwie vollbekommen 😄 Heute mal aus einer anderen Perspektive: vorbei am Riesenrad (dem Sky Flyer), über die futuristische Helix Bridge hin zum Marina Bay Sands Hotel. Dort wollten wir uns etwas mehr Zeit nehmen, um das Sky Observation Deck zu besuchen – die Plattform, die in rund 200 Metern Höhe die drei Hoteltürme verbindet.

Ein Sprung in den legendären Infinity Pool blieb uns allerdings verwehrt, da dieser ausschließlich Hotelgästen vorbehalten ist. Also begnügten wir uns „nur“ mit der grandiosen Aussicht auf die Stadt, das Riesenrad, Teile der Formel-1-Strecke und die Gardens by the Bay. Nach ein paar Fotos und Selfies – die früher problemlos einen ganzen Schuhkarton mit Dias gefüllt hätten – kamen wir noch mit einer älteren Dame ins Gespräch, die ganz allein auf Backpacking-Tour durch mehrere Länder unterwegs ist. Respekt!




Wir genossen die Zeit dort oben und warteten gespannt auf die Lichtshow bei den Supertrees, die wir am Vortag noch von unten bestaunt hatten. Aus 200 Metern Höhe wirkte alles noch einmal deutlich imposanter: Lichter, Farben und Musik überall – man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Nach etwa 15 Minuten war die Show vorbei, und wir wechselten auf die andere Seite des Sky Decks, um die anschließende Wasser- und Lichtshow im Hafenbecken zu bewundern. Fontänen, Lichter und Musik im perfekten Zusammenspiel – man muss den Touristen und Hotelgästen schließlich auch etwas bieten 😄




Auch das Wetter spielte mit: Nach einem kurzen Schauer am Nachmittag war der Abend fast wolkenfrei und bot eine beeindruckende Sicht auf die Skyline von Singapur und die nächtlichen Shows. Ein rundum gelungener Tag – müde Beine inklusive. 😄




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