Neuseeland – Kaikoura & Blenheim

Robben-Tour statt Wal-Tour 🐋➡️🦭
24.03.2026 – Von den Pancake Rocks sind wir über 5 Stunden nach Kaikōura gefahren – über den wunderschönen Lewis Pass. Drei Übernachtungen hatten wir dort gebucht. Warum der ganze Aufwand? Ganz klar: Wale! 🐋
Denn theoretisch kann man dort das ganze Jahr über Wale beobachten. Theoretisch.

Also haben wir schon einen Monat vorher voller Vorfreude eine Wal-Tour für den 26.03. gebucht. Ich war wirklich mega gespannt!
Tja… leider hat das Wetter andere Pläne gehabt. Starker Wind, hohe Wellen – Tour abgesagt.
„Okay, dann halt morgen!“ dachten wir.
Spoiler: Am 27.03. auch nichts. 🙃
Die Enttäuschung war groß. Kurz kam sogar die philosophische Frage auf:
Ist das ein Zeichen, dass wir nochmal nach Neuseeland kommen müssen?
Naja… so schön die Theorie auch ist – gegen das Wetter gewinnt man einfach nicht.

Aber: Die Entschädigung ließ nicht lange auf sich warten
Unsere Unterkunft war einfach der Hammer – bisher mit Abstand die beste! Moderne Einrichtung, voll ausgestattete Küche, Waschmaschine, Trockner, Badewanne mit Massagedüsen (!) und sogar ein Kamin im Wohnzimmer.
Abends saßen wir mit einem Glas Rotwein vorm Feuer und dachten uns:
Okay… vielleicht ist das hier doch kein so schlechter Deal. 🍷🔥
Ich habe mich fast wie zu Hause gefühlt.

25.03 – Die Robben übernehmen die Show
Wenn keine Wale, dann eben… Robben! 🦭
Wir sind einmal die halbe Halbinsel zu Fuß abgelaufen, gestartet an der South Bay Parade, immer entlang der Küste – vorbei an „Whale Bay“ (haha… Ironie des Schicksals) und weiter zur Kaikoura Peninsula Seal Colony.
Und da warteten sie: gefühlt tausende Pelzrobben!
Kleine dunkle Babys, graue Mamas und große, imposante Männchen. Die meisten lagen entspannt auf den Felsen und haben geschlafen – ein echtes Robben-Spa.

Einige besonders entspannte Exemplare lagen sogar mitten im Busch direkt neben dem Fußweg. Kein bisschen scheu. Eher so:
„Du willst vorbei? Ja dann geh halt…“ 😄

Wir haben natürlich brav mindestens 10 Meter Abstand gehalten und waren leise.
Die kleinen Robben waren dafür umso aktiver – neugierig, verspielt, am Herumkrabbeln, Hüpfen und Planschen in den Felsenpools.
Mit ihren großen schwarzen Knopfaugen sahen sie aus wie lebendige Kuscheltiere. Ganz ehrlich: Ich hätte am liebsten eine eingepackt. (Keine Sorge – hab ich nicht 😄)

Danach haben wir noch ein paar wunderschöne Aussichtspunkte mitgenommen – echtes Postkarten-Panorama. Insgesamt habe ich fast 25K Schritte an dem Tag gemacht.

26.03 – Sturm, Regen und… Plan B
Das Wetter blieb stur: starker Wind, raues Meer, Nieselregen – alles grau und ungemütlich.
Diesmal mussten wir zugeben: Die Absage war absolut berechtigt.
Also haben wir den Tag entspannt in unserer Luxus-Unterkunft verbracht und die weitere Reise geplant.
Am Abend gab’s dann Seelen-Therapie in Form von Essen: die berühmten „Crayfish“ – also Langusten. 🦞
Für Michael war es das erste Mal. Urteil: sehr lecker!
Preis: weniger lecker – etwa 120 Dollar (ca. 60 €) für 500–600 g.
Aber hey… das hat die Wal-Enttäuschung zumindest ein bisschen wettgemacht.

27.03 – Technik, Geschichte und ein Perspektivwechsel
Am letzten Tag ging es weiter nach Blenheim, da wir am nächsten Tag nach Wellington fliegen wollten.
Dort haben wir das Omaka Aviation Heritage Centre besucht. Eine wirklich beeindruckende Ausstellung mit Flugzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg – darunter auch vier deutsche Maschinen sowie viele aus England, den USA, Australien und Russland.

Besonders eindrucksvoll war ein Simulationsfilm zur Bombardierung von Schlacht von Stalingrad. Sehr intensiv und nachdenklich stimmend.
In solchen Momenten wird einem wieder bewusst, wie privilegiert es ist, heute in einer relativ friedlichen Welt zu leben.
Leider war die Zeit knapp – eine weitere Halle zum Ersten Weltkrieg und eine Oldtimer-Ausstellung konnten wir wegen der frühen Schließzeit (17:00 Uhr) nicht mehr vollständig anschauen.

Fazit:
Keine Wale gesehen… aber dafür Robben, Luxus-Unterkunft, gutes Essen und viele besondere Momente erlebt.
Manchmal läuft eben nicht alles nach Plan – aber genau das macht die Reise erst spannend. 😊

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