Kambodscha – Siem Reap 🇰🇭

Nachdem wir nach unserer LAST NIGHT IN BANGKOK gestern nach Kambodscha geflogen waren, haben wir am Abend noch eine kleine Tuk-Tuk-Tour durch das Zentrum von Siem Reap gemacht. Dort gab’s dann auch die erste kulinarische Begegnung mit kambodschanischer KĂŒche: Chicken Amok. Spoiler: klingt gefĂ€hrlicher als es ist.

Heute stand dann eine „kleine“ Tempeltour auf dem Programm. Also schnell nach dem FrĂŒhstĂŒck ein 3-Tages-Ticket fĂŒr 62 Dollar gebucht – gĂŒltig fĂŒr ungefĂ€hr 50 Tempel (ja, fĂŒnfzig!) – Tuk Tuk geschnappt und ab ging’s in wenigen Minuten zum legendĂ€ren Angkor Wat, dem Nationalheiligtum Kambodschas. So verehrt, dass es schon seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Nationalflagge ziert. Erbaut wurde der Tempel zu Beginn des 12. Jahrhunderts ursprĂŒnglich als hinduistische Anlage, spĂ€ter dann zum buddhistischen Tempel umgewidmet. Kein Wunder also, dass man dort viele Inder, ThailĂ€nder, Vietnamesen und andere Besucher aus SĂŒdostasien trifft, die RĂ€ucherstĂ€bchen anzĂŒnden, Kerzen aufstellen und vor Vishnu- oder Buddha-Figuren beten. Angkor Wat war seit seiner Erbauung immer in Benutzung – das und der ungefĂ€hr 170 bis 190 Meter breite Wassergraben erklĂ€ren wohl auch, warum dieser Tempel im Gegensatz zu vielen anderen nicht vom Dschungel verschluckt wurde.

Die Anlage selbst ist gigantisch (ca. 1,5 x 1,3 km). Man kann dort locker mehrere Stunden verbringen und einige Kilometer auf dem Tempel-Fitnesstracker sammeln. Wir haben etwa 2,5 Stunden gebraucht und vermutlich trotzdem nur die HĂ€lfte gesehen.

Weiter ging es mit dem Tuk Tuk zum etwa 3 km entfernten Bayon-Tempel – dem zweitberĂŒhmtesten Tempel der Region Angkor, einst Zentrum des Khmer-Reiches. Der Bayon ist bekannt fĂŒr seine vielen TĂŒrme, an denen in alle Himmelsrichtungen lĂ€chelnde Gesichter bis zu 7 Metern Höhe angebracht sind. Wir haben beim ZĂ€hlen irgendwann aufgegeben, sind aber auf ungefĂ€hr 200 gekommen. Der Tempel entstand etwa 50 Jahre nach Angkor Wat fĂŒr einen neuen König. Danach geriet er allerdings Jahrhunderte lang in Vergessenheit und wurde komplett vom Urwald ĂŒbernommen. Erst nach den Wirren von Weltkrieg, Indochina-Krieg und der Schreckensherrschaft der Roten Khmer wurde der Tempel ab 1980 wieder freigelegt und teilweise restauriert.

Vom Bayon ging es dann ein paar Minuten zu Fuß weiter zur „Terrace of the Elephants“ – einer langen steinernen Terrasse mit meterhohen Elefantendarstellungen – und zum im Wald versteckten Kor Sak Tempel, den sich die Natur schon teilweise zurĂŒckgeholt hat.

Und das waren nur ein paar der unzÀhligen Tempel der Region. Es gibt noch viel zu entdecken!

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